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Bergtour empfohlene Tour

Piz Boè (3152m) vom Grödner Joch

· 6 Bewertungen · Bergtour · Dolomiten
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  • Blick vom Gipfel des Piz Boè auf die Marmolada
    / Blick vom Gipfel des Piz Boè auf die Marmolada
    Foto: Helge Tielbörger, DAV Sektion München
  • / Rifugio Pisciadù
    Foto: Helge Tielbörger, DAV Sektion München
  • / Blick zurück zum Pisciadù See
    Foto: Helge Tielbörger, DAV Sektion München
  • / Grödner Joch, Cir Spitzen, Hubschrauber
    Foto: Helge Tielbörger, DAV Sektion München
  • / Auf dem Weg in Richtung Boè Hütte
    Foto: Helge Tielbörger, DAV Sektion München
  • / Mondlandschaft der Sella Hochebene
    Foto: Helge Tielbörger, DAV Sektion München
  • / Piz Boè Hütte
    Foto: Helge Tielbörger, DAV Sektion München
  • / Einbahnstraße auf dem Weg zum Gipfel des Piz Boè
    Foto: Helge Tielbörger, DAV Sektion München
  • / Sonnenuntergang auf dem Piz Boè. Blick in Richtung Langkofel
    Foto: Helge Tielbörger, Helge Tielbörger
  • / Speisekarte der Capanna Fassa am Morgen
    Foto: Helge Tielbörger, Helge Tielbörger
  • / Sonnenaufgang am Piz Boè: Blick in Richtung Pordoijoch
    Foto: Helge Tielbörger, Helge Tielbörger
  • / Sonnenaufgang am Piz Boè: Blick in Richtung Geislerspitzen
    Foto: Helge Tielbörger, Helge Tielbörger
  • / Einstieg ins Mittagstal (Anfang Juli)
    Foto: Helge Tielbörger, DAV Sektion München
m 3400 3200 3000 2800 2600 2400 2200 2000 1800 14 12 10 8 6 4 2 km Rifugio Boè Parkplatz Gasthaus Frara Piz Boè Rifugio Pisciadù
Lange, spannende und aussichtsreiche Wanderung über die karge Sella-Hochfläche auf den höchsten Gipfel des Sella Stocks.
schwer
Strecke 14,8 km
7:40 h
1.482 hm
1.482 hm
3.149 hm
1.991 hm

Auf den Piz Boè führen viele Wege. Von einer kurzen Wanderung ab der Gipfelstation der Pordoi Seilbahn bis hin zu schwierigen Klettersteigen ist alles geboten. Unser Weg ist recht lang, bis auf ein paar leichte Drahtseilpassagen technisch mittelschwer (wegen der Länge aber insgesamt als schwer eingestuft) und berührt alles Typische des Sellastocks: den Steilabbruch, das Große Ringband, die mondähnliche Sellahochfläche, kalte Bergseen, tief eingeschnittene Schluchten und drei Hütten.

Bei Bedarf kann der Weg noch durch ein zweites Gipfelziel ergänz werden (Piscadiùspitze).

Autorentipp

Die Boè Hütte am Fuß des Gipfels bietet sich für eine Pause an: Im Anstieg für einen hervorragenden Espresso, im Abstieg für eine Portion Bandnudeln mit Wildragout.
Profilbild von Helge Tielbörger
Autor
Helge Tielbörger 
Aktualisierung: 31.08.2021
Schwierigkeit
schwer
Technik
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Höchster Punkt
3.149 m
Tiefster Punkt
1.991 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez
Exposition
NOSW

Sicherheitshinweise

Trittsicherheit über lange Strecken erforderlich. Einige Passagen sind steil und mit Geröll bedeckt. Der enge Einstieg ins Mittagstal kann früh im Jahr (vor Mitte Juli) schneebedeckt sein. Dann sind je nach Verhältnissen Pickel und Steigeisen angeraten. Wem das zu heikel ist, folgt ab der Boè Hütte dem Aufstiegsweg über das Rifugio Pisciadù und Val Setùs.

Drahtseile im oberen Bereich des Mittagstals gibt es derzeit nicht mehr (Stand Sept. 2020 und bestätigt im August 2021 -> siehe Kommentare). Daher ist der Weg durch das Mittagstal nur erfahrenen Alpinisten mit der richtigen Ausrüstung zu empfehlen.

