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Der Anglone-Pfad

Hiking trail · Garda Trentino
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Athesia
  • Wasser war sehr kostbar auf der Höhenterrasse von Anglone: aus dem Fels geschlagener Brunnen
    Wasser war sehr kostbar auf der Höhenterrasse von Anglone: aus dem Fels geschlagener Brunnen
    Photo: Athesia
m 500 400 300 200 100 5 4 3 2 1 km
moderate
Distance 5.9 km
2:13 h
424 m
426 m
Waldterrasse über Felsabbrüchen
Die Westflanke des Sarcatals ist vertikales Kletterland, hier tummeln sich die Climber an den Sonnenplatten, hangeln sie sich von Griff zu Griffchen. Da sind die beiden Steige, die hinaufziehen zu der Waldterrasse von Anglone, im Vergleich dazu eher Spazierwege, ein Mindestmaß an Bergerfahrung setzen sie allerdings ebenfalls voraus. Und wer beim Aufstieg zu den Coste dell’Anglone arg ins Schwitzen gerät, dem sei verraten, dass die Bauern früher in Trockenzeiten sogar das Wasser über den fast 400 Meter hohen Steilabbruch hinaufschleppten – auf dem Buckel. Denn der Wald über den Felsen wurde bewirtschaftet, das Holz dann über halsbrecherisch angelegte Seilbahnen zu Tal gelassen. Bei den schwereren Stämmen benutzte man eigens dafür angefertigte Holzhaken, um das Tempo der Ladung etwas zu bremsen. Wasser war hier stets knapp, es versickerte nach dem Regen fast umgehend in dem löcherigen Kalkuntergrund. Der einzige Brunnen weit und breit – aus dem kompakten Fels gehauen – sammelte über eine breite Rinne das von einer Felswand herabtropfende Regenwasser . . . Ein winziges, mit viel Liebe auf den Coste dell’Anglone angelegtes »Freilichtmuseum« informiert über die Arbeit der Waldbauern, präsentiert alte Werkzeuge; ein paar Schautafeln liefern zusätzliche Informationen – sogar dreisprachig.

In Dro (122 m) überquert man die Sarca und biegt gleich dahinter rechts in den Fahrweg ein, der am Bergfuß entlang taleinwärts führt. Nach knapp einem Kilometer weist ein SATSchild links aufwärts (»San Giovanni«), in die Felsen. Der kunstvoll angelegte Steig schlängelt sich zwischen Abbrüchen bergan, findet immer wieder einen Überstieg, einen Durchschlupf. Kleine Felsstufen sind gesichert, auch alle etwas ausgesetzten Passagen. Oberhalb der Felsen kommt man zu einer Verzweigung (Lastoni, 445 m): geradeaus geht’s weiter nach San Giovanni, der linke Weg führt, nur noch leicht steigend, quer über die Hangterrasse. Immer wieder bieten sich dabei hübsche Aus- und Tiefblicke; nicht zu übersehen ist an der gegenüberliegenden Talseite, auf einer Anhöhe über dem Graben des Rio Sallagoni, das Schloss von Drena. Ein schattiger Picknickplatz lädt auf halbem Weg zu einer Rast ein; die kleine Freiluftausstellung erinnert an die harte Arbeit der Waldarbeiter. Ein ganz besonderes Geschichtsbuch

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