Cookies helfen uns bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Mehr erfahren

Schnalstal

Eisige Töne

Das Schnalstal gräbt sich tief in die Ötztaler Alpen, zwängt sich an mächtigen Bergriesen vorbei. Und hinten, im Talschluss erhebt sich die Gletscher. Lichter, Farben und sanfte Töne brechen sich an spiegelnden Wänden, reflektieren und hallen wider.

Schneebedeckte Hänge, schroffe Felsformationen, ewiges Eis: Der Schnalstaler Gletscher. Die Schnalstaler Gletscherbahn ist eine der ältesten und größten Bergbahnen Südtirols, sie ist ganzjährig in Betrieb -  Skifahren ist hier nämlich auch im Sommer möglich. Da stiebt der Schnee zu beiden Seiten empor, in schnellen Kurven preschen Wintersportler talwärts, den Hochjochferner im Blick.

Vor langer Zeit war hier in frostigen Höhen ein Mann auf Wanderung. In der Einsamkeit des Eises blieb sein Körper schließlich gefangen. Und erst 5.300 Jahre später gab der Gletscher seinen Gefangenen frei. „Ötzi“ ist heute weltweit bekannt und eine wissenschaftliche Sensation unserer Zeit.
Das archäologische Museum „Archeoparc“ entführt seine Besucher tausende von Jahren in die jungsteinzeitliche Vergangenheit, mal wissenschaftlich-theoretisch, mal praktisch-konkret: Bogen schießen, Brot backen und Töpfern darf ausprobiert werden. Das Freigelände umfasst 4.000 Quadratmeter; Bauten, Pflanzenwelt und Handwerksvorrichtungen versetzen zurück in den Lebensraum des „Mannes aus dem Eis“.

In Talnähe geht es eindeutig milder zu. Die zahlreichen Dreitausender blicken eisig auf satte Wiesen und dichte Wälder. Durchs Tal gluckert der Schnalser Bach, bei Vernagt wird das Wasser zu einem See aufgestaut. Die wuchtige Staumauer entstand in den 50er Jahren. Der See scheint sich aber ganz natürlich ins Landschaftsbild zu fügen. Er tut es all den hochgelegenen Almen der Umgebung gleich.

Das Schnalstal begrenzt den Naturpark Texelgruppe im Westen. Der Naturpark beherbergt eine Vielfalt von Tier- und Pflanzenarten und ist über zahlreiche Wanderwege zu erkunden.
 Dass die Kurstadt Meran nur 30 Fahrtminuten entfernt liegt, spürt man am mediterranen Klima am Teileingang. Desto weiter sich das Tal in die Bergwelt windet, desto kühler weht der Wind - von einem Ausgangspunkt auf 500 Metern führt es nach Kurzras im Talschluss auf 2.000 Metern
Dieser Höhenunterschied macht das Landschaftsbild des Schnalstales einzigartig abwechslungsreich.