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Rodeneck

Hexenmeister

Mutig krallt sich Schloss Rodenegg über der Rienzer Schlucht in den Stein, zu drei Seiten fällt steil die Felswand ab. 1645 wurde der sagenumwobene Matthias Perger hier in Rodeneck ins Verließ geworfen. Magische Fähigkeiten schrieb man dem Brixner zu, er sei ein Wettermacher und habe schwarze Magie betrieben- die grausame Strafe im Mittelalter lautete: Tod auf dem Scheiterhaufen. Der vermeintliche Hexer bewies Galgenhumor: „Das wird ein heißer Tag heute“, soll seine Reaktion auf die Verurteilung gewesen sein.

Schloss Rodenegg wurde Anfang des 12. Jh. unter Friedrich von Rodank erbaut, die extreme Lage und die dicken, hoch aufragenden Außenmauern machten es für Angreifer so gut wie uneinnehmbar. Im 16. Jh. ging das Schloss in den Besitz der Freiherren von Wolkenstein - Rodenegg über, denen auch der bekannte Lyriker Oswald von Wolkenstein angehörte. Die geschichtsträchtigen Mauern schmückt ein umfangreicher Freskenzyklus, der den Iwain Epos illustrativ wiedergibt. Burgkapelle, Waffensaal und Schlossgarten lassen authentische mittelalterliche Stimmung aufkommen. Die Burg befindet sich in Privatbesitz und kann besichtigt werden.
Die strategisch günstige Lage des Ortes lockte aber schon viel früher Menschen an: Spuren von prähistorischen und römischen Siedlungen wurde gefunden, auf der Rodenecker Alm reicht die Datierung der archäologischen Funde sogar bis ins 5. Jahrtausend v. Chr. Heute umfasst die Gemeinde Rodeneck die Fraktionen Gifen, Nauders, St. Pauls, Spisses, Ahnerberg und Fröllerberg; Hauptort ist Vill, auf 880 m. ü.d.M. gelegen. Die Häuser liegen verstreut in der unberührten Natur, historische Bergweiler erzählen von den bäuerlichen Traditionen.

Almlandschaft
In bergiger Umgebung liegt über der Ortschaft die Rodenecker Alm, eines der größten Hochplateaus Europas. Über 20 km² breitet sich die sanfte Wiesenlandschaft aus, die Luft schmeckt hier, auf einer Höhe von 1500 m bis 2200 m. ü.d.M., frisch nach Gras und Erde. Vom Astjoch aus hat man einen phänomenalen Ausblick auf die Pfunderer Berge und die Zillertaler Alpen im Norden, südlich ragen der Peitlerkofel, die Puez- und die Geislergruppe und die Plose in den Himmel.

Die unberührte Natur von Rodeneck lädt zu ausgedehnte Wanderungen ein, wer es lieber flotter mag, erkundet die Umgebung mit dem Rad. Auf die Almen führen angenehme Wanderwege für die ganze Familie, es finden sich aber auch anspruchvollere Touren.
Im Winter verwandeln sich die Wiesen in ein Eldorado für Langläufer und Schlittenfahrer. Die verschneiten Wälder sind bei Scheeschuhgängern beliebt.

 

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