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Auf den Tartscher Bühel - Naturgenuss auf urzeitlichem Boden

Wanderung · Vinschgau
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    Foto: KOMPASS-Karten
m 1060 1040 1020 2,2 2,0 1,8 1,6 1,4 1,2 1,0 0,8 0,6 0,4 0,2 km
Strecke 2,2 km
1:00 h
50 hm
50 hm
1.068 hm
1.025 hm
Der Tartscher Bühel ist ohne Zweifel einer der bemerkenswertesten Orte im gesamten Vinschgau. Neben seiner prähistorischen Besiedelung und der Kirche auf seiner Hügelkuppe besticht der "Bichl" durch seine einzigartigen Trockenrasen, die zu den wertvollsten Lebensräumen der Talschaft zählen.  Von der Sportzone auf einer Nebenstraße zur Verbindungsstraße Glurns–Mals und auf ihr Richtung Mals. Doch schon nach ca. 200m zweigen wir rechts auf einen Wirtschaftsweg ab, der dem schon deutlich sichtbaren, steppenartigen Tartscher Bühel entgegenleitet. Kurz vor der Trasse der Vinschgerbahn knickt der Weg nach links, überquert gleich darauf die Bahntrasse und führt in einem weiten Bogen um die Westseite des Bühels herum nach Tartsch. Wir spazieren durch die kleine Fraktion von Mals, vorbei an der Kirche bis zum östlichen Ortsrand, wo Wegweiser den Pfad auf die höchste Erhebung des Bühels weisen. Zwischen den Häusern gelangen wir zur bewaldeten Hügelbasis und steigen in einem Bogen auf dem deutlichen Weg zum Rand der Trockenrasen auf. Im Frühling und Sommer kann man hier mitunter einen seltenen gefiederten Gast entdecken. Für den Wiedehopf bietet der Wald Brutstätten, die Trockenhänge nutzt er dagegen auf seiner Jagd nach großen Insekten. Aus dem Wald heraus sind es nur noch wenige Höhenmeter, bis wir die Kuppe des Tartscher Bühels erreicht haben. Ruhig und beschaulich ist es hier, trotz der Nähe zu den Vinschgauer Hauptverkehrswegen. Es lohnt sich, länger zu verweilen und die Besonderheiten der Landschaft auf sich wirken zu lassen. Einst befand sich hier eine große Siedlung, an die auch eine alte Sage von einer versunkenen Stadt erinnert. Auf dem Hügel wurde auch jenes Hirschhorn gefunden, das in seiner rätischen Inschrift den Namen "Riviselchu" trägt. Dieser Mann ist zwar weit jünger als der berühmte Ötzi, aber dennoch der erste namentlich bekannte Bewohner des Tales. Heute ist das Kirchlein St. Veit das einzige Bauwerk auf dem Bühel und besticht durch seine romanische Architektur, die in großer Harmonie mit der Umgebung steht. Leider ist das Kirchlein in der Regel geschlossen und nur im Rahmen von Führungen zugänglich (Auskünfte beim Tourismusverein Mals). Und zuletzt noch ein Tipp für Naturfreunde: In den Trockenrasen des Bühels finden sich viele seltene und durch die Intensivierung der Landwirtschaft heute gefährdete Arten. Nach der ausgiebigen Erkundung des Hügels gehen wir zunächst auf dem vom Anstieg bekannten Weg zurück bis zur Querung der Vinsch gerbahn. Ein kurzes Stück weiter folgen wir einem unmarkierten Feldweg nach links und gehen bei der nächsten Abzweigung, wieder unmarkiert, nach rechts. Dieser Wirtschaftsweg bringt uns direkt zur Glurnser Sportzone zurück.
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