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Alpinkletternempfohlene Tour

Steger-Direkte, Rosengartenspitze, Dolomiten (Rosengarten)

· 1 Bewertung · Alpinklettern · Dolomiten
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  • Rosengartenspitze; erkennbar ist der spitze nördliche Vorgipfel und der Hauptgipfel mit Gipfelkreuz
    / Rosengartenspitze; erkennbar ist der spitze nördliche Vorgipfel und der Hauptgipfel mit Gipfelkreuz
    Foto: Simone Spörckmann, CC BY-SA, DAV Sektion Duisburg
  • / Stand am Ende der 1. Seillänge
    Foto: Thomas Schwindt, CC BY-SA, DAV Sektion Duisburg
  • / 2. Seillänge vom 1. Stand aus
    Foto: Thomas Schwindt, CC BY-SA, DAV Sektion Duisburg
  • / Stand am Ende der 3. Seillänge
    Foto: Thomas Schwindt, CC BY-SA, DAV Sektion Duisburg
  • / 3. Seillänge vom 2. Stand aus
    Foto: Bianca Drerup, CC BY-SA, DAV Sektion Duisburg
  • / 3. Seillänge vom 3. Stand aus
    Foto: Bianca Drerup, CC BY-SA, DAV Sektion Duisburg
  • / 4. Seillänge vom 3. Stand aus, kurz vor der Schlüsselstelle
    Foto: Thomas Schwindt, CC BY-SA, DAV Sektion Duisburg
  • / 5. Seillänge vom 4. Stand aus
    Foto: Bianca Drerup, CC BY-SA, DAV Sektion Duisburg
  • / 5. Seillänge vom 5. Stand aus
    Foto: Thomas Schwindt, CC BY-SA, DAV Sektion Duisburg
  • / Stand am Ende der 5. Seillänge
    Foto: Thomas Schwindt, CC BY-SA, DAV Sektion Duisburg
  • / 6. Seillänge vom 6. Stand aus
    Foto: Thomas Schwindt, CC BY-SA, DAV Sektion Duisburg
  • / Stand am Ende der 6. Seillänge
    Foto: Thomas Schwindt, CC BY-SA, DAV Sektion Duisburg
  • / 7. Seillänge vom 6. Stand aus
    Foto: Thomas Schwindt, CC BY-SA, DAV Sektion Duisburg
  • / Stand am Ende der 8. Seillänge
    Foto: Thomas Schwindt, CC BY-SA, DAV Sektion Duisburg
  • / 9. Seillänge vom 8. Stand aus
    Foto: Thomas Schwindt, CC BY-SA, DAV Sektion Duisburg
  • / 10. Seillänge vom 9. Stand aus
    Foto: Bianca Drerup, CC BY-SA, DAV Sektion Duisburg
  • / Stand am Ende der 10. Seillänge
    Foto: Thomas Schwindt, CC BY-SA, DAV Sektion Duisburg
  • / 11. Seillänge vom 10. Stand aus
    Foto: Thomas Schwindt, CC BY-SA, DAV Sektion Duisburg
  • / 12. Seillänge vom 12. Stand aus
    Foto: Thomas Schwindt, CC BY-SA, DAV Sektion Duisburg
  • / Stand am Ende der 12. Seillänge
    Foto: Thomas Schwindt, CC BY-SA, DAV Sektion Duisburg
  • / 13. Seillänge vom 12. Stand aus
    Foto: Thomas Schwindt, CC BY-SA, DAV Sektion Duisburg
  • / 14. Seillänge vom 14. Stand aus
    Foto: Thomas Schwindt, CC BY-SA, DAV Sektion Duisburg
  • / Stand am Ende der 14. Seillänge
    Foto: Thomas Schwindt, CC BY-SA, DAV Sektion Duisburg
  • / 15. Seillänge vom 14. Stand aus
    Foto: Thomas Schwindt, CC BY-SA, DAV Sektion Duisburg
  • / 15. Seillänge vom 15. Stand aus
    Foto: Thomas Schwindt, CC BY-SA, DAV Sektion Duisburg
  • / 16. Seillänge vom 15. Stand aus
    Foto: Bianca Drerup, CC BY-SA, DAV Sektion Duisburg
  • / 16. Seillänge vom 16. Stand aus
    Foto: Thomas Schwindt, CC BY-SA, DAV Sektion Duisburg
  • / Stand am Ende der 16. Seillänge
    Foto: Thomas Schwindt, CC BY-SA, DAV Sektion Duisburg
  • / 17. Seillänge vom 16. Stand aus
    Foto: Thomas Schwindt, CC BY-SA, DAV Sektion Duisburg
  • / 17. Seillänge vom 17. Stand aus
    Foto: Bianca Drerup, CC BY-SA, DAV Sektion Duisburg
  • / 18. Seillänge vom 17. Stand aus
    Foto: Bianca Drerup, CC BY-SA, DAV Sektion Duisburg
  • / Gipfelkreuz
    Foto: Bianca Drerup, CC BY-SA, DAV Sektion Duisburg
  • / gut eingerichtete Abseilstellen im Normalweg
    Foto: Bianca Drerup, CC BY-SA, DAV Sektion Duisburg
m 3200 3000 2800 2600 2400 2200 2000 3,5 3,0 2,5 2,0 1,5 1,0 0,5 km Rosengartenspitze (2981 m) Rifugio Vajolet Rifugio Vajolet
600 Meter zieht sich die Ostwand empor, bevor sie sich abflacht und zum Gipfel strebt. Die Klettertour folgt der logischen Linie gewaltiger Risse. Ein Meisterstück der Stegers.
schwer
Strecke 3,9 km
10:00 h
738 hm
738 hm
2.981 hm
2.243 hm
Wer unter der Ostwand der Rosengartenspitze steht und mit dem Auge den herrlichen großen Rissen folgt, der erahnt die kletterbare Linie bereits. Sich in die Höhe ziehend leiten sie empor zum Gipfel. Ein tagesfüllendes Unterfangen lockt. Mit 20 SL und weiteren 70 Hm durch leichtes Gelände (UIAA II) geht es zum Gipfel. Danach folgt als Dreingabe der Grat des Normalweges im Abstieg.

