Cookies helfen uns bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Mehr erfahren

Vintl

Taltreffen

Der Hauptort Niedervintl liegt am Schnittpunkt zweier Täler: während das Pustertal von der Sonne verwöhnt wird und die breite Talsohle sich gemächlich durch die Bergwelt zieht, ist das Pfunderer Tal eng und wird von den Zillertaler Alpen abgschlossen. Dieser natürliche Kontrast macht Vintl so abwechslungreich.

Süß und würzig: der Duft des Waldes liegt über dem ganzen Gemeindegebiet. Eng stehen die Fichten, Tannen und Lärchen beieinander, sie rücken bis dicht an die Dörfer vor. Vintl umfasst die Fraktionen Niedervintl, Obervintl, Pfunders und Weitental. Die beschaulichen Ortschaften liegen auf grünem Wiesenboden in Talnähe. Zwischen den neueren Bauten stehen jahrhundertealte Bauernhöfe und Ansitze. In höheren Lagen trifft man auf zahlreiche Weiler, entlegene Streusiedlungen und Einzelhöfe, hier haben sich traditionelle Architektur und Brauchtum erhalten.

Vintl taucht namentlich erstmals 994 in der Historienschreibung auf. „Vallis vintula“ wird es genannt, Sprachwissenschaftler gehen davon aus, dass sie Bezeichnung keltische Wurzeln hat und sich als „Feld des Vindas“ übersetzen lässt. Aus der Tatsache, dass mehrere Ortsnamen im Gemeindegebiet romanischen Ursprung haben, schloss man, dass das Gebiet bereits von den Römern besiedelt war, als die Bajuwaren Ende des 6. Jh. n.Chr. hierher zogen.

Im Gemeindegebiet von Vintl stehen mehrere Kirchen, besonders sehenswert ist die neue Pfarrkirche von Niedervintl. Der ansehnliche Barockbau wurde im Jahre 1760 errichtet. Fresken an der Außenmauer strukturieren die Fassade, das Innere schmücken reiche Stuckverzierungen und Wandgemälde von Josef Anton Zoller. Unscheinbarer präsentiert sich gleich daneben das alte Gotteshaus: St. Urban ist ein schlichter, quadratischer Bau im romanischen Stil, seine Erbauung reicht ins 14. Jh. zurück. Im Inneren überrascht die Kirche mit einer reichen Freskierung, die den Meistern Hans von Bruneck und Leonhard von Brixen zuzuschreiben ist.

Gewalkte Tradition
Eine einzigartige museale Einrichtung steht in Niedervintl: im Lodenmuseum dreht sich alles um den traditionellen Lodenstoff. Vom Scheren der Schafe bis zum festen Stoff ist es ein weiter Weg: durch interaktive und anschauliche Präsentation wird das Wissen um die Wollverarbeitung spannend vermittelt. Vor dem Museum grasen Schafen und Ziege im Freigehege.

Unternehmungslust
Rund um Vintl ragen die Pfunderer Berge auf, massive Vorläufer der Zillertaler Alpen. Zahlreiche Wanderwege verlaufen durch die unberührte Natur und bringen den Bergsteiger rasch in luftige Höhen. Nächstgelegen ist die Eidechsspitz, ein anspruchsvoller Pfad verläuft durch den dichten Wald, weiter oben ist die Landschaft karg uns felsig. Der höchtste Berg im Pfunderer Gebiet ist der Niedere Weißzint, am Gipfelkreuz auf 3.263 m ist die Luft spürbar dünner. Eine Teilstrecke des bekannten Pfunderer Höhenweges führt durch die Bergwelt und verspricht spektakuläre Ausblicke auf die Zillertaler Alpen und die Dolomiten. In der Umgebung von Vintl liegen mehrere Bergseen, klares Wasser spiegelt die umliegenden Gipfel: der Eisbruggsee, der Grindlersee und Weitenbergsee sind nur einige.

Im Winter ist das Gebiet Gitschberg/Jochtal bei Skifahrern und Langläufern beliebt. Mit festem Schuhwerk und Schneeschuhen lassen sich außerdem angenehme Schneewanderungen unternehmen.

Zur Startseite