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Stoanerne Mandl und Kreuzjoch

Bergtour · Südtirols Süden
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Johannes Renfordt 
  • Morgendlicher Blick zur Laugenspitze
    / Morgendlicher Blick zur Laugenspitze
    Foto: Johannes Renfordt, Community
  • / St. Ulrich
    Foto: Johannes Renfordt, Community
  • / Neugierige Kälber
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  • / Im Anstieg zum Schöneck der erste Dolomitenblick des Tages
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  • / Das Schöneck ist fast erklommen
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  • / Stoanerne Mandl am Schöneck
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  • / Blick über das Auener Jöchl zum Kreuzjoch
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  • / Blick in die Sarntaler Alpen
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  • / Haflinger im Auener Jöchl
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  • / Ifinger links, vorderer Plattinger rechts
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  • / Am Kreuzjoch
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  • / Blick zur Texelgruppe
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  • / Die Kuppe des Kreuzjochs vor den Ortler Alpen
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  • / Am einsamen Karkofel
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  • / Blick ins Sarntal
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  • / Auch vom Karkofel lockt der Ifinger, die Tour zu verlängern
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  • / Der Große Mittager zeigt sich von Süden als grasiger Hügel
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  • / Auf dem Rückweg ins Auener Jöchl
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  • / Wegweiser am Auener Jöchl
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  • / Am Möltner Kaser
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  • / Auf dem Möltner Joch
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  • / Wieder einmal kommen die westlichen Dolomiten in den Blick
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  • / Blick zur Kirche von Langfenn
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  • / Mölten liegt bereits im letzten Abendlicht
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m 2200 2000 1800 1600 1400 1200 1000 800 25 20 15 10 5 km
Einfache, aber lange Bergwanderung von Schlaneid
mittel
Strecke 26,3 km
7:00 h
1.161 hm
1.161 hm

Im nördlichen Teil des Tschögglbergs erreicht dieser Höhen von etwas mehr als 2.000 Metern. Die Landschaft zeigt dennoch dank der eiszeitlich geformten Höhen ein vor allem sanftes, angenehm welliges Gesicht. So verwundert es auch nicht, dass der Tourenvorschlag sich durch das Fehlen jeglicher technischer Schwierigkeiten auszeichnet. Im Gegensatz dazu stehen die wunderschönen Ausblicke von den hügeligen Gipfeln in die umliegende Bergwelt: zu den Gletschern der Ortleralpen, den steilen Felsen der nahen Texelgruppe, in das weite Rund der Sarntaler Alpen und immer wieder zum nahen Gipfelpaar Ifinger und Vorderer Plattinger. Insbesondere während des Rückwegs kommen dann auch immer wieder die westlichen Dolomiten in den Blick, die in der Nachmittagssonne ganz besonders zur Geltung kommen.

Der Gipfelbereich des Schönecks bietet eine faszinierende Besonderheit: dort befinden sich, rund um das Gipfelkreuz gruppiert, einige Dutzend Steinmännchen, auf südtirolerisch Stoanerne Mandln. Auch wenn natürlich immer wieder einige zusammenfallen und neu aufgebaut werden, stehen doch schon seit vielen hundert Jahren die Steinfiguren dort: ein Gerichtsprotokoll aus dem Jahr 1540 erwähnt, dass dort Hexentänze stattgefunden haben sollen. Interessanterweise hat die Bezeichnung Stoanerne Mandln den eigentlichen Bergnamen mittlerweile weitgehend verdrängt; selbst auf alten Wegweisern findet man die Bezeichnung Schöneck nicht mehr.

Von Schlaneid aus geht es an der alten Kapelle St. Ulrich vorbei nach Kircheben und weiter zur Sattlerhütte. Von dieser ist es nicht mehr weit zum Möltner Kaser, der bereits am Fuß des Schönecks liegt. Nach einem Besuch der Stoanernen Mandln geht es noch einmal für kurze Zeit abwärts ins Auener Jöchl, hinter dem bereits das aussichtsreiche Kreuzjoch liegt. Von dort aus bietet sich ein überwiegend wegloser Abstecher zum geringfügig höheren und vergleichsweise einsamen Karkofel an, der eine ausgezeichnete Aussicht über das Sarntal bietet. Der Rückweg erfolgt über das Auener Jöchl und auf direktem Weg zurück zum Möltner Kaser. Über das Möltner Joch geht es nun weiter der Kammlinie des Tschögglbergs entlang bis nach Schermoos, von wo aus ein Steig hinab nach Mölten führt. Hier sind die anstrengenden Passagen der Tour vorüber und weitgehend flach geht es schließlich auf einem Fußweg zurück nach Schlaneid.

