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Auf den Nodice

Bergtour · Garda Trentino
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Athesia
  • Vom Gipfel des Nodice genießt man einen packenden Tiefblick auf die oberste Seebucht und Riva
    Vom Gipfel des Nodice genießt man einen packenden Tiefblick auf die oberste Seebucht und Riva
    Foto: Athesia
m 800 700 600 500 3,0 2,5 2,0 1,5 1,0 0,5 km
leicht
Strecke 3,4 km
1:47 h
301 hm
292 hm
Felskanzel über dem obersten See
Von Kanzeln herab wird gemeinhin gepredigt, werden Wahrheiten unters Volk gebracht. Sie bieten aber auch einen guten Überblick, vor allem dann, wenn so eine Kanzel aus Kalkfels besteht und zufällig hoch über dem Fjord des oberen Gardasees steht. Dann wird alles Reden überflüssig, steht man staunend vor einer grandiosen Kulisse. 800 Meter tiefer kräuselt sich das Wasser im Wind, aus dem wilden Mündungsgraben des Val di Ledro windet sich die alte, 1851 eröffnete Ponalestraße – heute ein beliebter Bikertrail – über ein paar Serpentinen herauf, direkt gegenüber ragt die Cima Capi (909 m) in den Himmel, links dahinter die Cima Rocca und darüber die Rocchetta (1540 m). An den Fuß des schroffen Massivs schmiegt sich das Hafenstädtchen Riva, etwas Abstand zum See hält dagegen Arco mit seinem Wahrzeichen, dem steilen Burgfelsen. Zwischen Riva und Torbole erhebt sich wie eine halbseitig abgeschmolzene Eistorte der von einem Antennenstachel gekrönte Monte Brione (374 m), an seinem Ostfuß mündet die Sarca. Durch ihr Tal schaut man hinauf bis zur Paganella (2098 m), auch sie mit modernem Gipfelschmuck. Bei Föhn reicht die Sicht nach Norden mitunter bis zur weißen Zackenlinie des Alpenhauptkamms. Seine Dramatik bezieht die Aussicht vom Nodice (855 m) aber aus der vielfach gebrochenen Uferlinie, an der Wasser und Fels sich berühren, die grauen Kalkmauern fast senkrecht aus den Tiefen des Sees emporschießen.

Der felsige Kopf des Nodice (Cima di Lè, 855 m) erhebt sich nördlich über Pregàsina, der markierte Gipfelanstieg beginnt aber südlich vor dem Ort. Man spaziert also zunächst in die »falsche« Richtung, vorbei an der Kirche San Giorgio, bis auf der Höhe des Dos de Cala (576 m) SAT-Schilder nach rechts weisen. Ein betoniertes Sträßchen führt sehr steil bergan, wird dann zum Karrenweg. An der nächsten Verzweigung (ca. 700 m) heißt es erneut: rechts (Markierung 429). Wenig weiter zweigt – wieder rechts – der Zugang zur »Scala Santa« ab (Hinweisschild). Er führt hinter einem abgespalteten Turm hindurch, dann links aufwärts zu einer Grotte und anschließend über aus dem Fels geschlagene Stufen (Drahtseil) zu den Schützengräben und Kavernen im Gipfelbereich. Der Gipfel ist so löchrig wie ein Schweizer Käse; er wurde von den Alpini zu einer richtigen Bergfestung ausgebaut (Vorsicht beim Betreten von Kavernen und Stollen, zum Ledrotal hin steile Felsabbrüche!). Der Abstieg führt westseitig in die

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