Cookies helfen uns bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Mehr erfahren
zurück

Von Karthaus in Schnals nach Raindl

Schnals
Zur Merkliste hinzufügen

Informationen zur Tour Von Karthaus in Schnals nach Raindl

Tour Hauptmerkmale

  • Dauer
    1:30 h
  • Strecke
    2.6km
  • Höhenmeter
    100 hm
  • Höhenmeter
    40 hm
  • Max. Höhe
    1390 m

Wegbeschreibung

Startpunkt ist der Parkplatz im Zentrum von Karthaus, dorthin gelangt man auch mit dem öffentlichen Bus von Naturns her. Vom Parkplatz folgt man der Markierung Nr. 21, auch Archäologischer Wanderweg A5, taleinwärts und erreicht meist durch Wald in sanftem Auf und Ab nach etwa einer Dreiviertelstunde die Raindlhöfe. Hier „versteckt“ sich der Oberraindlhof, ein Gasthof und Hotel in einem mehr als 300 Jahre alten Bauernhof, das zwar in den letzten Jahren gewachsen, dabei aber nicht zu einem Tiroler Allerweltsbau verkommen ist. Und in der gemütlichen Zirmstube kann man mit Genuss feststellen, dass hier der Tradition (z. B. Schnalser Nudeln) gleich wie der leichten Moderne kulinarisch gehuldigt wird. Rückweg wie Hinweg. Variante: Fast eben auf dem selben Weg weiter nach Unser Frau (Gesamtgehzeit plus 15 Min.) und mit dem Bus zurück nach Karthaus.

Startpunkt

Karthaus im Schnalstal

Zielpunkt

Karthaus im Schnalstal

Besonderheiten

Das Kloster Allerengelberg

Karthaus präsentiert sich als hübsches ruhiges Dörfchen ohne Durchzugsverkehr: ein Dorf in einer Klosteranlage, eine Klosteranlage im Dorf, oder beides? König Heinrich von Böhmen gründete das Kloster Allerengelberg im Jahr 1326 als Stiftung der Kartäuser-Mönche. Diese galten und gelten als besonders strenger, kontemplativer Orden. „Unser Bemühen und unsere Berufung bestehen vornehmlich darin, im Schweigen und in der Einsamkeit Gott zu finden.“ heißt es in der Ordensregel. Rund um den Kreuzgang befanden sich 10  Zellenhäuschen der Chormönche, die in größter Abgeschiedenheit lebten; Brudermönche mit weniger strenger Ordensregel und eine hübsche Anzahl an Dienstboten vervollständigten die „Besatzung“. Selbstverständlich verfügte das Kloster über Einkünfte aus mehreren Höfen im Tal und das Fischereirecht in Teilen der Etsch und im Haider See (zahllose historische Quellen bezeugen, dass die Tiroler nicht nur liebend gerne dem Wilderern frönten, auch das Schwarzfischen war überaus beliebt …). Die geschuldeten Abgaben sorgten immer für Reibereien, die zum Teil erhaltene Wehrmauer ist wohl beredtes Zeugnis dafür. Aber trotz dieser wurde das Kloster 1525 im Zuge der Bauernaufstände geplündert, Urkunden und vor allem die Urbare (Verzeichnisse der Besitzrechte und der zu erbringenden Leistungen) wurden vernichtet. Geholfen hat es nichts, es blieb alles beim Alten. Das Kloster bestand bis zum Jahr 1782, als Kaiser Joseph II. im Zuge der Säkularisierung alle kontemplativen Klöster aufhob. Nun zogen Handwerker und Bauern in die Klostermauern ein. Es gibt noch alte Ansichtskarten, auf denen das Ensemble vor dem 21. November 1924 zu sehen ist. Am Abend dieses Tages brach ein verheerender Brand aus – ausgelöst angeblich von italienischen Bauarbeitern, die einen glimmenden Zigarettenstummel ins Stroh geworfen haben –, der innerhalb kürzester Zeit auf das ganze Dorf übergriff. 2 Menschen starben, von 38 Häusern blieben nur drei von den Flammen verschont. Vieles wurde wieder aufgebaut, der Kreuzgang ist in großen Teilen noch erhalten, kann besichtigt werden und ist im Sommer Schauplatz von Kunstaustellungen. Auf dem Dorfplatz, dem ehemaligen Klosterhof, steht eine schöne Bronzeplastik des Schnalser Künstlers Martin Rainer: „die Mönche kommen, oder gehen, auch hier beides in einem.“ 

Parken

Karthaus im Schnalstal

Öffentliche Verkehrsmittel

Anfahrt

Durch den Vinschgau bis westlich von Naturns, dort ins Schnalstal bis nach Karthaus

Quelle

Cover_leichte_wanderungen_spazierwege

Bewertung der Redaktion

  • Kondition

  • Technik

  • Erlebnis

  • Landschaft

Copyright

Leichte Wanderungen und Spazierwege

Essen & Trinken in der Umgebung der Tour

Tab für Bilder und Bewertungen

Essen & Trinken

Kultur