Hiking trail Premium content

Durch die Marocche

Hiking trail · Garda Trentino
Responsible for this content
Athesia
  • Hier brachen in grauer Vorzeit Millionen Kubikmeter Gestein herunter: die Ostflanke des Monte Brento
    Hier brachen in grauer Vorzeit Millionen Kubikmeter Gestein herunter: die Ostflanke des Monte Brento
    Photo: Athesia
m 300 250 200 150 12 10 8 6 4 2 km
moderate
Distance 12.4 km
3:36 h
273 m
271 m
Das Bergsturzgelände im Sarcatal
Auch Berge, das wissen wir, sind nicht für alle Ewigkeit gebaut, die Hälfte des gesamten Alpenvolumens ist bereits im Laufe der Jahrmillionen ins flache Land hinaus gewandert, zu Schotterebenen oder Moränenwällen mutiert. Die Gletscher waren es vor allem, die im Kriechtempo, aber unerbittlich, Bergflanken abgeschabt, Trümmer auf ihrem Rücken aus dem Gebirge herausbefördert und irgendwo im Vorland abgelagert haben. Nach ihrem Rückzug in die Hochlagen kam es – weil der Gegendruck des Eises fehlte – mancherorts in den Alpen zu gewaltigen Bergstürzen. Auch am Unterlauf der Sarca. Hier löste sich am Monte Brento (1545 m) in mehreren Schüben rund eine Milliarde Kubikmeter Gestein (entspricht einem Würfel mit einer Kantenlängen von einem Kilometer!). Das zu Tal donnernde Gestein staute den Lago di Cavèdine (237 m) auf und bildete das riesige Blockgelände der Marocche (Monte Gaggio, 348 m). Mittlerweile hat die Vegetation weite Teile des Bergsturzgeländes überwuchert, der Kernbereich weist aber immer noch alle Merkmale eines ausgeprägten Trockengebietes auf: kaum Humus, nur karger Bewuchs. Da und dort zeigen Sträucher und Bäume natürliche Bonsai-Formen, eine Folge der schwierigen Lebensbedingungen.

Die Talwanderung beginnt am Dorfplatz von Pietramurata (253 m), führt auf Asphalt zunächst nach Süden, dann halbrechts in den Wald. Nach etwa 20 Min. überquert das Sträßchen den Canale Rimone, der den Lago di Cavèdine mit der Sarca verbindet. Dann geht’s sanft bergan zu einer Verzweigung bei einem großen Felsblock (Wegweiser), wo man sich links hält. Der Weg steigt noch etwas an, senkt sich dann zum Lago di Cavèdine. Man umrundet das See-Ende mit der Halbruine einer Kraftwerksanlage und stößt wenig weiter auf die von Dro kommende Straße. Zwanzig Meter vor dem Asphaltband zweigt rechts in spitzem Winkel (kein Hinweis!) der »Sentiero delle Marocche« ab. Die deutliche Spur (ab und zu Farbtupfer) steigt kurz an, schlängelt sich dann durch das Bergsturzgelände. Mächtige Felstrümmer links wie rechts, Geröll und eine kümmerliche Vegetation prägen das Bild. Im Westen ragen die Kletterwände hoch in den Himmel, talabwärts zeigt sich Arco mit seinem Burgfelsen. Dann führt der Weg wieder in den

Unlock all features with Pro+
With Pro+ you gain access to the route's details, including directions, pictures, the GPS track and other valuable information.

Already unlocked? 

Premium content Premium routes are provided by professional authors or publishers.

Questions and answers

Ask the first question

Would you like to the ask the author a question?


Rating

Write your first review

Help others by being the first to add a review.


Photos from others