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Zum Rifugio Scotoni und zum Lagazuoi-See

Abtei - Stern - St. Kassian
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Informationen zur Tour Zum Rifugio Scotoni und zum Lagazuoi-See

Tour Hauptmerkmale

  • Dauer
    2:45 h
  • Strecke
    3.1km
  • Höhenmeter
    450 hm
  • Höhenmeter
    0 hm
  • Max. Höhe
    2181 m

Wegbeschreibung

Den Parkplatz erreicht man am besten von Bruneck durch das Gadertal bis Stern/La Ila, wo man nach links in Richtung St. Kassian/San Ciascian abzweigt. Möglich ist auch die Zufahrt über das Grödner Joch und über Corvara nach Stern/La Ila. Von St. Kassian/San Ciascian setzt man etwa 3 Kilometer über Armentarola fort bis zum breiten Bachbett, das die Straße zum Falzarego-Pass unterquert. Hier zweigt man nach links auf die Straße zum Parkplatz ab. Von dort wandert man wenige Meter taleinwärts, dann zweigt die Markierung Nr. 20 nach rechts ab. Zuerst noch recht flach, dann steiler in Serpentinen über Schuttfächer und durch Latschenfelder hinauf zur Schutzhütte. „Fußkranke“ bleiben bei der Hütte mit gemütlicher Stube und großer Sonnenterrasse, andere ziehen nach kurzer Rast weiter, zunächst wieder eher flach, dann steiler in Serpentinen durch Schotter- und Felsgelände in etwa 45 Minuten hinauf zum sehr schön gelegenen Lagazuoi-See. Nun steigt man wieder ab zur Hütte und genießt dort ausgiebig das Dolomiten-Panorama. Vielleicht kann man auch ein paar „wilde Gesellen“ beobachten, die sich in der hochaufragenden Scotoni-Wand tummeln. Rückweg ins Tal wie Aufstieg. Bitte beachten, dass es eine Tour im Hochgebirge ist (Hütte 2040 m, See 2178 m), entsprechend auf Ausrüstung und Wetter achten!

Startpunkt

Parkplatz bei der Capanna Alpina nach der Abzweigung von der Straße zum Falzaregopass

Zielpunkt

Parkplatz bei der Capanna Alpina nach der Abzweigung von der Straße zum Falzaregopass

Besonderheiten

Vom Schrecken des Krieges

Das Schutzhaus Scotoni liegt in einer Wiesensenke unterhalb der bei Kletterern berühmt-berüchtigten Scotoni-Südwestwand. Knapp neben dem Schutzhaus steht eine kleine hölzerne Kapelle, die im Gedenken an die Toten beider Seiten im Ersten Weltkrieges errichtet worden ist. Und im Süden ragt der Lagazuoi auf, einer von vielen Gipfeln, die in eben diesem Krieg traurige Berühmtheit erlangt haben. Der Lagazuoi ist einer jener Gipfel, an dem die wohl bizarrste Form der Kriegsführung praktiziert worden ist, die jemals ein (un)menschliches Hirn ersonnen hat: der Minenkrieg. „Wer die Gipfel beherrscht, kontrolliert auch die Täler“ hieß die Militärdoktrin, eine Artilleriebatterie und ein paar Maschinengewehrstellungen konnten von dort oben jede Bewegung des Gegners im Tal kontrollieren und waren gleichzeitig praktisch unangreifbar. Auf dem Lagazuoi „saßen“ die Österreicher, die Italiener kontrollierten das Felsband „Cengia Martini“ auf der Südseite und gruben von dort einen 1100 Meter langen Tunnel (mit zusätzlichen Abzweigungen) nach oben; die Österreicher ihrerseits gruben Stollen nach unten, um durch eigene Sprengungen den Vortrieb oder gar die Cengia Martini zu zerstören. Die zwei gewaltigsten Sprengungen waren jene vom 22. Mai 1917 (Österreich, 30.400 kg Sprengstoff, an die 200.000 m3 Schutt am Wandfuß, militärisches Ergebnis eher kläglich) und jene vom 20. Juni 1917 (Italien, 33.000 kg Sprengstoff, rechter Schuttkegel am Wandfuß, militärisches Ergebnis unbedeutend, da die Österreicher den Vorgipfel geräumt hatten). Weitere berüchtigte Sprengungen erfolgten am Col di Lana (Blutberg der Italiener), am Castelletto, einem Vorgipfel der Tofana di Rozes, oder die gewaltigste von den insgesamt 34, jene der Österreicher am 13. März 1918 am Monte Pasubio – fast eine Ironie des Schicksals, die Sprengung erfolgte dreieinhalb Stunden bevor die Italiener ihre eigene Mine hochjagen wollten. Aber genug der trüben Gedanken. Die Bergwelt rund um die Hütte liegt so friedlich da und lädt aus ganz anderen Gründen zum Schauen und auch zum Staunen ein.

Parken

Parkplatz bei der Capanna Alpina nach der Abzweigung von der Straße zum Falzaregopass

Öffentliche Verkehrsmittel

Anfahrt

Quelle

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Bewertung der Redaktion

  • Kondition

  • Technik

  • Erlebnis

  • Landschaft

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