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St. Gertraud

Authentisch

St. Gertraud liegt auf 1.520 Metern und ist damit das höchstgelegene Dorf des Ultentales. Auf den ersten Blick wird klar: Hier haben sich bäuerliche Bauten und Traditionen in unverfälschter Form erhalten.

Typisch für den traditionellen Ultner Baustil ist das gemauerte Untergeschoss und ein Aufbau aus Holz. Die Pultdächer sind mit Tonziegel oder Schindeln gedeckt. Farbenfrohe Geranienblüten bieten dem weiß getünchten Mauerwerk Kontrast. Von den hölzernen Balkonen aus reicht der Blick weit ins Tal und die Berglandschaft. Rings um das Dorf rücken die Nadelbäume eng zusammen.

Rote Zipfelmütze und weiße Ummantelung
Kein kleinwüchsiger Freund Schneewittchens, sondern der Kirchturm von St. Gertraud. Die Pfarrkirche wurde im 14. Jh. erbaut, es handelt sich um die  Erweiterung eines kleineren Vorgängerbaus, der als Kapelle diente.
Charakteristisch sind das rote Pyramidendach und die schlichte Fassadengestaltung. Im 17. Jh. wurde das Gotteshaus umfassenden Umbauten unterzogen, aus dieser Zeit stammen die Portale, Türen, Bogenfenster und das Tonnengewölbe. Die Kirche steht auf einem abfallenden Grashügel, unter ihr stehen die Wohnhäuser verstreut auf der Wiese.

Wasser sägt
Wasserkraft kann nicht nur schwere Mühlsteine in Bewegung setzten, auch die scharfen Zähne einer Säge lassen sich damit antreiben. In St. Gertraud steht solch ein Sägewerk, der restaurierte Bau der jahrhundertealten Lahnersäge beherbergt heute eines der vier Parkhäuser des Naturparks Stilfser Joch. Die Säge ist nach wie vor in Betrieb und schneidet mächtige Baumstämme zu handlichen Brettern, der Falschauer Bach liefert ihr die nötige Energie. Das Museum informiert zudem über die Nutzung von Wasserkraft, Holzverwertung und die reiche Flora und Fauna des Naturparks.

Alte Giganten
Knorrig verzweigen sich die Äste, die Rinde ist spröde und rau, verwachsen und rissig. Geschätzte 800 Jahre sind die Ultner Urlärchen von St. Gertraud alt, sie sind Teil des Unesco Weltkulturerbes. Ihre beachtliche Größe von bis zu 30 Metern und ein Stammdurchmesser von ca. acht Metern ist Ehrfurcht einflößend. Die drei Riesen aus Holz können zwar nicht sprechen, aber ihre von der Zeit gezeichnete Erscheinung erzählt von einer bewegten Vergangenheit.

Über Wald und Wiesen führt ein Wanderweg zum beeindruckenden Naturdenkmal, zeitweise folgt der dem Lauf des Innerlanerwaales.
Aber auch eine Wanderung zu den uralten Flatschhöfen macht sich bezahlt! Am Flatscher Berg stehen die ältesten und höchst gelegenen Bauernhäuser des Ultenales. Auf die umliegenden Berge führen zahlreiche Wege, die mit festem Schuhwerk oder dem Mountainbike in die unberührte Natur führen.

 

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