Autorentipp

Ein Abstecher vom Kreuzjoch zum einsamen, weglosen Karkofel lohnt sich!
Schwierigkeit
mittel
Technik
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Gefahrenpotenzial
Höchster Punkt
Kreuzjoch, 2.086 m
Tiefster Punkt
1.106 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez
Exposition
NOSW

Sicherheitshinweise

Die Steige und Wege sind in einem guten Zustand. Besondere Gefahrenquellen bestehen entlang des Tourenvorschlags nicht.

Start

Dorfmitte Schlaneid (1.160 m)
Koordinaten:
DD
46.575574, 11.237658
GMS
46°34'32.1"N 11°14'15.6"E
UTM
32T 671459 5160433
w3w 
///bedingt.angabe.einsparen

Ziel

Dorfmitte Schlaneid

Wegbeschreibung

Von der Dorfmitte der kleinen Ortschaft Schlaneid geht es auf Weg Nr. 15 in nördlicher Richtung aufwärts. Am Ortsausgang zweigt von der Straße ein kleiner Weg nach links ab, der zu einigen Höfen führt. Dort wird eine Fahrstraße gequert und auf einem Fahrweg geht es weiter aufwärts. Schließlich taucht der nun schmalere Weg in den Wald ein und führt in Sichtweite einer großen Wiese nun flacher weiter. Schließlich bietet sich, etwa auf Höhe eines Speicherbeckens, eine Möglichkeit, über die Wiese auf die Hügelkuppe zu gelangen. Hinter dem dort befindlichen Gasthaus geht es an der Kapelle St. Ulrich auf der Fahrstraße abwärts bis zu einer Kreuzung in einem Geländesattel. Auf der anderen Seite setzt sich der Weg Nr. 15 zuerst für ein kurzes Stück auf einer schmalen, asphaltierten Fahrstraße fort, zweigt dann aber schnell nach rechts ab und führt auf einem Karrenweg um eine Kuppe herum. Schließlich mündet er wieder in die Fahrstraße ein, folgt dieser für kurze Zeit und führt wiederum nach rechts von der Straße weg, folgt dieser aber im wesentlichen parallel bis zum großen Parkplatz Kircheben. An dessen hinterem Ende beginnt rechterhand ein eher schmaler Weg, der weiterhin als Nr. 15 nun weiter aufwärts führt. Schon nach kurzer Zeit wird ein Wasserreservoir erreicht und an dessen linker Seite passiert. Wenig später wird der Weg Nr. 1 gekreuzt und kurz darauf ein Fahrweg erreicht. Bereits nach wenigen weiteren Metern führt nach links der kombinierte Weg Nr. 15/38 weg. Zunächst recht flach geht es weiter, bis sich die beiden Wege wieder trennen. Rechtshaltend geht es gewohnterweise auf Weg Nr. 15 weiter, der nun wieder spürbar ansteigt und erneut den Fahrweg erreicht. Auf diesem geht es nach links weiter bis zur Sattlerhütte. Diese wird rechterhand passiert und weitgehend in gleicher Richtung fortsetzend geht es erstmals hinauf auf die Kammhöhe des Tschögglbergs, wo von rechts der spätere Abstiegsweg über das Möltner Joch einmündet. Mit nur noch geringen Steigungen geht es dem Verlauf des Fahrwegs folgend bis zum Möltner Kaser. Auf Höhe des Almgebäudes nach links gehen und gleich darauf wieder nach rechts. Ein Steig führt die Wiese hinauf und taucht in den Wald ein. Linkshaltend geht es immer weiter hinauf, schon bald wird dabei der Wald wieder verlassen und über weite Wiesen die Stoanernen Mandl am Schöneck erreicht.

