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St.Leonhard in Passeier

Freie Sicht, freiheitsliebender Sohn

St. Leonhard in Passeier liegt mit dem Gesicht in der Sonne auf 693 m ü.d.M. Im Rücken schlängelt sich das Passeiertal durch die Bergmassive und trifft auf das Wannser Tal. Die Texelgruppe, die Sarntaler-, Stubaier- und Ötztaler-Alpen bilden eine imposante Kulisse. In St. Leonhard wurde der bekannte Freiheitskämpfer Andreas Hofer geboren.

Die Gemeinde umfasst die Fraktionen Walten, Schweinsteg, Prantach, Mörre, Gomion, Glaiten und Schlattach. Hauptort ist St. Leonhard, ein Dorf auf grünen Wiesen zwischen Nadelwald, der die Berghänge empor klettert. Im Jahr 1116 wurde hier eine Pfarrkirche gebaut, die vom Bischof Gebhard von Trier eingeweiht wurde. Im 13. Jahrhundert ging der klerikale Bau an den deutschen Orden über, die Deutschordensritter vergrößerten die Kirche um ein Pilgerhospiz, um die Einrichtung wuchs mit der Zeit eine Dorfgemeinde. Davon, dass St. Leonhards Geschichte aber noch viel weiter zurückreicht, zeugen Siedlungspuren auf dem Kirchhügel von St. Hippolyt aus der Bronzezeit.
Heute präsentiert sich St. Leonhard einladend mit geschlungenen Gassen zwischen den Häusern, kleine Geschäfte und gemütliche Cafés laden zum Bummeln und Verweilen ein. 

Andreas Hofer- St. Leonhards prominentester Sohn
In die Geschichte ging er ein als der Mann, der seine Truppen mehrmals siegreich in den Kampf gegen die bayrische und französische Besetzung führte. 1810 wird er im Passeiertal gefangen genommen. Kultstatus erlangten die Worte, die er in Mantua seinem Exekutionskommando zugerufen haben soll: „Ach, wie schießt ihr schlecht.“
Hofers Geburtshaus beherbergt seit dem Jahr 2002 das MuseumPasseier; hier werden die Südtiroler Freiheitskämpfe anschaulich von allen Seiten beleuchtet und objektiv dargelegt. Teil ist auch das Volkskundemuseum, der Besucher erhält Informationen über die von bäuerlicher Kultur geprägte Geschichte des Passeiertales, auf der Wiese vor dem Haus stehen unter freiem Himmel begehbare Originalbauten aus vergangenen Jahrhunderten.
Von den tragischen Seiten des Befreiungskrieges erzählt der Franzosenfriedhof, am Ufer der Passer sind 230 französische Soldaten begraben, die im Kampf gegen die Talbevölkerung 1809 hier ihr Leben ließen.

Der Wehrturm lugt aus dem Wald. Er hat das Dorf im Auge.
Einst stand am Berg über St. Leonhard eine prächtige Burg, Residenz der vornehmen Herren von Passeyer. Nur der mächtige Bergfried blieb vollständig erhalten. An strategisch günstigem Punkt erbaut, ließen sich von dort aus die Handelswege ins Passeiertal und über den Jaufenpass nach Österreich überwachen. Hell ragt er aus dem Nadelwald, die Fassade trägt Narben, Altersmale, die die zahlreiche Farbschichten aus den vergangenen Jahrhunderten nicht verdecken können. Heute befindet sich im Turm ein spannendes Museum, das über die Geschichte des Baus im Kontext seiner Umgebung informiert.

Auf Schmugglers Pfaden und schnellen Rädern
Über den Jaufenpass führt heute eine Strasse in die Stubaier und Ötztaler Alpen nach Österreich, alljährlich flitzen beim Ötztaler Radmarathon tausende Sportbegeisterte die schmale Teerstrasse entlang. Auf versteckteren Wegen wurden hier früher einheimische Produkte nach Österreich und Zucker und Tabak zurück ins Land geschmuggelt. Die schmalen Pfade wurden ausgebaut und bieten sich heute für abenteuerliche Wanderungen an. Über den Bergrücken des Jaufenskamm führen zahlreiche Wanderwege, ein weites Panorama winkt.
Der Europäische Fernwanderweg E5 läuft durch St. Leonhard, auf steinigen Wegen schlängelt er sich in die Sarner Berge.
Wer gemütlichen Fahrradspaß sucht, der kann eine angenehme Fahrt entlang des Passeirer Radweges unternehmen, der Weg führt von St. Leonhard nach Meran.

 

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