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Bergtour

3 Gipfel auf einen Streich: Monte Stevia, Piz dala Pieres und Piz Duleda

Bergtour · Gröden Dolomiten
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Dieter W
Karte / 3 Gipfel auf einen Streich: Monte Stevia, Piz dala Pieres und Piz Duleda
m 2500 2000 1500 20 18 16 14 12 10 8 6 4 2 km

Große Runde in der Puez-Gruppe:

Von Wolkenstein über den Expresssteig auf den Monte Stevia. Anschl. weiter zum Piz da la Pieres und schließlich noch zum Piz Duleda.

Rückweg über den Nives-Klettersteig und die Roa-Scharte zur Regensburger Hütte.

Anforderungen: Ausdauer und Konzentration. Abschüssiges Gelände erfordert Trittsicherheit, hin und wieder gibt es leichte Kletterei.

Mögliche Zwischenstationen: Stevia-Hütte (2312m), Regensburger Hütte (2040m), Juac-Hütte (1905m).

schwer
Strecke 20,3 km
7:45 h
1.900 hm
1.900 hm
2.909 hm
1.540 hm

Tourdaten:

Datum: Fr, 29.06.2018

Start 9:20 in Wolkenstein, Ende 17:06 an gleicher Stelle. Etwa 90min für 3 Gipfelaufenthalte + sonstige kleine Pausen.

Die angegebene Zeit erfordert Fitness! Man darf sich aber gerne auch mehr Zeit lassen, die gesamte Runde ist für den geübten Bergwanderer nicht so schwierig wie vorher beim Studium des Kartenmaterials eingeschätzt.

Ein großer Vorteil dieser Route: Abkürzungen sind jederzeit möglich durch vorzeitigen Abstieg bei der Pizascharte, der Sielesscharte oder der Nivesscharte. Insofern kann man das hier beschriebene Gipfel-Tripel ganz entspannt angehen ;-)

Die angegebenen Höhenmeter sind barometrisch bestimmt.

Details zur Strecke unter Wegbeschreibung.

Schwierigkeit
schwer
Technik
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Gefahrenpotenzial
Höchster Punkt
Piz Duleda, 2.909 m
Tiefster Punkt
Wolkenstein, 1.540 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez

Start

Wolkenstein Nivesplatz (1.539 m)
Koordinaten:
DD
46.556076, 11.755896
GMS
46°33'21.9"N 11°45'21.2"E
UTM
32T 711243 5159524
w3w 

Ziel

= Start (Rundtour)

Wegbeschreibung

Start am Nivesplatz in Wolkenstein auf 1540m Höhe. Von hier aus in nördlicher Richtung zunächst über Weg 17 zum Ortsteil Daunei (steil!). Im Ort zweigt man rechts Richtung Kreuzweg ab (flaches Wegstück) und 150m weiter wieder links nach Norden.

Kurze Zeit später verweigt sich der Weg: hier geht es rechts auf den Weg 17A Richtung Steviahütte. Auf einigen Karten ist der folgende Anstieg als Expresssteig ausgewiesen, und in der Tat: ohne Pause geht es bergan, und man kann bei gutem körperlichem Zustand schnell an Höhe gewinnen.

Ziemlich genau bei 2000m Höhe öffnet sich dann die Landschaft: der Pfad wird schmaler und deutlich felsiger, aber auch viel interessanter als zuvor im Wald. Gleich zu Beginn ist findet sich in einer Rechtskehre ein schönes Bänklein, wo man die erste Aussicht genießen kann.

Weiter geht es im Zickzack nach oben, bevor man auf ein flacheres Stück gelangt, das in einem Beinahe-Halbkreis eine Art Schlucht umgeht: wunderbar! Im Scheitel befindet sich die Abzweigung zur Silvesterscharte, einer alternativen Aufstiegsmöglichkeit von der Juac-Hütte. Kurz davor kann man an einem Kreuz auf einer Wiese etwas abseits des Weges eine kleine Erholungspause mit Aussicht ins Tal einlegen.

Nach einem kleinen Zwischenabstieg steigt der Weg (jetzt Nr. 17) erneut steiler an und führt schließlich zur Steviahütte auf 2312m. Witziges Erlebnis: wenige hundert Meter vor der Hütte kehrt ein Einheimischer doch tatächlich den Bergpfad - fast wähnt man sich in der Schweiz. Vermutlich wurden aber nur die Reste eines Steinschlags beseitigt.

Hinter der Steviahütte ändert sich die Landschaft völlig: ein weite grasbewachsene Hochebene mit entsprechend vielen Schafen. Trotzdem muss man nochmal 200Hm weiter hoch. Kurz bevor es wieder leicht bergab zur Piza-Scharte geht, sollte man sich auf jeden Fall die die Zeit nehmen, über Trittspuren oder auch querfeldein zwischen vielen Schafen hindurch zum "Gipfel" des Monte Stevia (2555m) zu gelangen. Einen richtigen Gipfel gibt es zwar nicht, dafür eine zerklüftete Felskante, die etwa 600m fast senkrecht zum Tal des Cislesbachs hinabstürzt.

Der Ausblick ist atemberaubend und war mit das Beste an der gesamten Tour!