Autorentipp

  • Nach gelungener Durchsteigung der Wand sollte man auf der Terrasse der Vajolet-Hütte noch den Blick zurück suchen.
Profilbild von Thomas Schwindt
Autor
Thomas Schwindt 
Aktualisierung: 04.09.2021
Schwierigkeit
VI-schwer
Kondition
Erlebnis
Landschaft
Gefahrenpotenzial
Höchster Punkt
Rosengartenspitze, 2.981 m
Tiefster Punkt
Vajolet-Hütte, 2.243 m
Beste Jahreszeit
Jan
Feb
Mär
Apr
Mai
Jun
Jul
Aug
Sep
Okt
Nov
Dez
Exposition
NOSW
Zustieg
130 m, 1:00 h
Wandhöhe
600 m
Kletterlänge
800 m, 7:00 h
Abstieg
738 m, 2:00 h
Standplätze
Normalhaken, mobile Sicherungsmittel
Zwischensicherung
Normalhaken, mobile Sicherungsmittel
Seillänge
2 x 50 m
Erstbegehung
H. Steger, P. Wiesinger, F. Masé Dari und S. Lechner 1929

Einkehrmöglichkeiten

Rifugio Vajolet

Start

Vajolet-Hütte (2.246 m)
Koordinaten:
DD
GMS
UTM
w3w 

Ziel

Vajolet-Hütte

Wegbeschreibung

Zustieg

Von der Vajolet-Hütte dem Wanderweg Nr. 584 nur kurz folgen, um direkt links noch vor dem links hochziehendem Weg 542 anzusteigen und unterhalb der Punta Emma nach Süden zu queren. Dem gut sichtbaren Weg folgend erreichen wir nach rund 30 Minuten einen mit großen Blöcken gespickten grünen Hang. Von ihm aus ist der Einstieg bereits gut sichtbar. Noch einige Höhenmeter überwindend geht es zu dem vorgelagerten Sockel. In leichter Kletterei (UIAA II) steigen wir ihn von links nach rechts zum Einstieg am Ende der 1. Seillänge empor (2 Bohrlaschen mit Schlinge).

