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26 Das Valle delle Cartiere

Alto Garda
mittel
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Informationen zur Tour 26 Das Valle delle Cartiere

Tour Hauptmerkmale

  • Dauer
    2:30 h
  • Strecke
    7.3km
  • Höhenmeter
    300 hm
  • Höhenmeter
    300 hm
  • Max. Höhe
    301 m
Der tiefe Graben des Toscolano-Bachs trennt den mächtigen Pizzòcolo vom viel kleineren Monte Castello di Gaìno. Eine Brücke wiederum verbindet – drunten am Seeufer – die beiden Ortschaften Toscolano und Maderno. Sie stehen auf geschichtsträchtigem Boden. Will man der Überlieferung glauben, befand sich hier die Römerstadt Benacum, dem der Gardasee seinen römischen Namen (lacus Benacus) verdankt. Sie soll im Jahr 243 durch einen Bergsturz zerstört worden sein. Die moderne Forschung hat allerdings starke Zweifel an dieser These, obwohl in Toscolano die Überreste einer römischen Villa freigelegt wurden. Ruinen ganz anderer Art gibt es am Unterlauf des Toscolano- Bachs, im Valle delle Cartiere, zu bestaunen. Da ragen gemauerte Schornsteine neben dunklen Zypressen in den Himmel, stehen Fabrikhallen am Wasser, entdeckt man verfallendes Gemäuer im wuchernden Unterholz, die Reste einer Werksbahn. Noch Ende der 1950er Jahre wurde hier gearbeitet, ihre Blütezeit hatte die Papierherstellung allerdings lange schon hinter sich. 1841 zählte man im Valle delle Cartiere nicht weniger als 41 Papiermühlen! Doch in Toscolano-Maderno wurde nicht nur Papier »gemacht«, es gab seit dem 15. Jahrhundert Druckereien, deren Erzeugnisse für ihre hohe Qualität berühmt waren und nach ganz Europa, sogar bis in den Orient exportiert wurden. So stammt auch die lateinische Bibel, die Luther auf der Wartburg übersetzte, aus einer Werkstatt in Toscolano. Seit einigen Jahren bemüht sich eine Stiftung (Fondazione Valle delle Cartiere), dieses bedeutende kulturelle Erbe zu erhalten. Zahlreiche Bauten wurden mittlerweile restauriert und ein sehr informativer Themenweg angelegt. Viel Interessantes über die Papierherstellung am Gardasee, historische Druckerzeugnisse, alte Ansichten, allerlei Gerätschaften und Maschinen präsentiert das »Museo della Carta«; es ist im ehemaligen Pförtnerhaus einer Papierfabrik untergebracht (im Sommer Dienstag bis Sonntag geöffnet; Infos über genaue Zeiten Tel. 0365/54 60 23 und 64 10 50).

Wegbeschreibung

An der großen Straßenbrücke über den Toscolano- Bach zweigt die Straße nach Gaìno bzw. ins Valle delle Cartiere ab. Sie verschwindet im klammartig verengten Mündungsbereich des Tals ein paar Mal im Berg (links die Ruine der Papiermühle La Garde), führt dann an einem Parkplatz mit Picknickareal vorbei. Links kommt der Gebäudekomplex der Papiermühle von Maina di sotto ins Blickfeld, die als letzte bis 1960 in Betrieb war. Im ehemaligen Pförtnerhaus ist das besuchenswerte »Museo della Carta« untergebracht. Bei Maina di sopra geht’s über den Bach; hier sind die Fundamente einer Papiermühle aus dem 16. Jahrhundert freigelegt worden. Ruinen säumen auch den Weiterweg, manche Bauten sind noch recht gut erhalten. Bei Gatto (Lusetti) wurden die Kellerräume eines mehrstöckigen, großen Gebäudes ausgegraben. Hier kann man rechts nach Gaìno aufsteigen; der Talweg führt links auf einer Holzbrücke übers Wasser, dann in die malerische Schlucht von Còvoli. Auf kühn angelegtem Steg passiert man die Klamm; dahinter liegt das 1899 errichtete Wasserkraftwerk (noch in Betrieb!); rechts neben dem Weg entdeckt man eine alte gemauerte Wasserleitung. Ein breiter Weg führt von Còvoli (177 m) steil hinauf zu einer Straße. Auf ihr spaziert man hinüber nach Gaìno (274 m), das, umgeben von Olivenhainen, an einem sanften Abhang unter dem Monte Castello liegt. Zurück nach Toscolano- Maderno entlang der Straße (teilweise Gehsteig, Schleifen lassen sich abkürzen).

Startpunkt

Toscolano-Maderno, Brücke über den Toscolano-Bach oder Parkplatz an der Straße ins Valle delle Cartiere

Zielpunkt

Toscolano-Maderno, Brücke über den Toscolano-Bach oder Parkplatz an der Straße ins Valle delle Cartiere

Parken

Parkplätze an der Straße ins Valle delle Cartiere und im Doppelort

Öffentliche Verkehrsmittel

Buslinie Riva - Salò

Anfahrt

Von der Brenner-Autobahn (Ausfahrt »Rovereto Sud – Lago di Garda Nord«) nach Riva, dann auf der Westuferstraße bis Toscolano-Maderno.

Bewertung der Redaktion

  • Kondition

  • Technik

  • Erlebnis

  • Landschaft

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Die schönsten Wanderungen: Gardasee Monte Baldo - Monti di Ledro - Parco Regionale Alto Garda Bresciano

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