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Die Erzstraße und das Landesbergbaumuseum Ridnaun

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Informationen zur Tour Die Erzstraße und das Landesbergbaumuseum Ridnaun

Tour Hauptmerkmale

  • Dauer
    3:00 h
  • Strecke
    8.2km
  • Höhenmeter
    100 hm
  • Höhenmeter
    100 hm
  • Max. Höhe
    1428 m

Wegbeschreibung

Vom Parkplatz beim Vereinshaus bzw. von der Bushaltestelle folgt man immer auf bestens präpariertem Weg, auf der „Oberen Erzstraße“, der Beschilderung zum Bergbaumuseum taleinwärts. Wie der Name schon sagt, wurde hier über Jahrhunderte Erz vom Schneeberg zunächst gesäumt, dann mit Karren transportiert. Der Weg ist also sehr flach und kann auch mit Rollstuhl oder Kinderwagen befahren werden. Das gilt allerdings nicht für den vorgeschlagenen Rundweg mit gegenüberliegender Talseite. Der Weg führt zum größeren Teil durch Wald und ist daher besonders im Hochsommer sehr angenehm zu begehen, gibt aber immer wieder einen schönen Blick über das Tal frei. Nach etwa 1½ Stunden hat man das Bergbaumuseum samt Bushaltestelle erreicht, von hier könnte man also auch bequem zurückkutschieren. Rückweg wie Hinweg oder beim Parkplatz über die Brücke und zum größten Teil auf Höfe-Zufahrtswegen auf der Sonnenseite wieder talauswärts. Auf der Höhe von Ridnaun-Dorf überquert man erneut den Bach und erreicht wieder den Ausgangspunkt.

Startpunkt

Parkplatz am Vereinshaus in Ridnaun bzw. Bushaltestelle Ridnaun Dorf

Zielpunkt

Parkplatz am Vereinshaus in Ridnaun bzw. Bushaltestelle Ridnaun Dorf

Besonderheiten

800 Jahre Bergbau

Die eigentlichen Anfänge des Bergbaus am Schneeberg liegen im Dunkeln. Die erste schriftliche Erwähnung des „argentum bonum de sneberch“, des guten Silbers vom Schneeberg, reicht auf das Jahr 1237 zurück. Silber und Blei waren in der frühen Zeit die begehrtesten Erze, auch mit Feinsilber vom Schneeberg prägten die Tiroler Grafen in Meran (am Pfarrplatz) den Tiroler Adlergroschen. Die Tiroler Landesfürsten, die Fürstbischöfe und zahlreiche Gewerkenfamilien (Unternehmer im Bergbau) gelangten durch das Silber zu großem Reichtum, und die Knappen sollen sogar silberne Schuhnägel getragen haben. Auch das bedeutende Handelsgeschlecht der Fugger ließ sich wegen des blühenden Erzhandels in der Berggerichtsstadt Sterzing nieder. Ausdruck dieses Geldsegens sind unter anderem die große Hallenkirche und die schmucken Häuser der Fuggerstadt Sterzing sowie die Knappenkirche St. Magdalena in Ridnaun. Die größte Blüte erlebte der Schneeberg um 1500. An die 1000 Knappen schürften in 70 Stollen nach Silber und Blei. Es entstand die Knappensiedlung St. Martin am Schneeberg auf 2355 m Meereshöhe. Die Lebens- und Arbeitsbedingungen im höchstgelegenen Bergwerk Europas waren unvorstellbar hart und während des langen Winters auch äußerst gefährlich. Etwa ab Mitte des 19. Jahrhunderts gewann das Zinkerz, das man früher nicht oder kaum verwerten konnte, immer größere  Bedeutung. Der Erztransport verlagerte sich auf die weniger beschwerliche und kürzere Seite von Ridnaun. 1871 wurde dann die vielleicht weltweit größte Erz-Übertage-Förderanlage auf Schienen gebaut. Dieses kühne Bodendenkmal besteht aus steilen Bremsbergen und fast eben verlaufenden Pferdebahnstrecken und ist noch erstaunlich gut erhalten. Einzigartige Exponate werden im ehemaligen Arbeiterwohnhaus gezeigt, dazu werden hochinteressante Führungen angeboten, die von einer „Kompaktführung“ (1½–2 Std.) bis zum Übergang nach St. Martin am Schneeberg reichen.

Parken

Parkplatz am Vereinshaus in Ridnaun bzw. Bushaltestelle Ridnaun Dorf

Öffentliche Verkehrsmittel

Anfahrt

In das Wipptal über Sterzing nach Mareit und weiter nach Ridnaun bis zum Vereinshaus; Parkplätze vorhanden

Quelle

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