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Tscherms

Häuserwürfel im Blättermeer

Vereinzelt wachsen die Häuser aus dem Boden, im Ortszentrum stehen sie dichter. Dennoch: Überall Grün, längs der Strasse, vor der Haustür, hinter dem Dorfplatz. Tscherms betreibt Mimikry im Etschtal.

Versonnen lehnt sich Tscherms an die Hänge des Nörderbergs. Das laue Klima und die vielen Sonnenstunden zeigen sich in der Vegetation: Apfelbäume und Weinreben gedeihen, vor den Ansitzen stehen Zypressen Spalier, Geranie und Oleander blühen nebeneinander. Über der Idylle von Tscherms liegt das Rauschen von Birken und Linden. Aus den ziegelgedeckten Häuserdächern ragt schiefergrau das Dach der Pfarrkirche.

Kirche mit Geschichte
Dem Hl. Sebastian gewidmet, schaut die Dorfkirche auf eine bewegte Existenz zurück. Im Jahre 1270 wird erstmals eine Kirche in einer Rekonzilationsurkunde erwähnt. Der Bischof Egno von Trient weihte das Gotteshaus neu ein- der Vorgängerbau muss durch äußere Einflüsse zerstört worden sein. In den folgenden zwei Jahrhunderten finden sich vier weitere Urkunden, die Neuweihen belegen, was nahe legt, dass Tscherms von zahlreichen Naturkatastrophen heimgesucht wurde. Der letzte große architektonische Eingriff erfolgte 1920, nachdem die Kirche durch eine mächtige Erdmure beschädigt worden war. Der heutige Bau ist ein stimmiges Zusammentreffen von Bausubstanz aus unterschiedlichen Jahrhunderten und Schaffensphasen.
Über Tscherms liegt die kleine Kirche St. Anna, die im 17. Jahrhundert erbaut wurde.

Von Ritterkammern und Irrgärten
Zwischen die Wohnhäuser von Tscherms mischen sich historische Ansitze. Das Weingut Kränzl, eine mittelalterliche Hofanlage, wartet mit einer außergewöhnlichen Gartenanlage auf: Ein verschlungenes Labyrinth erstreckt sich hier auf  3.300 m². Die schmalen Pfade zwischen dichtem Weinlaub sind eine Herausforderung für große und kleine Besucher.
Hoch über Tscherms thront Schloss Lebenberg, eine der größten, vollständig eingerichteten Schlossanlagen Südtirols: Eine mittelalterliche Waffensammlung,  ein Spiegelsaal im Rokokostil, Zimmer mit gotischer Ausstattung und Räume mit Einrichtung im Empirestil- die spannende Geschichte der Burganlage wird erlebbar.

Von Tscherms aus lassen sich angenehme Spaziergänge durch das grüne Etschtal unternehmen. Die Stadt Meran liegt nur 5 km entfernt und kann bequem zu Fuß oder mit dem Rad erreicht werden. Steinigere Wege führen auf den Nörderberg, dort lohnen zahlreiche Aussichtspunkte mit einem weiten Blick in den Meraner Talkessel.

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