Nach einer wohlverdienten Pause geht es in nördlicher Richtung auf einem Steig, Weg Nr. 23, hinunter ins Auener Jöchl. Dort geht der Steig in den in gleicher Richtung weiterführenden Weg Nr. 4 über und führt unschwierig hinauf zur weiten Fläche des Kreuzjochs. Gleich neben dem Gipfelkreuz befindet sich eine Installation, die die unzähligen sichtbaren Gipfel des umfassenden Panoramas erläutert. Wer etwas Gipfelruhe erleben möchte, kann in östlicher Richtung zum nahegelegenen Karkofel hinüber gehen. Zwar ist der Übergang im Wesentlichen weglos, doch entschädigt die wunderschöne Aussicht vom meist einsamen Karkofel über das Sarntal für die geringen Mühen.

Vom Kreuzjoch geht es für den Rückweg zunächst auf bekanntem Weg zurück ins Auener Jöchl. Dort leicht rechtshaltend weiter auf Weg Nr. 4, der an der bewaldeten Flanke des Schönecks entlang auf direktem Weg zum Möltner Kaser führt. Dort angekommen zunächst den Weg zur Sattlerhütte einschlagen, aber an der vom Hinweg bekannten Verzweigung nun linkerhand auf der Kammlinie bleiben und der Beschilderung des E 5 in Richtung Salten folgen. Über das aussichtsreiche Möltner Joch mit wunderbaren Blicken zu den Dolomiten hinweg führt der Weg bald wieder abwärts. Eine erste Einmündung eines Fahrwegs von rechts wird ignoriert, wenig später verzweigt sich der Weg. Während der Hauptweg nach links in Richtung Flaas führt, zweigt nach rechts ein schmaler, eher unscheinbarer Steig ab, auf dem der E 5 weiter in Richtung Schermoos und Salten führt. Der Abstieg führt weitgehend durch Wald, nimmt schon bald von rechts Weg Nr. 17 auf und gelangt schließlich an eine größere Kreuzung. Hier führen die Wege 1 und 17 gemeinsam nach links, halten sich aber schon bald wieder nach rechts in Richtung Salten. Über eine etwas steilere Stelle hinweg wird die Landesstraße Mölten - Jenesien unmittelbar am Parkplatz Schermoos erreicht. Von hier aus bietet sich ein Abstecher zur alten Kirche St. Jakob mit benachbartem Gasthaus auf der Anhöhe Langfenn an.

Von Schermoos aus nun der Landesstraße nach rechts, in westlicher Richtung hinab nach Mölten folgen. Schon bald nach dem Waldrand führt nach links der Weg Nr. 4 weg, der, alle Einmündungen ignorierend, auf recht direktem Wege abwärts führt und schließlich an einem Hof in eine quer verlaufende asphaltierte Straße einmündet. Dieser nun folgen und nach der Überquerung des Rieferbachs noch einmal leicht ansteigend hinüber nach Mölten gehen. Schließlich mündet die kleine Fahrstraße in eine kreuzende breitere Straße ein, auf dieser nach links hinunter ins Dorfzentrum gehen. Nach dem Passieren des kleinen Markplatzes wird in einer Kurve die Landesstraße Terlan - Hafling erreicht. Dort nach rechts und wenig ansteigend dorfauswärts gehen. Nach links führt der Fußweg Nr. 1 wenig später weg, der nun weitgehend parallel zur Straße, aber etwas hangabwärts in Richtung Schlaneid führt. Etwas unterhalb des Dorfs verzweigt sich der Weg, hier  rechtshaltend auf Weg Nr. 13A leicht aufwärts nach Schlaneid und zurück zum morgendlichen Ausgangspunkt gehen.