Alle Angaben ohne Gewähr. Das Begehen und Befahren der hier beschriebenen Touren erfolgt auf eigenes Risiko und setzt entsprechende Kenntnisse und Erfahrungen voraus.

Weitere Infos und Links

Einkehren:

Boèhütte

Rifugio Capanna Fassa auf dem Gipfel des Piz Boè

Start

Grödner Joch, Gasthaus Frara (2121m) (2.121 m)
Koordinaten:
DD
46.549790, 11.808459
GMS
46°32'59.2"N 11°48'30.5"E
UTM
32T 715297 5158968
w3w 
///fackel.aufzucht.tore

Ziel

Grödner Joch, Gasthaus Frara (2121m)

Wegbeschreibung

Vom Parkplatz geht es südwestlich auf dem Weg 666 zur Graskuppe des Col de Frea (2234 m) und eben weiter am Fuß des Sellastocks entlang bis zur Einmündung des Val Setùs. Diese von rechts kommende Schlucht verbindet den Wandfuß mit dem großen Ringband des Sellastocks. Wir steigen durch das Val Setùs in vielen Kehren und am Schluss über eine seilversicherte Felsstufe hinauf. Von dort leicht absteigend in Richtung Rifugio Pisciadù (2585 m). Weiter auf dem Weg 666 geht es am Pisciadù See vorbei teilweise seilversichert bis in einen flachen Sattel. Hier besteht die Möglichkeit die Pisciadùspitze (2985m) mitzunehmen (zusätzlich 150 Hm in Auf- und Abstieg, 45min).

100Hm weiter betritt man die Sellahochfläche und folgt weiter dem Weg 666. Bald muss man sich entscheiden, ob man links dem Weg 666 über den Zwischenkofel bis zur Boè Hütte folgt oder (interessanter) rechts den Berg auf einer gesicherten, ausgesetzten Passage quert.

Ab der Hütte folgen wir dem teilweise seilversichertem Weg 638 bis zum Gipfel des Piz Boè (3151m). Auf diesem Abschnitt gibt es eine kurze Passage mit Einbahnstraßenregelung. Die Gipfelschau ist bei schönem Wetter umfassend. Wegen der nahen Seilbahn vom Pordoijoch ist hier oft viel Betrieb. Am Gipfel steht eine kleine Hütte (Rifugio Capanna Fassa), die zur Rast einlädt.

Bis zur Boè Hütte auf dem gleichen Weg zurück.

Nun folgt der Abstieg durchs Mittagstal (Weg 651). Der Einstieg ins Mittagstal ist sehr eng, steil und aktuell (Sept 2020) nicht mehr seilversichert (siehe Sicherheitshinweis) . Im Frühsommer liegt hier oft noch Schnee (siehe Sicherheitshinweise). Das Mittagstal leitet nach Norden von der Sellahochfläche hinab. Auf einer Höhe von ca. 2000m zweigt nach links der Weg zurück zum Grödner Joch ab (Weg 29B und später 29). Nach ca. 2km halten wir uns an einer Weggabelung links, weiter auf dem Weg 29. Wir passieren später die Einmündung des Val Setùs und sind bald am Grödner Joch.

Alternativ und derzeit als Standard zu empfehlen, steigt man entlang des Aufstiegweges ab der Boè Hütte zurück zum Grödner Joch. Ggf. steigt man von der Piscadiu-Hütte über den Weg 676 ins Mittagstal ab, biegt nach links ab und folgt der obigen Beschreibung (ab Höhe 2000m).

Hinweis


alle Hinweise zu Schutzgebieten

Öffentliche Verkehrsmittel

mit Bahn und Bus erreichbar

Linienbusse ab Bozen, Brixen, Kastelruth, St. Ulrich und Corvara. Busbetreiber SAD

Anfahrt

Auf der Brennerautobahn bis zur Ausfahrt Klausen. Im Kreisel hinter der Mautstelle ist die Weiterfahrt ins Grödner Tal beschildert.

Die SS242d führt zunächst südwärts entlang des Eisacktales und biegt dann ins Grödnder Tal ein. Man fährt durch die Orte St. Ulrich, St. Christina und Wolkenstein. Hinter Wolkenstein geht es steil hinauf in Richtung Sella- und Grödner Joch.

Fünf Kilometer hinter Wolkenstein biegt man links ab in Richtung Grödner Joch und fährt weiter bis zum Gasthof Frara kurz hinter dem höchsten Punkt.

Parken

Im Bereich des Grödner Joches gibt es eine Reihe von kostenpflichtigen Parkplätzen. Der hinter dem Gasthof Frara ist optimal gelegen.