Nach diesem Exkurs geht es kurz hinab zur Piza-Scharte (Abstieg zur Regensburger Hütte möglich) und von dort weitgehend eben in einem großen Halbkreis nach Osten, wobei einige  ausgedehnte Geröllfelder (nicht extrem steil) gequert werden müssen. Der nachfolgende Aufstieg ist an wenigen Stellen gesichert, zusätzlich helfen ein paar Holz-Tritthilfen über die steilsten Stellen, insgesamt eine eher harmlose Angelegenheit.

Schließlich befindet man sich auf der Hochebene des Col da la Pieres (2747m): eine etwas unwirtliche Gegend, aber mit eigenem Charme. Das Gipfelkreuz ist südlich vorgelagert und befindet sich nicht am höchsten Punkt. Hier lohnt sich die zweite Rast. Man blickt in südliche Richtung über das Langental zu den Cirspitzen, dahinter ragt der Sellastock in die Höhe. Trotzdem: Monte Stevia fand ich beeindruckender (natürlich subjektiv).

Nach der wohlverdienten Pause geht es zurück und über das Hochplateau. Noch schnell ein Foto-Shooting am höchsten Punkt für eine deutsche Mädelsgruppe, dann hinab durch die Steilwand. Diese ist gar nicht so schwer, obwohl sie kaum gesichert einiges an losem Gestein aufweist und v.a. von unten recht beeindruckend aussieht. Konzentration ist aber auf jeden Fall gefragt.

Es folgt ein kurzer Übergang zur Sielesscharte (2505m, Abstiegsmöglichkeit zum Roatal), bevor es - hin und wieder mit minimaler Kletterei - erneut aufwärts geht. Dieser Teil gehört bereits zum Dolomiten-Höhenweg 2, der kurze Teit später aber nach Osten Richtung Puezhütte abzweigt. Mein Weg hingegen (3B) steigt nach Norden weiter an, bis auf 2740m die Nivesscharte erreicht ist.

Für die letzten 170 Höhenmeter bis zum Piz Duleda zeigt ein Wegweiser 30min an. Das sollte eigentlich zu schaffen sein. Wer heute aber keine Lust mehr hat, kann auch gleich nach links abbiegen und so den Rückweg einläuten. Ich gönne mir den Anstieg selbstverständlich noch, bin in ehrgeizigen 17min oben (aber doch ziemlich außer Puste) und werde belohnt: die langgezogene Felsabbruchkante der Puezspitzen nach Norden ist spektakulär, fast ein bisschen beängstigend, wenn man ganz vorne am Abgrund sitzt ("hoffentlich bricht nicht gerade jetzt ein Stück ab..."), und der fast gleich hohe Peitlerkofel ist zum Greifen nah. Niemand hier sonst - kein Wunder: bis zur nächsten Bergbahn muss man doch eine Weile laufen. Nachdem ich mein 2.Vesper augepackt habe, leisten mir dann aber doch noch ein paar Bergdohlen Gesellschaft.

Nach 40min geht es auf den Rückweg. Wie immer ist man schneller unten als man oben noch glaubt, und die letzte Herausforderung lauert in Gestalt des Nives-Klettersteigs. "Klettersteig" ist ein wenig übertrieben, aber ein paar interessante Stellen gibt es doch, z.B. eine senkrechte Leiter und ein kleiner Kamin. 100Hm werden so schnell überwunden, und nahe des unteren Ausstiegs zweigt offenbar ein kleiner Pfad zu einer Aussichtsstelle ab, den ich vor Ort aber übersehen und erst nachträglich auf der Karte entdeckt habe. Egal - heute gab es schon genügend Aussicht, und der nächste Abschnitt verläuft wieder weitgehend eben über ein paar Geröllfelder bis zur Roascharte (2617m), der offiziellen Grenze zwischen Puez- und Geisler-Gruppe.

Ab hier folgt dann ein längerer Abstieg durch das Roatal, der aber gar nicht so langweilig ist, wie man nach dem Kartenverlauf denken könnte, und bei zügiger Gehweise gelangt man schon nach 40min in das breite (ausgetrocknete) Bachbett des Cislesbachs. Dieses begeht sich weitere 20min etwas mühsam, weil infolge fehlender Markierungen und reichlich vorhandenem grobem Geröll die eingeschlagene Richtung ständig korrigiert werden muss.

Am unteren Ende noch kurz durch ein idyllisches Waldstückchen und schon taucht die Regensburger Hütte (2040m) auf einer kleinen Anhöhe auf. Wer es nicht eilig hat, kann sich vor dem Talbabstieg hier etwas erholen und z.B. den empfehlenswerten Kaiserschmarren genießen.

Zum Schluss geht es dann in etwa 1h auf dem Highway Nr. 3 vorbei an der Juac-Hütte nach Daunei und schließlich zurück nach Wolkenstein.

Fazit nach knappen 8h: Klasse Tour - und nicht so überlaufen wie die bekannteren Gipfel. Aber: ich war eindeutig zu schnell! V.a. den Monte Stevia werde ich beim nächsten Mal ausführlicher genießen - ich komme bestimmt wieder!

Hinweis


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Koordinaten

DD
46.556076, 11.755896
GMS
46°33'21.9"N 11°45'21.2"E
UTM
32T 711243 5159524
w3w 
///kurzform.habe.verschob
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  • Rettungsdecke
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