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Tramin

Keine Ausnahme, sondern Zustand

Tramin liegt inmitten sanft gewellter Reblandschaft, umgeben von schlanken Schatten der Zypressen. Erkergeschmückte Häuserfassaden reihen die Gassen Tramins, glucksende Brunnen, schwere Torbögen und verwinkelte Gassen bilden das melancholisch idyllische Dorfbild. Tramin im Unterland scheint zu träumen – doch dann - plötzlich, mit dröhnendem Getöse und Geschrei, reißt es die Dorfbewohner aus dem Schlaf.

Egetmannumzug – Ausnahmezustand. Für die Traminer bedeutet dieser Faschingsumzug die fünfte Jahreszeit. Ein wildes, ein wirres, ein Wahnsinnspektakel für die Besucher, welche sich erst an rußverschmierte Gesichter, kreischende Hexen, tobende „Schnappviecher“, ans Schellen, Klappern und Schreien gewöhnen müssen. So wird hier dem Winter Beine gemacht. Das feiern und begießen die Traminer, wie nur sie es können. Getümmel und Gelärme. Das Klappern der Schnappviecher, das Knallen der Goaßln, das Hämmern der Schmiede, das Scheppern von Blech und Eisen, das Singen, Johlen und Grölen, das Kreischen der Zuschauer. Der Rauch aus Öfen und Herden, der Geruch von Wacholder, von Tannen- und Fichtenzweigen, von Treibstoff und Auspuffrohren, von Hennefedern, Sägemehl und Staub.

Sogar das Dorfmuseum gewährt Einblicke in Geschichte und Hintergrund dieser wilden Tradition. Anhand von uralten bäuerlichen Gegenständen erzählt es außerdem besonders anschaulich vom einstigen Leben der Weinbauern und ihrer Arbeit.

Weinbau spielte in Tramin schon immer die herausragende Rolle. Schließlich ist dies die Heimat des Gewürztraminers. Der Goldgelbe mit dem intensiven Aroma verhalf dem Dorf zu internationaler Bekanntheit. Sein unverkennbares Bouquet und seine edle Größe haben den Namen in alle Welt hinausgetragen.

Das Erlebnisschwimmbad von Tramin ist genau das Richtige, um die sommerliche Wärme in vollen Zügen zu genießen. Eine Wasserfläche von 1300 m² mit 50-Meter-Becken, Wasserfall, Kletterfelsen, Gegenstromanlage und vielem mehr, belebt, entspannt und erfrischt das erhitzte Gemüt. Eintauchen und genießen, Alltagsgedanken schwinden dahin.

Nicht weniger geschichtsträchtig sind Tramins Kirchen. Die Pfarrkirche mit dem gotischen Turm beherrscht das Ortsbild. Mit seinen 93 Metern ist dies der höchste gemauerte Turm in Südtirol. Etwas unaufdringlicher und doch weithin sichtbar thront das Kirchlein St. Jakob in Kastelaz auf seinem kleinen Hügel. Im Inneren birgt es die ältesten romanischen Fresken des deutschen Sprachraums. Schaudern durchzieht den Betrachter der Sockelzone. Fabelwesen mit Hundeköpfen und Fischschwänzen. Ungeheuer, Seeschlangen und Sirenen. Ein farbenprächtiges Freskenspektakel.

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