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St. Ägidius oberhalb von Kortsch

Schlanders
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Informationen zur Tour St. Ägidius oberhalb von Kortsch

Tour Hauptmerkmale

  • Dauer
    2:00 h
  • Strecke
    4.9km
  • Höhenmeter
    240 hm
  • Höhenmeter
    240 hm
  • Max. Höhe
    931 m

Wegbeschreibung

Vom kostenlosen Parkplatz am Gasthof Sonne steigt man auf dem „Rosenkranzweg“ mit der Markierung Nr. 5 (Abzweigung am  Kindergarten nicht übersehen!) hinauf bis zur ersten Weggabelung und setzt dort nach rechts am weitgehend offen fließenden Ilzwaal entlang fort. Recht flach geht’s weiter, bis Markierung Nr. 3 in Serpentinen knapp 100 Höhenmeter hinunter führt zum Wasserfall des Schlandraunbaches. Zurück wandert man zunächst auf dem Hinweg, biegt dann aber bei der nächsten Weggabelung an einer Wasserfassung auf Markierung Nr. 6 (St. Georg) ab, die zum Ägidius-Kirchlein führt. Von dort ist der Abstieg nach Kortsch – wiederum auf dem Rosenkranzweg – vorgegeben. Bemerkenswert sind die Kastanienhaine im oberen Teil, vor allem aber die fünf Kapellen mit insgesamt 15 Bildtafeln des einheimischen Künstlers Karl Grasser.

Startpunkt

Parkplatz am Gasthof Sonne, Kortsch

Zielpunkt

Parkplatz am Gasthof Sonne, Kortsch

Besonderheiten

Magisches am Schatzknott

Man sieht das romanische Kirchlein schon von weitem, steht es doch in beherrschender Lage auf dem sogenannten Schatzknott. Ein schöner überlebensgroßer Christophorus an der südlichen Außenmauer schaut auf das Tal und die Verkehrsteilnehmer – und hätte wohl auch keine Freude mit den Autoschlangen; im Inneren des Kirchleins wurden Fresken aus dem 13. Jahrhundert freigelegt (von April bis Oktober jeweils am Freitag von 9 bis 17 Uhr geöffnet).

Der Schatzknott ist aber auch aus einem anderen Grund ein „besonderer“ Ort: Hier wird jeweils am ersten Fastensonntag jener uralte Brauch am Leben gehalten, der wohl noch in die rätische Zeit zurückreicht, das Scheibenschlagen. Der Name sagt schon, um was es geht: Runde, etwa 2 cm dicke Holzstücke mit 15 bis 25 cm Durchmesser und einem Loch in der Mitte werden im Feuer erhitzt und glühend an Haselruten möglichst weit hinaus geschleudert – sofern nicht wieder einmal die Forstbehörde das Ganze wegen zu großer Trockenheit und daraus folgender Buschbrandgefahr verbietet. Aber was steckt hinter diesem Brauch? Ein uralter Feuerzauber, zweifellos. Die Holzscheibe muss im Feuer glühend werden, dann schwingt sie der  Scheibenschlager an der Haselnussgerte im Kreis, bis sie weißglühend ist und befördert sie schließlich möglichst weit hinaus durch die Nacht. Begleitet wird diese „Sternschnuppe“ vom immer gleichen Refrain „o raim raim, wëim soll dia Schaib sein ...“ Dabei denkt der  Scheibenschlager an jemanden, manchmal wird auch der Name genannt und je weiter die Scheibe fliegt, desto mehr Glück soll der/dem Betreffenden beschieden sein. Aber auch „Kas in der Tosch, Wein in der Flosch, Korn in der Wonn, Schmolz in der Pfonn, Pfluag in der Eard, schaug wia main Scheibele ausigeat.“ ist zu hören, ein  Fruchtbarkeitszauber also. Wenn dann die meisten Scheiben „geschlagen“ sind, wird die lange vorher vorbereitete „Hex“ angeschürt. Die Hex ist ein oft 25 Meter hohes, mit Stroh umwickeltes Gestell in Form eines Kreuzes mit hängendem Trapez, das unschwer als Weiblichkeitssymbol zu erkennen ist. Ein Fruchtbarkeitsritus also, wohl auch apotropäisches Tun zum Austreiben der winterlichen Dämonen. Hell leuchtet das Feuer auf, der Frühling mag kommen – wenn nicht die Forstbehörde ...

Parken

Parkplatz am Gasthof Sonne, Kortsch

Öffentliche Verkehrsmittel

Anfahrt

Durch den Vinschgau bis oberhalb von Schlanders, dort Abzweigung nach Kortsch

Quelle

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