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Villanders

„Glück auf!“

grüßten sich die Bergarbeiter von Villanders früher, bevor sie ihre Schicht in den gewundenen Stollen des Silberbergwerks am Pfunderer Berg begannen. Sie drückten damit ihren Wunsch aus, dass sich neue Erzwege auftun mögen- und sie selbst unbeschadet zurück ans Tageslicht kehren würden. Anfang des 20 Jh. wurde das Villanderer Bergwerk stillgelegt, heute steht es Besuchern offen.

Villanders liegt südlich von Klausen am Berghang im Eisacktal. Das Gemeindegebiet umfasst die Fraktionen St. Moritz und  St. Valentin, der Hauptort ist St. Stefan, auf 880 m ü.d.M. gelegen. Einladend präsentiert sich der gemütliche Ortskern. Er liegt gebettet in Weinreben und Obstwiesen, unweit liegen die dichten Mischwälder, die sich bis hoch auf dem Villanderer Berg behaupten.

Geschichtsträchtig
Zahlreiche Funde belegen eine frühe Besiedelung von Villanders, schon vor 10.000 Jahren dürfte die Villanderer Alm wirtschaftlich genutzt worden sein. Mitten im Dorfzentrum lädt der Archeoparc Plunacker Interessierte ein, sich Villanders spannende Geschichte vor Augen zu führen. Hier wurden in den letzten 20 Jahren Siedlungsspuren und Steinwerkzeuge gefunden, deren Datierung von der Jungsteinzeit bis zur Römerzeit reicht.

Rosenblüte auf der Villanderer Alm
Im Frühsommer, wenn die weiten Almen wieder sattgrün treiben und die Kühe an der frischen Luft auf den Wiesen grasen, blühen auf der Villanderer Alm die Alpenrosen. Sattes Rosenrot im Grünen. Wiesenblumen und Glockengeläut. Würzige Bergluft und verstreute Almhütten. Die Villanderer Alm ist eine der weitflächigsten und schönsten Hochalmen Südtirols.

Die Umgebung von Villanders lädt zu zahlreichen Wanderabenteuern ein. Über die Wiesenlandschaft der Villanderer Alm winden sich Wege durch die unberührte Natur. In höheren Lagen werden Bäume selten, die saftigen Wiesen weichen trockenen Gräsern und Felsgeröll. Hier liegt der Totensee, sein dunkles Wasser lässt zwar Ungutes vermuten, sein Namen bezieht sich aber auf die karge Umgebung: Hier kann keine Landwirtschaft betrieben werden, die Natur ist „tot“.
Wanderfreuden verspricht auch der bekannte Ketschnweg, der durch Villanders führt. Unter alten Kastanienbäumen kann man nach Klausen wandern oder Richtung Barbian marschieren. Der Weg führt vorbei an der ehemaligen Burg Gravetsch, hier residierten im 12. Jh die Herren von Villanders.

Im Winter verwandelt sich die Almlandschaft von Villanders in ein Paradies für Wintersportler. Die weiten Hänge locken mit Rodelspaß. Verschneite Wälder und Wiesen versprechen ausgedehnte Winterwanderungen mit festem Schuhwerk oder Schneeschuhen.
Ein spannendes Skirennen wird hier Ende Februar veranstaltet: Die Totenabfahrt erfordert Ausdauer und stramme Beine. Vom Totenkirchl auf 2.200 m bis zur Gasser Hütte auf 1.800 m zieht sich die Abfahrt über 3,5 km hinaus, auch geübte Skifahrer geraten hier ins Schwitzen.
 

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