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St. Pankraz

Wasserfest

St. Pankraz ist das erste Dorf am Teileingang des Ultentales. Auf 736 Metern liegt der Ort inmitten von schattigem Nadelwald und sattgrünen Almwiesen.

Der typische Dorfcharakter des Ultentales wird hier vorweggenommen: Urtümliche Bauernhäuser treffen auf moderne Wohnhäuser, Tradition wird bewahrt, ohne Zeitgenössisches zu verleugnen. Streusiedlungen im Wald. Handgeflochtene Holzzäune. Dem typischen Ultner Baustil entsprechend haben viele Höfe ein gemauertes Untergeschoss und einen hölzernen Aufbau. Dunkel hat sich das Holz der jahrhundertealten Höfe im Laufe der Zeit gefärbt, es hebt sich stark von den weißen Fassaden ab. Alt und Neu vereint der reiche Geranienschmuck vor den Fenstern und auf den Balkonen.
Über die Ziegeldächer von St. Pankraz erhebt sich der Turm der Pfarrkirche, 56 Meter ist er hoch. Sehenswert ist die Turmuhr, ein schmuckvolles Wandfresko dient dem goldenen Zeiger als Ziffernblatt. Die Kirche in ihrer heutigen Form entstand durch den Umbau eines Vorgängerbaus im 14. Jh., einst stand hier die älteste Kirche des Ultentales. Nur noch Reste der Langhausmauer sind von ihr erhalten. Gleich daneben wurde das Sebastiankirchlein zum Gedenken an die Opfer der Pest erbaut- vom heiligen Sebastian erhoffte man sich Schutz. Oberhalb von St. Pankraz steht das St. Helena Kirchlein weithin sichtbar auf einem Hügel. Der Grundstein der Kapelle wurde schon 1338 gelegt, im Laufe der Jahrhunderte wurde die Kirche aber immer wieder umgebaut. Heute beeindruckt das Bethaus mit reichem Barockschmuck, besonders prächtig ist der kunstvolle Seitenaltar.

Bergfriedblick

Fest krallt sich das kleine Haus an den Felsblock. Dass das „Häusl am Stein“ in St. Pankraz heute noch steht, verdankt es nur diesem Umstand: Im Jahr 1882 trat die Falschauer über die Ufer und riss umliegende Häuser und die Straße mit sich. Nur die felsige Anhöhe schützte die Hütte vor dem Untergang in den Fluten.
Hoch über dem Punkt, wo Falschauer und Hagelbach sich treffen, steht die Ruine von Schloss Eschenlohe auf dem Fels. Im 12. Jh. taucht der Bau erstmals als „Schloss Ulten“ in den Urkunden auf. Die Grafen von Ulten residierten im Schloss - mit weitem Blick auf ihr Herrschaftsgebiet. Der mächtige Bergfried ragt zinnengekrönt aus dem Wald, vom Wohngebäude und von der Burgmauer haben sich nur Teile erhalten. Das Schloss befindet sich in Privatbesitz und kann nicht besichtigt werden.

Zum Schloss Eschenlohe führt ein angenehmer Wanderweg, der im Dorfzentrum von St. Pankraz seinen Ausgang nimmt. Leicht zu bewältigen ist auch eine Wanderung entlang des Locherer Waals, die den Wanderer auf meist ebenen Wegen ins schöne Kirchbachtal führt. Wer auf die umliegenden Berge will, den erwarten Wege unterschiedlichen Schwierigkeitsgrades. Besonders im Sommer sind Wanderungen zu den klaren Bergseen Ultentales zu empfehlen. Der idyllische Falkomai-See liegt St. Pankraz am nächsten. Ein schöner Aussichtsberg ist der große Laugen – wer ihn besteigen will, der kann zwischen einem direkten und somit steileren und einem längeren, aber gemütlicheren Pfad wählen. 

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