Kletterbeschreibung

1. SL (II) Ein kleiner Vorbau leitet von links nach rechts zum eigentlichen Beginn der Kletterei (40m). Der Stand ist mit zwei Bohrlaschen und einer Schlinge gut sichtbar markiert. Ab hier beginnt das Vergnügen.

2. SL (IV+) Schräg rechts zur gut sichtbaren Verschneidung empor gibt uns ein Haken Sicherheit. Die Verschneidung wird beim ersten linken Riss verlassen, eine weitere Verschneidung gequert und an einer Platte mit zwei Haken nach kurzen 20m Stand gemacht.

3. SL (V) Der gelbe Fels sieht splittrig aus, doch entpuppt er sich als erstaunlich fest. Kleine Griffe in der Verschneidung lassen einen wehmütig an Magnesium denken, doch die sanfte Brise trocknet die Hände schnell wieder ab. Zahlreiche Normalhaken weisen den Weg hinauf, so dass man sich nicht verzählen sollte, damit man beim Siebten nach links ausquert und an der Kante aufsteigend zum Stand gelangt (30m). Zwei Haken geben hier genug Sicherheit für die kommende Schlüsselseillänge.

4. SL (VI-) Eine wunderbare Rissverschneidung erwartet den Aspiranten. Mit schöner Spreiztechnik und dem Spiel der Füße gelangt man wider erwarten recht einfach und ohne großen Kraftaufwand durch die Schlüsselstelle. Auch hier wurde an Haken nicht gespart. Der nachfolgende Stand an drei Haken ist für nun 11 SL der letzte mit soviel Metall (20m).

5. SL (IV) Rechts hochsteigend, doch unterhalb der gelben Wände bleibend, geht es bis zu einer Rinne die direkt zu einem kleinen Dach aufwärts leitet. Vor diesem leicht nach links einen Haken mitnehmend geht es zum Stand an einem Köpfel (35m).

6. SL (V) Nach einer kurzen Querung nach links steigt man in einer Rinne soweit an, bis links ein großes Köpfel als Stand einlädt (50m).

7. SL (IV+) Am angedeuteten Pfeiler über dem Stand hinaufsteigen und am Ende nach rechts queren (2 Haken). Nun weiter rechtshaltend über die gelbe Rampe aufsteigen bis zum Stand an zwei Haken (35m).

8. SL (IV+) Zunächst dem Riss und dem angedeuteten Kamin nach oben folgen. Vor der Verschneidung nach links und vor der linken Schuppe über eine Rampe nach rechts zum Stand an einem Haken (30m).

9. SL (V) Angenehm spreizend über mehrere größe Klemmblöcke hinweg, geht es zunächst durch den Kamin, um dann nach links über die Wand auszustiegen. Vor einer Schuppe (links) findet sich eine SU für den Stand (40m).

10. SL (IV+) Nun folgt man der steilen Rinne weiter aufwärts an einem Haken vorbei bis zum links befindlichen Köpfel (45m).

11. SL (IV) Auch diese Seillänge führt uns durch eine zerklüftete steile Rinne erneut 45m aufwärts.

12. SL (IV) Weitere Meter gewinnen wir in der Rinne bis zu einem Stand, die durch eine Schlinge gut sichtbar ist (35m).

13. SL (V+) Anfänglich umgehen wir den breiten und tiefen Riss linkshaltend und kommen danach zurück, um an drei Haken die Schwierigkeit spreizend zu meistern. Ein leichter Auslauf leitet zur Wand. Rechts steigt eine Rinne empor, an dessen Fuß wir Stand an zwei Haken machen (35m).

14. SL (IV) Über die Rampe an einem Haken kurz nach rechts querend und über ein Band zur inzwischen drei Haken erreichen wir den Stand (45m).

15. SL (IV) Einer Rampe nach rechts folgend umgehen wir den klotzartigen Vorbau und erklimmen ihn. Auf einer Kanzel an drei Haken Stand (20m).

16. SL (V+) Fast werden Erinnerungen an die dritte SL wach. Ebenso gelbes Gestein begrüßt einen in der 16. SL und zahlreiche Haken und Sicherungsmöglichkeiten zeigen einem den Weg. Kurz vorm Ausstieg der links am Schlund eines Kamins liegt, heißt es gut verlängern. Der Stand besteht aus einem rundgewaschene Köpfel und als Hintersicherung bieten sich rechts oberhalb Risse an (30m).

