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Tisens

Geschichtliches und Gaumenfreuden

Südlich von Meran liegt das Tisner Mittelgebirge auf 600 m ü.d.M. Ins Dorfbild würfeln sich Burgen und Ansitze und beweisen, dass die Adeligen des Burggrafenamtes bereits vor Jahrhunderten wussten, dass sich in Tisens gut leben lässt.

Archäologische Ausgrabungen förderten prähistorische Funde zutage, die belegen, dass Tisens sonnige Hügel bereits in vorchristlicher Zeit besiedelt waren. Namentlich taucht der Ort erstmals um 590 n. Chr. auf, die Langobarden nannten ihre Niederlassung Tesana. Heute umfasst die Gemeinde die malerischen Dörfer Tisens, Prissian, Grissian, Naraun, Gfrill, Platzers und Schernag. Von den wohlhabenden Bewohnern des mittelalterlichen Tisens erzählen zahlreiche Burgen, Schlösser und Ansitze. Viele Gebäude stehen unter Denkmalschutz; die Neubauten wurden bewusst an die alte Baustruktur angepasst.
Die Pfarrkirche Maria Himmelfahrt in Tisen stammt aus dem 12. Jh. Einst im romanischen Stil gehalten, wurde sie im 16. Jh. gotisch umgebaut. Bemerkenswert sind die feinlinigen Glasgemälde, die um 1520 in Augsburg gefertigt wurden.
Eine besondere historische Eminenz beherbergt Schloss Katzenzungen. Hier wächst ein Weinstock, von dem man sich erzählt, er sei über 600 Jahre alt. Laut aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen hat der Rebstock immerhin ein stolzes Alter von 350 Jahren und ist somit der wohl älteste Rebstock Südtirols. Über ganze 300 m² breitet sich sein Blätterwerk aus.

In Tisens ist gut Keschtn essen
Allherbstlich schmücken sich Tisens Kastanienbäume vielversprechend mit stacheligen Kugeln, wer Tisens Küche kennt, dem läuft in Vorfreude das Wasser im Mund zusammen. Weithin sind die Tisener Edelkastanien für ihren exquisiten Geschmack bekannt. Sie werden geröstet pur gegessen, man verarbeitet sie aber auch zu allerlei Köstlichkeiten wie den süßen Kastanienherzen und den herzhaften Kastanienkrapfen. Ihrer schmackhaften Nuss haben die Tisener ein Fest gewidmet: beim „ Keschtn Riggl“ im Oktober wird gegessen, gefeiert und getanzt.

Weite  Aussicht und weite Wälder
Von den Fraktionen, allesamt in unberührter Natur gelegen, führen Wanderpfade durch den Wald.
Wenn die Bäume sich lichten, ragt im Norden die Texelgruppe in den Himmel, im Süden leuchtet allabendlich der Rosengarten.
In der Fraktion Prissian führt ein Schlossrundweg an den beeindruckenden Burgen des Ortes vorbei. Im idyllisch gelegenen Weiher dümpeln in Nauran die Frösche. In der Nähe, auf dem Hügel Hippolyt, traten Funde aus der späten Steinzeit, Bronze- und Eisenzeit zutage. Heute steht hier ein Kirchlein, die Aussicht ins Burggrafenamt ist bemerkenswert.
Im Hauptort Tisen lockt ein Wanderweg der besonderen Art: Am Filzkunstwanderweg werden Kunstwerke aus einheimischer Schafswolle ausgestellt, die Werke fügen sich erstaunlich natürlich in die Landschaft. Über Allem ragt die Tisner Gall, der Berg lässt sich mit Wanderschuh und Rad erobern.

 

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