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Fernwanderweg empfohlene Tour

Dolomitendurchquerung von Sexten nach Brixen; Etappe 6: Heiligkreuz - Lungiarü

Fernwanderweg · Alta Badia
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  • Guten Morgen - Blick aus dem Zimmer
    / Guten Morgen - Blick aus dem Zimmer
    Foto: Sorëdl ., Community
  • / Einzige Gästin - Im Winter tobt hier der Bär im Kettenhemd
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  • / Auf Wiedersehen, Heiligkreuzkirchlein!
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  • / Im Regen die Umlaufbahn ins Tal genommen
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  • / Weg oberhalb Pedraces, bereits auf anderer Talseite
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  • / Blick zurück aufs Massiv Heiligkreuz, Lavarella an der Spitze frisch verschneit. Ganz rechts: Lagazuoi
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  • / Im Val di Lungiarü angekommen - Weiher am Wegesrand, im Hintergrund die typischen "Viles"
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  • / Der Weiler Seres
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  • / Im Ort Lungiarü (dt. Campill) - Blick nach Westen
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  • / Sehr feines Zimmer im Hotel Sanvi
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  • / Kleine, aber feine Bibliothek im Hotel Sanvi in Lungiarü
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  • / Zur Nacht eine Geschichte aus dem Faneslied
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m 1700 1600 1500 1400 1300 1200 12 10 8 6 4 2 km
Wir beginnen die heutige Etappe im Skigebiet DOLOMITI SUPERSKI verlassen es jedoch alsbald, um in ein eher noch unbekanntes und vom Massentourismus verschontes Tal von Alta Badia zu wandern: Val di Lungiarü. Ein entspannter Wandertag durch Wälder und Wiesen, aber das darf ja auch mal sein.
mittel
Strecke 12,3 km
4:14 h
566 hm
491 hm
1.729 hm
1.316 hm

Dieser Etappenabschnitt ist der am wenigsten anstrengendste und zugebenermaßen wohl auch unspektakulärste; ich legte mir ihn eher aus Neugierde und Interesse so, denn ich wollte einfach mal zu Fuß von Pedraces (dt. Abtei) ins beschauliche Val di Lungiarü (dt. Campilltal). Jenes Tal ist - neben dem Ort Wengen - der einzige Flecken von Alta Badia, der noch seine Ursprünglichkeit bewahren konnte und vom Skizirkus verschont geblieben ist. Dort trifft man noch auf die Wohnform der sog. "Viles" (Weiler), nämlich Gehöftgruppen im ladinischen Baustil, die andernorts vom Massentourismus überbaut wurden. Longiarü wurde vor ein paar Jahren auch in den Verbund der "Bergsteigerdörfer" aufgenommen und ich hoffe, dass das nicht der Anfang vom Ende ist, nämlich dass auch dort nun auch der Rummel losgeht ... aber gut, wenn's so gewollt ist ...

Es geht heute viel durch den Wald, zwischendrin auch immer mal Lichtungen und Wiesen, stets auf guten Wegen, einmal wirds überraschend steil. Unterwegs trifft man kaum eine Menschenseele, zum Einkehren gibt's entsprechend auch nichts. Bis zum Erreichen des (unspektakulären) Joeljochs (auch Juvel geschrieben) sieht man zurück immer wieder das Heiligkreuzmassiv und das weiße Kirchlein leuchtet unterhalb der steilen Felswände aus dem Wald heraus.

Autorentipp

Im Ort Pedraces mehrere Geschäfte, Restaurants und Bars (Öffnungszeiten abhängig von der Saison); Unterkünfte sowieso. Ein Hotspot des Wintertourismus.

Bereits wieder außerhalb von Pedraces kommt man am Runch-Hof vorbei, ein Feinschmecker-Restaurant, das aber tagsüber eher geschlossen hat; im Internet informieren oder anrufen.

Wer sich für Volksbrauchtum, Geschichte, alte Sprachen, Ursprünglichkeit, etc. interessiert, ist im Val di Longiarü (dt. Campilltal) an der richtigen Stelle. Im ganzen Tal wird ladinisch gesprochen.

Das Hotel Sanvi in Longiarü verfügt über eine erstaunliche Anzahl von guten Büchern, die sich auf die Region, Geschichte, Sprache, Brauchtum, Dolomiten/Berge, etc. beziehen. Sehr zu empfehlen, wer sich dafür interessiert.

Im Val di Langiarü gibt es derzeit (Sommer 2020) nur drei Beherbergungsbetriebe: 2 x Urlaub auf dem Bauernhof und das zuvor genannte Hotel. Mein Eindruck bei den Bauernhöfen war, dass sie nicht an Gästen interessiert sind, die nur eine Nacht bleiben wollen, kann mich auch getäuscht haben. Beim nä. Mal würde ich wohl vorsichtshalber ein Zimmer vorab reservieren.

Schwierigkeit
mittel
Technik
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höchster Punkt
1.729 m
Tiefster Punkt
1.316 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Sicherheitshinweise

keine

Weitere Infos und Links

Betreffend Lungiarü:

In der Speckstube bzw. dem Agritourismo "Tlisöra" stammen Wurst- und Käsewaren aus eigener Produktion. Hier gibt's also den richtigen Südtiroler Speck!

Am Talausgang, in St. Martin de Tor, ist zum einen der Sitz des ladinischen Kulturinstitus "Micurà de Rü", außerdem das sehr zu empfehlende Museum Ladin.