17. SL (V+) Der Beginn zeigt einem welche Wassermassen sich durch den Kamin hinabstürzen. Hier sollte man keinesfalls bei Regen sein. Die Felsen sind glattpoliert durch die Fluten, doch zu Beginn ist die Kletterschwierigkeit einfach, so dass der ehrfurchtsvolle Blick ohne nervliche Anspannung bleibt. Der Kamin weitet sich und herrliche Kletterei - mit drei Haken abgesichert - lässt einen stemmend und spreizend fast kraftlos an Höhe gewinnen. Der Stand befindet sich an einem bequemen Köpfel (30m).

18. SL. (III) Eigentlich endet an dieser Stelle die Kletterei. Die Dreierplatte ist gut griffig und der Gipfel zwar noch entfernt, doch bereits sichtbar. Das Seil ausgehend gelangt man zu einem beliebig zu wählendem Köpfel am breiten Grat (50m).

19. SL (II) und 20 SL (II) rund 100m geht es nun Richtung Gipfel den einfachsten Weg ausnutzend. Stand wie es einem beliebt. Am Ende verbleiben noch weitere 60-70m (I). Das Gipfelkreuz kommt erst kurz vor dessen erreichen zum Vorschein. Es belohnt mit Gipfelbuch und einem wunderbaren Blick.

Abstieg

Vom Gipfel folgen wir dem Grat Richtung Norden (Steinmännchen) zur Normalwegscharte (UIAA I-II). Bevor wir sie erreichen einmal abseilen (III). An ihr vorbei geht es rund 50 Meter weiter Richtung einer weiteren Scharte. Steinmänner weisen den Weg nach links zur Westwand, wo uns zahlreiche Abseilmöglichkeiten erwarten. Sie führen uns zur Aufstiegsrinne des Normalweges. Ehrfürchtig betrachten wir den polierten Fels. Mit zweimaligem Abseilen stehen wir am Grund. Von dort zur gut sichtbaren Santnerpasshütte. Hier folgen wir dem Weg 542 an der Gartlhütte vorbei absteigend zur Vajolet-Hütte.

Hinweis


alle Hinweise zu Schutzgebieten

Öffentliche Verkehrsmittel

Mit dem Bus von Bozen bis Pozza di Fassa. Dort mit dem Shuttlebus bis Gardeccia. Von Gardaccia aus zu Fuß bis zur Vajolethütte (45 Minuten).

Anfahrt

Von Norden kommend vor Bozen durch das Eggental und Welschnofen / Karersee ins Fassatal. Dort links Richtung Pozza di Fassa.

Parken

Kostenlose Parkplätz an der Lift- und Busstation in Pozza di Fassa.

Koordinaten

DD
GMS
UTM
w3w 
Anreise mit der Bahn, dem Auto, zu Fuß oder mit dem Rad

Buchempfehlungen des Autors

Mauro Bernardi: Klettern im Rosengarten und Umgebung

Kartenempfehlungen des Autors

Tobacco, Val di Fassa e Dolomiti Fassane, Bl. 06, 1:25.000

Buchtipps für die Region

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Kartentipps für die Region

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Ausrüstung

Normale Alpinausrüstung (NAA)

Es gibt zahlreiche Zusammenstellungen für eine NAA. Mein Vorschlag: Die DAV Sektion Duisburg hat auf ihrer Homepage in der Rubrik „Ausbildung“ eine Ausrüstungsliste für das Alpinklettern.


Fragen & Antworten

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Bewertungen

5,0
(1)
Wolfram Stein
12.08.2019 · alpenvereinaktiv.com
Spektakuläre Tour!
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Gemacht am 10.08.2015
Ausblick aus der Route
Foto: Wolfram Stein

Fotos von anderen


Bewertung
Schwierigkeit
VI-schwer
Strecke
3,9 km
Dauer
10:00 h
Aufstieg
738 hm
Abstieg
738 hm
Höchster Punkt
2.981 hm
Tiefster Punkt
2.243 hm
Rundtour aussichtsreich Gipfel-Tour Abseilpiste Abstieg zu Fuß

Statistik

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Karten und Wege
Strecke  km
Dauer : h
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