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31 Über die Cima Valdritta

Alto Garda
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Informationen zur Tour 31 Über die Cima Valdritta

Tour Hauptmerkmale

  • Dauer
    6:30 h
  • Strecke
    13.8km
  • Höhenmeter
    470 hm
  • Höhenmeter
    1660 hm
  • Max. Höhe
    2124 m
Er ist mehr als nur ein Berg, der Monte Baldo, ein richtiges Gebirge, fast dreißig Kilometer lang und über 2200 Meter hoch. Vom Westufer des Gardasees erscheint er als geschlossene Front, nur ein paar Karmulden und steile Gräben sind auszumachen, kaum mehr als Furchen in seiner mächtigen Flanke. Die steigt vom Ufer direkt bis in alpine Höhen hinauf. Das macht diesen »Hortus italiae« so einzigartig, zu einem Biotop von europäischer Bedeutung. An seinen seeseitigen Hängen finden sich alle Vegetationsstufen von der fast exotisch anmutenden Parkflora im Uferbereich über die immergrünen Steineichengehölze bis hinauf zu den alpinen Rasen- und Geröllfluren. Olivenhaine säumen die Siedlungen, beim Höhersteigen stößt man auf die Edelkastanie, auf Flaumeichen und Hopfenbuchen. Im Unterholz steht der duftende Diptam (Dictamnus albus); auf den Trockenböden blühen im Frühling zahlreiche Orchideen. Die Buche dominiert den Bergwald, durchsetzt mit Fichten- und Tannenbeständen; darüber folgt ein mächtiger Krummholzgürtel aus Legföhren. Und dann die Bergwiesen! Ihnen verdankt der Monte Baldo vor allem seinen Ruf als »Giardino botanico«, der Blumenfreunde aus aller Welt anzieht. Berühmt ist auch das Panorama, eine einmalige Schau über den Alpeninnenbogen, tausend Gipfel, vom Monte Viso bis zu den Dolomiten reichend.

Wegbeschreibung

Die Gipfeltour beginnt im Abwärtsgang, führt von der Bergstation der großen Monte-Baldo-Seilbahn zunächst hinab in die weite Senke der Bocca Tratto Spino (Tredes Pin, 1720 m), dann wahlweise halblinks, einer Schotterpiste folgend, oder geradeaus neben einer Lifttrasse auf steinigem Weg bergan zu einer Liftstation (1836 m): wenig Erfreuliches fürs Auge zum Auftakt. Hinter dem modernen Zweckbau betritt man das Naturschutzgebiet »Lastoni Selva Pezzi« an der Westflanke des Massivs. Der Weg folgt dem Kamm, vorbei an einer großen Steinmännchen-Versammlung, erst über Wiesen, dann zwischen den Latschen. Immer wieder bieten sich schöne Tiefblicke durch die steinigen, vom Gletschereis ausgehobelten Hochkare auf den Gardasee. An der Cima delle Pozzette (2132 m) genießt man die erste Rundumschau; nicht zu übersehen ist der markante Zwischenabstieg am Grat dahinter – rund hundert »verlorene« Höhenmeter. Mit packenden Tiefblicken in den wilden Graben des Val d’Angual geht’s am felsigen Grat weiter. Den nächsten Gipfel am Monte-Baldo-Grat, die Cima dei Longino (2176 m), umgeht der Kammweg ostseitig mit einigem Auf und Ab, steinigen Passagen und mit reichlich Wurzelwerk garniert. Dahinter öffnet sich der nächste vermauerte Karwinkel, das Val Finestra. Die Cima Valdritta (2218 m) ist nun schon recht nahe. Eine harmlose Felsstufe (Ketten) ermöglicht den Überstieg in ihre Ostflanke, dann geht’s flach weiter zur Abzweigung des Gipfelsteigs. Der stammt aus dem Ersten Weltkrieg, ist teilweise aus dem Fels gesprengt und leitet im Zickzack zum höchsten Punkt des Monte Baldo, wo sich Aus- und Tiefblicke zu einer grandiosen Schau verbinden. Zurück am Kammweg, ist es nicht weit bis in die markante Senke der Bocca di Valdritta (2107 m). Hier beginnt der lange Abstieg an der Westflanke des Massivs. Im Zickzack schnürt man hinab in den felsumrahmten Kessel des Val Dritta (Gämsen!), dann leitet die deutliche Wegspur – kurz ansteigend – hinaus zu einer Wiesenkuppe über der Talschlucht. »La Guardiola« heißt der Platz, nicht zu Unrecht: Was für ein Seeblick! Nach einer längeren Hangquerung passiert man einen nächsten Graben an seinem Ansatzpunkt. Dann geht’s steil abwärts zu einem weiteren Aussichtspunkt: La Guardia (1523 m). Anschließend taucht der Weg endgültig in den Wald ein, Fernsicht gibt’s jetzt kaum mehr, dafür angenehmen Schatten – und in einer felsigen Mulde sogar kühles Wasser (La Fontana). Am Col di Piombi (1163 m) wird aus dem Wanderweg ein holperiges Sträßchen, das über ein paar Schleifen hinabzieht zur Mittelstation der Monte- Baldo-Seilbahn (561 m). Hier endet der lange Abstieg durch (fast) alle Vegetationsstufen am großen Berg.

Startpunkt

Bergstation der Monte-Baldo-Seilbahn (1752 m)

Zielpunkt

Bergstation der Monte-Baldo-Seilbahn (1752 m)

Parken

Öffentliche Verkehrsmittel

Anfahrt

Von der Brenner-Autobahn (Ausfahrt »Rovereto Sud – Lago di Garda Nord«) via Torbole nach Malcèsine. Im Ort aufwärts zur Talstation der Monte-Baldo-Seilbahn (gut ausgeschildert). Sie hat ihre Bergstation (1752 m) am Monte-Baldo-Kamm.

Bewertung der Redaktion

  • Kondition

  • Technik

  • Erlebnis

  • Landschaft

Copyright

Die schönsten Wanderungen: Gardasee Monte Baldo - Monti di Ledro - Parco Regionale Alto Garda Bresciano

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