Lungiarü ist seit 2019 Mitglied im Verband "Bergsteigerdörfer". Viele Infos auf deren Website: www.bergsteigerdoerfer.org

Von Lungiarü käme man auch nach Westen, übers Kreuzkofeljoch, zu den Geisler Spitzen bzw. ins Villnöstal.

Start

Am Wallfahrtskirchlein bzw. Rifugio Heiligkreuz oberhalb von Pedraces (Badia/Abtei) (1.323 m)
Koordinaten:
DD
46.608647, 11.895322
GMS
46°36'31.1"N 11°53'43.2"E
UTM
32T 721715 5165748
w3w 
///methode.diskurse.stärkste

Ziel

Die Ortschaft Longiarü im gleichnamigen Tal; ein Seitental des Gadertals

Wegbeschreibung

Am Rifugio Heiligkreuz geht man auf dem Weg Nr. 7 hinunter ins Gadertal. Der Weg verzweigt sich nach etwa 1,5 km auf 7, 7A und 7B; sie führen alle ins Tal hinunter nach Pedraces (auch Badia oder Abtei genannt).

Man kann es sich allerdings auch mal einfach machen und mit der Umlaufbahn bzw. Sessellift ins Tal runter fahre, was ich heute gemacht habe, weil es in Strömen regnete. Beide Lifte sind auch in der Sommersaison geöffnet.

Im Ort Pedraces überquert man die Hauptstraße und folgt der Beschilderung zum Runch-Hof und Sotgherdena, letzteres ist eine kleine Häusergruppe. Von dort ein nur kurzes Stück auf Weg Nr. 1B, bis man auf den Weg Nr. 6 stößt. (Es gibt auch eine Abkürzung durch den Wald, aber die war an meinem Tag nicht passierbar, da unter Wasser gesetzt.) Auf dem Weg Nr. 6 schraubt man sich steil zum Weiler Pescol hoch, von dort weiter bis zum (unspektakulären) Joeljoch mit 1725m.

Ab dort beständig im Wald auf Weg Nr. 6B bergab, bis man die Talsohle und damit das Val di Longiarü (dt. Campilltal) erreicht. Man passiert dort eine Rodelbahn, eine Wild-West-Ranch, einen angelegten Weiher und stößt kurz drauf auf die asphaltierte Straße. Dort zahlreiche Hinweisschilder auf die umliegenden Weiler, Gasthöfe, Almen, etc. und man steuert ab da nun sein Tagesziel an.

Hinweis


alle Hinweise zu Schutzgebieten

Öffentliche Verkehrsmittel

nein

Anfahrt

zu Fuß oder per Umlaufbahn

Parken

nein

Koordinaten

DD
46.608647, 11.895322
GMS
46°36'31.1"N 11°53'43.2"E
UTM
32T 721715 5165748
w3w 
///methode.diskurse.stärkste
Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

Buchtipps für die Region

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Ausrüstung

s. Hinweise unter Etappe Nr. 1

Grundausrüstung für Fernwanderwege

  • Feste, bequeme und wasserdichte Bergschuhe oder Zustiegsschuhe
  • Kleidung im Mehrschicht-Prinzip mit Feuchtigkeitstransport
  • Wandersocken
  • Rucksack (mit Regenhülle)
  • Sonnen-, Regen- und Windschutz (Hut, Sonnencreme, wasser- und winddichte Jacke und Hose)
  • Sonnenbrille
  • Teleskopstöcke
  • Ausreichend Proviant und Trinkwasser
  • Erste-Hilfe-Set mit Blasenpflaster
  • Blasenpflaster
  • Biwaksack/Survival Bag
  • Rettungsdecke
  • Stirnlampe
  • Taschenmesser
  • Signalpfeife
  • Mobiltelefon
  • Bargeld
  • Navigationsgerät/Karte und Kompass
  • Notfallkontaktdaten
  • Personalausweis

Campingausrüstung

  • Zelt (3- oder 4-Jahreszeiten)
  • Campingkocher (mit Gas und Zubehör)
  • Isomatte, Schlafsack mit entsprechender Komforttemperatur
  • Proviant
  • Hygieneartikel und Medikamente
  • Toilettenpapier

Hüttenübernachtung

  • Hygieneartikel und Medikamente
  • Reisehandtuch
  • Ohrstöpsel
  • Hüttenschlafsack
  • Schlafklamotten
  • Ggf. Alpenvereins-Mitgliedsausweis und Personalausweis
  • Coronavirus-Maske und Handdesinfektionsmittel
  • Die Listen für die „Grundausrüstung“ und die „technische Ausrüstung“ werden auf der Grundlage der gewählten Aktivität erstellt. Sie erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit und dienen lediglich als Vorschläge, was du einpacken solltest.
  • Zu deiner Sicherheit solltest du alle Anweisungen zur ordnungsgemäßen Verwendung und Wartung deines Geräts sorgfältig lesen.
  • Bitte vergewissere dich, dass deine Ausrüstung den örtlichen Gesetzen entspricht und keine verbotenen Gegenstände enthält.

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Schwierigkeit
mittel
Strecke
12,3 km
Dauer
4:14 h
Aufstieg
566 hm
Abstieg
491 hm
Höchster Punkt
1.729 hm
Tiefster Punkt
1.316 hm
Etappentour kulturell / historisch Von A nach B

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