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Prettau

Südtirols "Wilder Norden".

Im hinteren Abschnitt des Tauferer Ahrntales liegt Prettau. Die nördlichste Gemeinde Südtirols liegt in urtümlicher Berglandschaft.

Erste Spuren hinterließen Menschen in Prettau in der Bronzezeit, als sie als Jäger und Sammler durchs Gebiet zogen. Dichter wurde die Besiedelung erst im 5 Jh. n. Chr. Eine bäuerliche Kultur entstand, die in ländlicher Architektur und Bräuchen zum Ausdruck kam. Im 15. Jh. stieß man in Prettau auf reiche Kupfervorkommnisse, der Erzabbau verhalf den Einwohnern zu Wohlstand. Prettaus Name geht auf den Ausdruck „Breite Au“ zurück, jener seiner Fraktion Kasern auf „Chasarum“, einen althochdeutschen Begriff, der im Deutschen eine Almhütte bezeichnet. Des Weiteren umfasst Prettau die Siedlungen Prastmann und Trinkstein, dann stehen die Höfe nur mehr vereinzelt in der wilden Bergwelt.

Erzadern
Prettau blickt auf eine 500 jährige Erfahrung im Bergbau zurück. Zahlreiche Stollen winden sich tief in den Berg Rötbach, hier waren zeitweise bis zu 300 Arbeiter auf der Suche nach dem wertvollen Kupfer. 1893 schließlich waren die Erzvorkommnisse erschöpft, das Bergwerk wurde geschlossen.  Knapp hundert Jahre später herrscht wieder reges Treiben in den Gängen unter der Erde: Das Schaubergwerk in Prettau lädt heute Interessierte ein, sich von der harten Arbeit des Erzabbaus und den Arbeitsvorgängen selbst ein Bild zu machen. Mit der Grubenbahn fährt man 1.000 m in den Berg, nun kann man zu Fuß die Unterwelt erkunden. Oberirdisch versorgt ein Lehrpfad mit Informationen.
Die reine Luft des Mikroklimas im Berg wirkt positiv auf Atemwegserkrankungen, der Heilklimastollen lädt zum Entspannen und Durchatmen ein.

Klöppelkunst
Mit der Aufgabe des Bergwerkes brachen über Prettau Geldsorgen herein. Die Lösung wurde in die Hand einiger junger Frauen gelegt: diese wurden zu Klöppelkursen ins Ausland geschickt, in Österreich wurden sie mit dem Kunsthandwerk vertraut. Zuhause in Prettau gaben sie an der Klöppelschule ihr Wissen weiter, sodass bald viele Frauen im Ort die Klöppelkunst beherrschten. Mit der feinen Spitze ließ sich gutes Geld verdienen, erst die Armut, ausgelöst durch Weltkriege und Weltwirtschaftskrise, machten dem Geschäft ein Ende. Heute gibt es in Prettau wieder einen Klöppelverein, der in den Sommermonaten Kurse anbietet.

Wer seinen Aufenthalt in Prettau aktiv gestalten will, dem sei ein Ausflug in die Berge nahe gelegt: die unberührte Natur lässt sich auf Pfaden unterschiedlicher Steigung erforschen. Auf die Almen führen angenehme Wanderungen durch den Wald; die Berge lassen sich auf steinigeren Wegen erobern, hier erwarten den Bergsteiger spektakuläre Aussichten. Besonders mutige Wanderer schlagen den Weg auf die Dreiherrenspitz ein, der in Kasern beginnt. 3.486 m ist der Berg hoch und damit der höchste des Ahrntales.
Im Winter ist das Gebiet bei Langläufern beliebt, die Sonnenloipe im Talschluss liegt in der idyllischen Landschaft des Naturparks Rieserferner-Ahrn.
 

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