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Tauferer Burgenrunde - Burgen im Banne der Eidgenossen

Hiking trail · Vinschgau
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    Photo: KOMPASS-Karten
m 1500 1400 1300 1200 4 3 2 1 km
Distance 4.5 km
2:15 h
260 m
260 m
1,510 m
1,235 m
Das schwere geschichtliche Erbe Taufers, stets zwischen den Tiroler Landesfürsten bzw. dem Habsburgerreich und den Fürstbischöfen von Chur umstritten, bescherte dem Ort ein reiches Erbe historisch bedeutender Bauten. Im Laufe der Jahrhunderte verloren aber viele Festungsanlagen  ihre strategische Bedeutung und präsentieren sich heute als romantische Ruinen. Das schwere geschichtliche Erbe Taufers, stets zwischen den Tiroler Landesfürsten bzw. dem Habsburgerreich und den Fürstbischöfen von Chur umstritten, bescherte dem Ort ein reiches Erbe historisch bedeutender Bauten. Im Laufe der Jahrhunderte verloren aber viele Festungsanlagen ihre strategische Bedeutung und präsentieren sich heute als romantische Ruinen. Vom Zentrum in Taufers, einem wahren Bilderbuch der Geschichte, wandern wir auf Weg Nr. 6 hinauf zur Ruine Rotund. Dabei gilt es, den Graben des Tellabaches zu queren, der sich vom Tellajoch bis ins Münstertal herunterzieht und auf seinen Terrassen einige uralte Höfe beherbergt. Der Aufstieg bereitet keine Schwierigkeiten und so stehen wir nach 1 Std. vor den verfallenen Gemäuern der Anlage. Die Lage der einstigen Festung beeindruckt noch heute; mit historischen Mitteln praktisch un einnehmbar ruht sie durch eine Zugbrückenanlage auch bergseits gesichert hoch über dem Talgrund. Ursprünglich von den Churer Bischöfen erbaut, wurde die Feste 1381 an die Tiroler Landesfürsten verkauft. Während die Burg zur Ruine wurde, steht der einstige Schlosshof noch heute. Das etwas oberhalb der Wehranlage gelegene Gehöft ist Teil des weit verstreuten Weilers Tella. Nach dem Besuch von Rotund folgen wir ein kurzes Stück dem Anstiegsweg zurück, zweigen jedoch am Tellabach nach links ab und folgen dem Weg Nr. 8 zur Ruine Reichenberg, ebenfalls in exponierter Lage über Taufers gelegen. Auch diese Anlage wurde von den Fürstbischöfen Churs an lokale Herrscher verkauft, allerdings nicht an die Landesfürsten, sondern an die mächtigen Herren von Matsch, die über Jahrhunderte im Obervinschgau regierten. Einst muss die Anlage wesentlich größer gewesen sein, als ihre Reste vermuten lassen. Der runde Turm der Ruine ist ca. 30m hoch und sehr stark befestigt. Sein angeblich römischer Ursprung ist allerdings nicht zu beweisen. Von einem weiteren, rechteckigen Turm, sind keine Spuren erhalten. Um 1910 ist er völlig zusammengestürzt, angeblich, weil schatzsuchende Hirtenbuben sein Fundament untergraben hatten. Der verschwundene Turm trug den vielsagenden Namen "Helfmirgott" und wurde als Gefängnis genutzt. Auch von Palas und Ringmauer sind nur Reste erhalten und der Besucher von heute tut gut daran, nicht die letzten Mauerwinkel zu durchklettern: Manche Teile erscheinen einsturzgefährdet! Nach dem kurzen Abstecher zur Ruine steigen wir auf dem Weg Nr. 8 weiter ab. Nahe der Talsohle beschreibt der Pfad einen weiten Rechtsbogen und leitet wieder dem Zentrum von Taufers entgegen, das wir wenig später erreichen. Auch im Ort selbst lohnt sich eine historische Spurensuche – die Kunstwerke reichen von der Romanik und Gotik bis zu den üppigen Darstellungen eines italienischen Barockmalers.
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