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Südtiroler Wein

Lange Tradition

Südtiroler Wein ist vielseitig, nuancenreich, von fruchtig leicht zu vollmundig schwer, weiss und rot. Der Südtiroler Wein hat viele Gesichter, wird bereits seit der Römerzeit angebaut und passt zu fast jedem Gericht.

Die ältesten archäologischen Funde von Traubenkernen in Südtirol gehen zwar zürück bis in die Eisenzeit, doch stammen die ersten dokumentierten Quellen von den Römern. Sie schätzten den Wein aus Rätien in einer Zeit, als das Gebiet noch nicht unter Römischer Besetzung stand.

Über Jahrhunderte nahm der Weinanbau in Südtirol zu. Im Mittelalter und in der Habsburgerzeit hatte der Südtiroler Weinbau seinen ersten Höhepunkt erreicht. Die zahlreichen Weinhöfe versorgten das Land und die umliegenden Habsburger Regionen. Die produzierte Weinmenge nahm aufgrund immer besserer Anbaumethoden rasant zu, bis es im 20. Jahrhundert zu mehreren Weinbaukrisen kam.

Die Reblaus, der erste Weltkrieg und die Abtrennung Südtirols vom Habsburgerreich erschwerten die Weinbauwirtschaft Südtirols. In den 1980er hatte der Quantitätsgedanke in der Südtiroler Weinproduktion seinen Höhepunkt erreicht. Ein rascher Wandel hin zum qualitativ hochwertigen Südtiroler Wein wurde angestrebt. Die Einführung der Ursprungsbezeichnung DOC und die starke Zunahme der 0,75 l-Flaschenabfüllung verschaffte dem Südtiroler Wein mehr Aufmerksamkeit im internationalen Weinhandel.

Die am längsten heimischen Südtiroler Weinsorten sind der Vernatsch, Lagrein, Blauburgunder bei den Rotweinen und der Gewürztraminer, Riesling, Rosenmuskateller bei den Weissweinen. Die Sortenpalette der angebauten Weine in Südtirol ist damit bei weitem nicht vollständig. Bei den  Rotweinen wurden in den letzten Jahrzehnten vermehrt auch auf Cabernet und Merlot gesetzt, die "Neuankömmlinge" bei den Weissweinen sind hingegen der Chardonnay, Sauvignon, Müller Thurgau, der Weissburgunder und der Ruländer.

Die Hauptanbaugebiete der Südtiroler Weine sind der Bozner Raum mit der bekannten Weinlage Magdalena, das Überetsch mit der Gegend um den Kalterer See, das Unterland und das Burggrafenamt für hauptsächlich Rotweine und das Eisacktal für die Weissweine. Die teilweise prägnanten klimatischen Unterschiede in Südtirol haben die vollmundigen Rotweine eher in die mediterran-warmen Gegenden zum Anbau gebracht und die eher fruchtig-leichten Weissweine in die vorrangig kühleren Lagen angesiedelt.

Die kleine Weinbauregion Südtirol mit ihren rund 5000 Hektar Weinbaufläche ist in den vergangen beiden Jahrzehnten zu einem der qualitativ-höchststehenden Weinproduzenten Europas aufgestiegen. Bei den Weissweinen ist Südtirol mittlerweile im Verhältnis zur Anbaufläche, die meist prämierte Region Italiens.
 

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