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St.Martin in Passeier

Dorf, Berg, Fluss

Verwinkelte Gassen winden sich zwischen historischen Bauten. Holzbalkone und Geranien. Gemütliche Cafés, Plasterstein, Fresken auf den Fassaden. St. Martin in Passeier. Ringsum liegen sanfte Hügel, Nadelbäume klettern die Berghänge hinauf. Neben dem Dorf rauscht der Passerfluss.

St. Martin liegt am Talboden des Passeiertales. Hirzer und Matatzspitz schauen aus luftigen Höhen aufs Dorf hinunter, auf den Bergkämmen liegt noch lange Schnee, wenn im Dorf der Frühling sich von seiner schönsten Seite zeigt. Die Gemeinde umfasst die Fraktionen Saltaus, Quellenhof, Kalmtal, idyllische Dörfer in der Ebene, Bergkulisse inklusive.
Ried, Flon, Matatz und Christl liegen allesamt über 1000 m ü.d.M., sonnenfreundliche Weiler an den Berghängen.
Hauptort ist St. Martin auf 597 m ü.d.M., er liegt ca. 16 km von Meran entfernt. Im 12 Jh. entstand die Siedlung am Ufer der Passer, erwähnt wird sie in der Geschichtsschreibung erstmals im Zusammenhang mit einem Kirchenbau: einstmals im gotischen Stil erbaut, zeigt sich die Pfarrkirche von St. Martin in Passeier heute barock. Das Kircheninnere beeindruckt mit einer reichen Freskenausstattung, die vom künstlerischen Können der Passeirer Malschule zeugt, deren Sitz in St. Martin lag. Die Kunstschule bestand von 1719-1845, barocke Fassadengemälde schmücken zahlreiche Hauswände im Dorf.

Des Bauerns alte Schlösser
Im Gemeindegebiet von St. Martin stehen mehrere Schildhöfe, historische Gehöfte, die nur im Passeiertal zu finden sind. Die burgähnlichen Bauten sind oftmals zinnenbekrönt, Türme und Dachreiter schmücken die Dächer. Wieso konnten sich einige Bauern des Passeiertales solch mächtige Ansitze leisten? Im 13 Jh. wurden sie vom Grafen Albert von Tirol zu Schildknappen ernannt, gehörten von nun an dem niederen Adelsstand an und genossen im Tal  eine Sonderstellung. 7 der prächtigen Bauten stehen im Gemeindegebiet von St. Martin, der beeindruckendste ist der Schildhof Steinhaus oberhalb des Dorfes. Ein kürzlich eröffneter Rundweg, der in Saltaus seinen Anfang nimmt, führt auf einem angenehmen Kiespfad an den alten Gehöften vorbei. Der Rückweg verläuft idyllisch entlang der Passer. Unweit des Schildhofes Steinhaus beginnt auch der Steinhauser Waalweg, sanft schlängelt sich der Weg durch den Wald. Der Waal führt zwar kein Wasser mehr, aber immer wieder kreuzen Wasserläufe den Pfad.

Mitten im Naturpark der Texelgruppe gelegen, bieten sich zahlreiche Wanderwege für Erkundungstouren der mannigfaltigen Landschaft an.
Der Europäische Fernwanderweg läuft durch St. Martin, wer ihm folgt gelangt zur bekannten Pfandleralm. Hier versteckte sich der Freiheitskämpfer Andreas Hofer, hier wurde er gefangen genommen und zur Hinrichtung nach Mantua gebracht. Der Wanderweg läuft aus steinigen Pfaden weiter über die Berge Richtung Meran.
Bergfreunde nutzen die Seilbahn in der Fraktion Saltaus, innerhalb kurzer Zeit findet man sich auf 2000 m an den Hängen des Hirzer wieder, hier winden sich aufregende Wanderrouten über den Berg.
Wer nach der Wanderung noch seinen Abschlag perfektionieren möchte, findet dazu Gelegenheit auf dem nahe gelegenen Golfplatz.

 

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