Cookies helfen uns bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Mehr erfahren

Schenna

Bühne frei

Der Name des Dorfes Schenna leitet sich wahrscheinlich vom Lateinischen „scaenae“ ab, das so viel wie „bühnenartiger Aufbau“ bedeutet. Nomen est Omen: der Betrachter, welcher wie von einer Sonnenterrasse weit über Meran, in das Passeier- und Etschtal bis in den Vinschgau blickt, wird diese Herleitung sofort bekräftigen.

An den südwestlich geneigten Hängen räkelt sich Schenna in der Sonne, kann mit einem mediterran anmutenden Klima aufwarten. Dabei erstreckt sich das Gemeindegebiet von der Stadtgrenze Merans, auf ca. 300 Metern Höhe, bis zu den Gipfeln der Sarntaler Alpen. Die vielen Ortsteile Schennas ziehen sich folglich durch verschiedenste Klimazonen; von Palmen, über Almen bis zum Schnee. Alpin-mediterran.

Über 200 Kilometer markierter Wanderwege verteilen sich hier. Pfade durchqueren Apfel- und Weingärten. Wild verwachsene Waalwege begleiten uralte Wasserläufe. Steige führen von mediterranen Gärten mit Zypressen und Oleandern bis hoch hinauf zu Felstürmen nahe der 3000er-Grenze.

Inmitten des Dorfes Schenna überragt das mächtige, gleichnamige Schloss die umliegenden Häuser. Eine alte Brücke geleitet zum Eingangstor und, vorbei am Burgverlies, in den Innenhof. Das Schloss ist noch immer Besitz und Wohnsitz der Grafen von Meran. Trotzdem ist es öffentlich zugänglich und beeindruckt seine Besucher mit prachtvollen, original eingerichteten Räumlichkeiten, mit einem Ritter-, einem Waffensaal und einer Gemäldegalerie.

Gleich neben dem Schloss befindet sich das Mausoleum, in dem Erzherzog Johann und seine Familie sich beisetzen ließen. Der neugotische Bau ist in rotem Sandstein und Granit ausgeführt. In der unterirdischen Gruftkapelle mit dem Kreuzgewölbe befinden sich die Sarkophage aus strahlendem Marmor.

Es ist wohl nicht weiter verwunderlich, dass Schenna von einer ehemaligen bäuerlichen Landgemeinde in den letzten Jahrzehnten zu einem der touristisch bedeutsamsten Orte Südtirols wurde. Vor 80 Jahren gab es in Meran noch nicht einmal einen Wegweiser nach Schenna, heute verzeichnet der Ort Millionen Übernachtungen.

Zahlreiche Besucher und Nostalgiker finden sich zum alljährlichen Oldtimer Treffen „Südtirol Classic“ ein. Eine bunt, knatternde Wettfahrt edelster, blank polierter Karrossen. Glänzender Lack. Schnurrende Motoren. Chrom blitzt in der Sonne.

Zur Startseite