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Taufers im Münstertal

Grenzgänger

Das Münstertal, oder auch Val Müstair, erstreckt sich über 25km vom Vinschgau nach Westen in die Schweiz bis zum Ofenpass.

Die Gemeinde Taufers im Münstertal nimmt etwa ein Drittel des Münstertales ein und ist damit auch die westlichste Gemeinde Südtirols. Die Ortschaft Taufers selbst entwickelt sich auf einer Länge von beinahe 1,5km entlang der Hauptstrasse, alle wesentlichen öffentlichen Einrichtungen befinden sich hier. Dazu kommen noch die kleinen Weiler Rifeir und Schlossoir (Oberrifair), Puntweil, die erst im 19. Jahrhundert entstandene Grenzsiedlung und die verstreut am Sonnenhang über Taufers liegenden Tellahöfe.

Die zahlreichen räteromanischen Flurnamen zeugen von der bewegten Geschichte dieses Seitentales des Vinschgau. Bis hinein ins 17. jahrhundert war Räteromanisch die einzige Sprache in der Region. Während auf der Schweizer Seite im heutigen Engadin diese aus dem Vulgärlatenischen entstandenen Sprache weiterhin gepflegt wird, wird im Münstertal Deutsch und als Zweitsprache Italienisch gesprochen. Zahlreiche Orts- und Flurnamen bewahren aber das räteromanische Erbe.

Im Frühmittelalter gehörte der Vinschgau zu Churrätien und zum Bistum Chur, das Münstertal war damit die wichtigste Verbindungsstrasse und wurde entsprechend bewacht. Die Burgruinen Rotund und Reichenberg, erbaut im Hochmittelalter, zeugen von dieser Zeit. Aus dem 12. und 13. Jahrhundert stammt die romanische Kirche St. Johann mit ihren bedeutsamen Fresken.

Taufers im Münstertal grenzt unmittelbar an südlich liegenden den Nationalpark Stilfser Joch, im Norden liegt die Sesvennagruppe. In der unmittelbaren Umgebung von Taufers warten also zahlreiche 3000er auf fitte Wanderer und Alpinisten. Wer lieber in moderaten Höhen bleibt, findet auf dem Stundenweg zwischen der Abtei Marienberg und dem Kloster St. Johann in Müstair viel Kultur, Landschaft und Panorama. Rennradfahrer und Mountainbiker starten von hier Richtung Umbrailpass um sich den Herausforderungen des hochalpinen Geländes zu stellen.

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