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Auf dem Vierfernerweg - Ewiges Eis der Alpen – wie lange noch?

Hiking trail · Vinschgau
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    Photo: KOMPASS-Karten
m 2400 2200 2000 1800 1600 1400 10 8 6 4 2 km
Distance 10.6 km
5:30 h
210 m
870 m
2,406 m
1,533 m
Auf den Karten ist er zumeist als Dreifernerweg eingetragen, doch die Verwaltung des Nationalparks Stilfser Joch spricht gerne vom Vierfernerweg. Und dies kommt der Realität auch näher, denn es sind tatsächlich vier Gletscher, die den Weg prägen: Madatschferner, Trafoier Ferner, Nashornferner und Niederer Ortlerferner. Besonders letzterem kommen wir auf dieser Tour sehr nahe und können alle Phänomene am Rand der Gletscherzungen eingehend beobachten. Auf den Karten ist er zumeist als Dreifernerweg eingetragen, doch die Verwaltung des Nationalparks Stilfser Joch spricht gerne vom Vierfernerweg. Und dies kommt der Realität auch näher, denn es sind tatsächlich vier Gletscher, die den Weg prägen: Madatschferner, Trafoier Ferner, Nashornferner und Niederer Ortlerferner. Besonders letzterem kommen wir auf dieser Tour sehr nahe und können alle Phänomene am Rand der Gletscherzungen eingehend beobachten. An der Franzenshöhe geht es an manchen Tagen hektisch zu, denn der Verkehr über das Stilfser Joch erreicht an schönen Tagen im Hochsommer ein gewaltiges Ausmaß. Doch schon nach wenigen Schritten auf dem Weg Nr. 13 liegt die Straße hinter uns. Es geht um den Bergrücken der Costone Davanti herum ins Vallone del Costone und damit in das Vorfeld des Madatschferners. Wer es gar nicht lassen kann hat hier die Möglichkeit, auf einem schmalen Steig direkt zum Gletscher aufzusteigen, doch der Weg leitet alsbald in einem weiten Bogen um die Vordere Madatschspitze herum und entfernt sich kurzfristig von der Eiswelt. Das Gelände ist in diesem Abschnitt recht steil, so dass der Weg etwas Aufmerksamkeit und Trittsicherheit erfordert. Der Steig zieht nun in das Tal der Bäche hinein, die aus dem Trafoier Ferner entspringen. Das Wasser ist in diesen Bächen stets trüb und wird als Gletschermilch bezeichnet. Die Trübung entsteht durch feinste Felspartikel, die das Gletschereis von den anstehenden Bergen abhobelt. Die Gräben sind bald gequert und ein weiterer Bergrücken ist zu umgehen, der in der Verlängerung des Nordgrates der Nashornspitze bis zu unserem Weg herunterzieht. Unter dem Nashorn ferner hindurch erreichen wir schließlich das wohl spannendste Wegstück, das sehr nahe an den Niederen Ortlerferner heranführt. Früher war hier sogar eine Eispassage notwendig, doch der Gletscherschwund hat den Fels freigelegt und zumindest im Hochsommer gibt es in diesem Bereich kein Eis. Die nackten Moränen zeigen an dieser Stelle deutlich ihr Gesicht, da sie noch nicht von Pflanzen bewachsen sind. Nachdem wir den Gletscher ausgiebig genossen haben, geht es an der Westseite des Pleisshorngrates zur Berglhütte, die nach dem etwas anstrengenden Auf und Ab auf dem Fernerweg zu einer willkommenen Rast einlädt. Anschlie ßend folgen wir dem Weg Nr. 15 hinunter ins Trafoier Tal. Zahlreiche Kehren führen dem Bach entgegen. Ein interessantes Heiligtum liegt am Wegesrand: Die Wallfahrtskirche Heilig Drei Brunnen geht auf ein vorchristliches Quellheiligtum zurück und ist bis heute ein in ganz Südtirol bekanntes und beliebtes Pilgerziel. Von der Kirche steigen wir weiter zum Trafoier Bach ab, überqueren ihn und folgen an der orografisch linken Seite dem Annaweg in Richtung Trafoi. Vorbei am Campingplatz erreichen wir den Ortskern.
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