Cookies helfen uns bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Mehr erfahren

Ritten

Frische Sommer

„Hier am Ritten ist es göttlich schön und behaglich. Ich habe eine unerschöpfliche Lust am Nichtstun.“ schilderte Sigmund Freud einen seiner Aufenthalte auf dem sanften Rittner Hochplateau bei Bozen.

Von jeher war Ritten ein populäres Ziel für Erholungssuchende und damit Geburtsort der „Sommerfrische“. Strahlte die Sonne im Juni immer erbarmungsloser, rafften die vermögenden Familien der Stadt ihre Habe zusammen und zogen „in die Frisch“, in ihr Sommerdomizil am Bozner Hausberg. Ab dem 17 Jh. entstanden die Villen der Aristokratie in Maria Himmelfahrt, Oberbozen und Klobenstein: neben historischen Bauernhöfen stehen seitdem beeindruckende Herrenhäuser.

Insgesamt umfasst die Gemeinde 11.000 Hektar Land, sanfte Wiesen und schattige Wälder. Verstreut liegen die beschaulichen Fraktionen Klobenstein, Unterinn, Unterplatten, Eschenbach, Oberbozen, Wolfsgruben, Oberinn, Mittelberg, Gebrack, Siffian, Wangen, Lengstein, Lengmoos, Signat, Atzwang, Sill, Gissmann und Rotwand.

Wer die Seilbahn zur Anreise nutzt, der kommt in Oberbozen an. Im Jahr 2009 modernisiert, ist die Bahn technisch auf neuestem Stand, beeindruckend sind die architektonisch zukunftsweisenden Bauten in der Talstation Bozen und auf dem Ritten.

Der Hauptort des Ritten ist Klobenstein, einladend präsentiert sich der Dorfkern. Im 17. Jh. wurde hier die St. Antonius Kirche erbaut. Nicht zufällig fällt ihre Erbauungszeit mit dem Ansturm der Bozner Sommerfrischler zusammen- man buhlte um die Gunst der Gäste, da in Maria Himmelfahrt bereits eine Kirche stand, wollte man schnellstmöglich ein eigenes Gotteshaus.

Eine eigentümliche Schleife fällt ins Auge, wenn man das Dorf aus der Ferne betrachtet:  Rittens Eislaufplatz, eine ringförmige Kunsteisbahn, die als eine der schnellsten Europas gilt. Der Schlern behält die Eisläufer im Auge.
Rittens älteste Kirche steht in Unterinn, sie wurde um 1400 erbaut, da ihr Inneres im 18 Jh. barockisiert wurde und um 1900 Eingriffe neuromanischer Art durchgeführt wurden, lässt sich ihr ursprüngliches Aussehen nur erahnen.
Geschichtlich besonders interessant ist die Kommende in Lengmoos. Im 12. Jh., als Ritten ein wichtiger Durchzugsort war, wurde hier ein Hospiz für Durchreisende errichtet. Im 13. Jh. ging das Besitztum an den Deutschen Ritterorden über. Der ursprüngliche Bau wurde bei Bauernaufständen im 16. Jh. fast vollständig zerstört, heute hat der Bau eine mächtige, quadratische Form, beeindruckend sind die prächtigen Prunkräume. Ein umfangreiches Kulturprogramm wird in den historischen Wänden auf die Beine gestellt, Lesungen und Austellungen werden abgehalten. In der ersten Augustwoche finden hier die beliebten Rittner Sommerspiele statt, Freilichttheater vor historischer Kulisse.

In Wolfsgruben wartet ein Badesee auf Wasserfreunde. Im Ort steht ein außergewöhnliches Museum: Der Plattner Hof ist 600 Jahre alt, der beeindruckende Ansitz mit dem großen, strohgedeckten Dach beherbergt ein Bienenmuseum.

Natürliches Denkmal
Das wohl bekannteste Denkmal des Rittens ist aber natürlichen Ursprungs: Im Finsterbachgraben bei Lengmoos, im Katzenbachgraben unterhalb von Oberbozen und im Gasterergraben in Unterinn erheben sich die mächtigen ErdpyramidenBis zu 20 Meter wachsen die Erdsäulen aus dem Boden: Schwere Decksteine schützen den Moränenlehm vor der Witterung, solange sie auf ihrem Platz bleiben, wachsen die Erdsäulen immer weiter. Wanderwege führen nahe an das seltene Naturphänomen heran.

Sportfreunde finden am Ritten ein breites Spektrum an Möglichkeiten: Ob zu Fuß oder mit dem Rad, ob gemütlich mit der ganzen Familie oder anspruchsvoll und mit Nervenkitzel - hier kommt jeder auf seine Kosten.
Am Rittner Horn belohnt eine fantastische Aussicht die Bergsteiger. Alternativ kann man auch mit der Seilbahn auf den Berg fahren. Im Winter verwandelt sich die Gegend unter einer dicken Schneedecke in ein beliebtes Skigebiet.

Zur Startseite