Koordinaten

DD
46.549790, 11.808459
GMS
46°32'59.2"N 11°48'30.5"E
UTM
32T 715297 5158968
w3w 
///fackel.aufzucht.tore
Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

Buchtipps für die Region

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Kartentipps für die Region

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Ausrüstung

Bergwanderausrüstung.

Wer sich nicht ganz sicher ist, nimmt Klettersteigausrüstung mit. Meine Einschätzung dazu: Sehr viele gehen die Tour ohne Klettersteigausrüstung. Viele gehen mit Klettersteigausrüstung. Davon wiederum wundern sich einige, warum sie die Klettersteigausrüstung dabei hatten.

Die Tour ist in Abschnitten etwas ausgesetzt. Richtig klettern muss man aber nicht.  

Grundausrüstung für Bergtouren

  • Feste, bequeme und wasserdichte Bergschuhe oder Zustiegsschuhe
  • Kleidung im Mehrschicht-Prinzip mit Feuchtigkeitstransport
  • Wandersocken
  • Rucksack (mit Regenhülle)
  • Sonnen-, Regen- und Windschutz (Hut, Sonnencreme, wasser- und winddichte Jacke und Hose)
  • Sonnenbrille
  • Teleskopstöcke
  • Ausreichend Proviant und Trinkwasser
  • Erste-Hilfe-Set mit Blasenpflaster
  • Biwaksack/Survival Bag
  • Rettungsdecke
  • Stirnlampe
  • Taschenmesser
  • Signalpfeife
  • Mobiltelefon
  • Bargeld
  • Navigationsgerät/Karte und Kompass
  • Notfallkontaktdaten
  • Personalausweis

Technisches Equipment

  • Ggf. Kletterhelm
  • Die Listen für die „Grundausrüstung“ und die „technische Ausrüstung“ werden auf der Grundlage der gewählten Aktivität erstellt. Sie erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit und dienen lediglich als Vorschläge, was du einpacken solltest.
  • Zu deiner Sicherheit solltest du alle Anweisungen zur ordnungsgemäßen Verwendung und Wartung deines Geräts sorgfältig lesen.
  • Bitte vergewissere dich, dass deine Ausrüstung den örtlichen Gesetzen entspricht und keine verbotenen Gegenstände enthält.

Fragen & Antworten

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Bewertungen

4,0
(6)
Erik B 
24.08.2021 · Community
Piz Boe ist sehr überlaufen. Ein schöner Gipfel ist es nicht. Der Weg dahin aber schon. Der Abstieg durchs Mittagstal ist durch eine Mörane oben komplett weggebrochen und somit nicht mehr begeh- oder findbar. Von Sicherungen braucht man gar nicht reden. Mit Steigeisen und Eispickel würde es übers steile Schneefeld wohl gehen. Ohne ging es nicht.
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Gemacht am 24.08.2021
Wolfgang B.
16.09.2020 · Community
Sehr schöne Tour. Die Stahlseilpassagen sind einfach und können auch ohne Klettersteigset gemacht werden. Wie man zu der Klassifizierung "mittel" kommt erschließt sich mir nicht. Ich würde die Wanderung eher in die Kategorie "schwer" einordnen. Achtung: Der Abstieg durch das Mittagstal ist momentan nicht zu empfehlen. Die Seilversicherung ist nicht mehr vorhanden. Im September 2020 gab es noch Altschneefelder die aufgrund des extremen Gefälles nicht bzw. mit Steigeisen nur sehr schwer passierbar sind.
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Gemacht am 09.09.2020
Christopher Simon
11.09.2020 · Community
Schöne Tour. Nur bei gutem Wetter empfehlenswert, ein Klettersteigset ist ratsam.
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Fotos von anderen

Rückblick auf Klettersteig nach dem Aufstieg
Blick zurück in Richtung Pisciadu Hütte
Impressionen unterwegs
+ 9

Bewertung
Schwierigkeit
schwer
Strecke
14,8 km
Dauer
7:40 h
Aufstieg
1.482 hm
Abstieg
1.482 hm
Höchster Punkt
3.149 hm
Tiefster Punkt
1.991 hm
mit Bahn und Bus erreichbar aussichtsreich Einkehrmöglichkeit Gipfel-Tour ausgesetzt Rundtour versicherte Passagen

Statistik

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Karten und Wege
Strecke  km
Dauer : h
Aufstieg  Hm
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