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Von Tramin über St. Jakob in Kastelaz nach Kurtatsch

Tramin
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Informationen zur Tour Von Tramin über St. Jakob in Kastelaz nach Kurtatsch

Tour Hauptmerkmale

  • Dauer
    2:45 h
  • Strecke
    8.8km
  • Höhenmeter
    250 hm
  • Höhenmeter
    250 hm
  • Max. Höhe
    536 m

Wegbeschreibung

Startpunkt ist das Zentrum von Tramin, Parkplatz an der Kreuzung Kalterer-See-Straße / In der Au. Tramin ist auch mit dem Bus erreichbar. Nun überquert man den Höllental-Bach und geht durch die Hans-Feur-Straße, bis der Kirchsteig nach rechts ausgeschildert ist. Über diesen geht es in vielen Stufen hinauf zum Kirchlein St. Jakob in Kastelaz, dessen Bau vermutlich ins 11. Jahrhundert zurückreicht. Die romanische Apsis wurde im frühen 12. Jahrhundert reich mit Fresken ausgestattet und das südliche Seitenschiff stammt aus der Zeit um 1440. Nach dem Kirchlein hält man sich kurz rechts und gelangt zu einem Bildstock, wo die Kastelazpromenade abzweigt und zum Kastelazweg führt. Diesem folgt man in zunächst sanfter Steigung nach links, der Forstweg führt durch Mischwald, immer wieder gibt der Wald den Blick frei auf das Unterland. Der letzte Teil des Weges ins Zentrum von Kurtatsch führt dann wieder durch Obst- und Weinanlagen. Für Rast und eine kleine Stärkung empfiehlt sich z. B. der Gasthof Terzer. Der Rückweg nach Tramin führt auf asphaltierter Straße kurz zurück, dann zweigt nach rechts die Markierung Nr. 8 ab, durch Obst- und Weingüter gelangt man über den Weiler Rungg zurück zum Ausgangspunkt.

Variante

Variante für Gehfreudige: Der Weinlehrpfad führt vom südlichen Ende von Kurtatsch nach Entiklar und ist ein „Weg durch das Rebenleben“. Viele Informationstafeln geben Auskunft über alle wichtigen Ereignisse im Weinbaujahr, an einigen Stellen kann man sogar die Duftnoten einiger Weine erschnuppern. Der Weg ist durchgehend mit der „Pratz“ gekennzeichnet, ein Holzschild in Form einer ausgestreckten Hand. Diese Holzhand war früher das Warnzeichen des Saltners (Weinbergwächter), mit dem er seine Anwesenheit angezeigt hat. Rückweg wie Hinweg. Höhenunterschied plus 240 m, Gehzeit plus 1 Std. 20 Min.

Startpunkt

Tramin, Zentrum

Zielpunkt

Tramin, Zentrum

Besonderheiten

Die Geschichte des Südtiroler Weinanbaus

Der Weinbau hat in unserem Lande eine sehr lange Tradition. Bis vor einiger Zeit glaubte man noch, die Römer hätten ihn mitgebracht, inzwischen weiß man aber, dass Wein bereits in vorrömischer Zeit angebaut und – im Gegensatz zu den Römern, die Tonkrüge benützten – in Holzfässer abgefüllt wurde. Seit mit den beiden Ästen der Via Claudia Augusta „ordentliche“ alpenüberquerende Verkehrsverbindungen entstanden, mögen Pilger und Kaufleute auf ihren Reisen auch neues Wissen in Sachen Weinbau und veredelte Rebensetzlinge mit zurück nach Südtirol gebracht haben. Klöster nördlich der Alpen erwarben im sonnenverwöhnten Südtirol große Weingüter und förderten den Anbau nach Kräften, wobei Weine häufig nach ihrer Herkunft benannt wurden. So ist etwa eine unserer autochthonen Rebsorten, die Gewürztraminer-Traube, bereits seit dem 11. Jahrhundert dokumentiert. Ein weiteres autochthones Gewächs, der Rote Lagrein, als welcher heute allgemein dieser Wein verstanden wird (früher gab es auch den Weißen Lagrein) wird 1525 vom Bauernführer Michael Gaismair erwähnt. Und eine dritte für unser Land typische Rebsorte, die Vernatsch-Traube, wurde ebenfalls bereits im Mittelalter als „Potzner“ in süddeutschen Klöstern erwähnt. Heute reicht der Südtiroler Weinbau von 200 bis über 1000 Meter Seehöhe, auf etwa 5300 Hektar Rebfläche werden rund 20 (wichtige) Rebsorten gezogen. Am Fennberg oberhalb von Margreid dürfte mit 1050 Metern die wohl höchste Müller-Thurgau-Anlage Europas liegen. Die zur Zeit jüngste „rekordverdächtige“ Rebanlage entsteht an den Hängen unterhalb des Klosters Marienberg im Vinschgau: auf stolzen 1300 Metern. Man kann dem wagemutigen Unternehmer nur Glück und viel Sonnenschein wünschen. Neben den bekannten Sorten gibt es aber auch noch ein paar Raritäten, die fast nur Eingeweihte kennen. Da ist der „Fraueler“, eine Ur-Vinschger Sorte, der „Blatterle“ oder der „Versoaln“; von letzterer Sorte wächst bei Schloss Katzenzungen in Prissian mit 350 Jahren Alter und einer Fläche von 300 m² eine der weltweit größten und ältesten Reben.

Parken

Tramin, Zentrum

Öffentliche Verkehrsmittel

Anfahrt

Mit PKW oder Bus nach Tramin

Quelle

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  • Technik

  • Erlebnis

  • Landschaft

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