Hinweis


alle Hinweise zu Schutzgebieten

Öffentliche Verkehrsmittel

mit Bahn und Bus erreichbar

Schlaneid lässt sich auf mehreren Wegen mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen:

  • Am schnellsten ist die Kombination von Bahn und Bus: Mit dem Zug auf der Bahnstrecke Bozen - Meran bis zur Haltestelle Terlan. Von dort verkehrt zumeist stündlich der Bus 204 bis zur Endhaltestelle Schlaneid.
  • Etwas aufwendiger, aber auch reizvoll ist die Anreise mit der Seilbahn: Mit dem Zug auf der Bahnstrecke Bozen - Meran bis zum Haltepunkt Vilpian. Von dort zu Fuß zur ausgeschilderten Seilbahn Vilpian - Mölten, die am nördlichen Ortsende liegt. Nach der Fahrt von der Bergstation nach links wenden und zuerst auf der Fahrstraße, später auf einem abkürzenden Steig nach Schlaneid gehen.
  • Weiterhin verkehrt auf dem Tschögglberg der Bus 156, der zwischen Falzeben und Jenesien auch Schlaneid anfährt. 

Alle Fahrpläne sind unter https://www.sii.bz.it/ einsehbar.

Anfahrt

Auf der Staatsstraße 38 Bozen - Meran (MeBo) bis zur Ausfahrt Terlan/Andrian, von dort in Richtung Terlan weiterfahren. Noch vor dem Erreichen der Ortschaft nach rechts auf die Landesstraße 98 abbiegen, die auf den Tschögglberg hinaufführt und über Mölten schließlich Schlaneid erreicht.

Parken

In der kleinen Ortschaft Schlaneid stehen keine nennenswerten ausgewiesenen Parkplätze zur Verfügung. Trotzdem findet sich in der Ortsmitte meist ein Stellplatz.

Koordinaten

DD
46.575574, 11.237658
GMS
46°34'32.1"N 11°14'15.6"E
UTM
32T 671459 5160433
w3w 
///bedingt.angabe.einsparen
Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

Kartenempfehlungen des Autors

Entweder

  • Tabacco Karte Nr. 040 Sarntaler Alpen

oder gemeinsam

  • Tabacco Karte Nr. 011 Meran und Umgebung und
  • Tabacco Karte Nr. 034 Bozen - Ritten

Buchtipps für die Region

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Ausrüstung

Festes Schuhwerk ist für diese Tour empfehlenswert. Für die Abstiegspassagen sind, je nach Geschmack, ggf. Stöcke hilfreich.

Da nicht allzu viele Einkehrmöglichkeiten passiert werden, sind in jedem Fall ausreichend Verpflegung und Getränke mitzuführen.

Grundausrüstung für Bergtouren

  • Feste, bequeme und wasserdichte Bergschuhe oder Zustiegsschuhe
  • Kleidung im Mehrschicht-Prinzip mit Feuchtigkeitstransport
  • Wandersocken
  • Rucksack (mit Regenhülle)
  • Sonnen-, Regen- und Windschutz (Hut, Sonnencreme, wasser- und winddichte Jacke und Hose)
  • Sonnenbrille
  • Teleskopstöcke
  • Ausreichend Proviant und Trinkwasser
  • Erste-Hilfe-Set mit Blasenpflaster
  • Biwaksack/Survival Bag
  • Rettungsdecke
  • Stirnlampe
  • Taschenmesser
  • Signalpfeife
  • Mobiltelefon
  • Bargeld
  • Navigationsgerät/Karte und Kompass
  • Notfallkontaktdaten
  • Personalausweis

Technisches Equipment

  • Ggf. Kletterhelm
  • Die Listen für die „Grundausrüstung“ und die „technische Ausrüstung“ werden auf der Grundlage der gewählten Aktivität erstellt. Sie erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit und dienen lediglich als Vorschläge, was du einpacken solltest.
  • Zu deiner Sicherheit solltest du alle Anweisungen zur ordnungsgemäßen Verwendung und Wartung deines Geräts sorgfältig lesen.
  • Bitte vergewissere dich, dass deine Ausrüstung den örtlichen Gesetzen entspricht und keine verbotenen Gegenstände enthält.

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Schwierigkeit
mittel
Strecke
26,3 km
Dauer
7:00 h
Aufstieg
1.161 hm
Abstieg
1.161 hm
mit Bahn und Bus erreichbar Rundtour aussichtsreich Einkehrmöglichkeit Gipfel-Tour

Statistik

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