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Plaus

Erholung unterm Ahornbaum

Plaus liegt mitten im Vinschger Talboden. In Etschnähe gedeihen Apfelbäume, dazwischen ruht das kleine Dorf. Am sonnigen Kirchplatz wirft ein Jahrhunderte alter Ahornbaum lange Schatten.

Im Jahre 1270 scheint Plaus erstmals in der Geschichtsschreibung als Palus auf. Der Begriff "palus" stammt aus dem Lateinischen und bedeutet soviel wie: der Sumpf. Der Namen war dazumal durchaus zutreffend. Die Talfläche des Vinschgaus war Sumpfland, die nahe Etsch sorgte regelmäßig für Überschwemmungen. Das Tal wurde vor langer Zeit entsumpft, der Fluss bleibt heute gehorsam in seinen Bahnen, und Plaus steht sicher auf trockenem Boden.

Spannenden Zeitzeugen
Historische Bauten mischen sich unter Wohnhäuser, zum Verweilen lädt der offene Kirchplatz ein. Die Plausner Pfarrkirche wurde 1164 erbaut, fiel im Jahr 1400 aber einem Brand zum Opfer. Nur der massive romanische Glockenturm überlebte die Feuerbrunst. Bereits 1403 stand die neue Kirche im gotischen Stil, das historische Bauelement wurde stimmig integriert. In der Kirche lassen sich zwei barocke Gemälde des Vinschgauer Künstlers Simon Ybertracher bewundern. Künstlerisch präsentiert sich auch die Friedhofsmauer von Plaus, hier verwirklichte der Maler Luis Stefan Stecher den Bilderzyklus „Plausner Totentanz.“ Die elf Szenen erzählen in vollen Farben von Vinschger Geschichte und von Lebensfreude, die sich vom Gevatter Tod nicht unterkriegen lässt.
Vor der Kirche plätschert das Wasser im alten Dorfbrunnen, daneben steht Plausens ältester Bewohner: Ein mächtiger Ahornbaum wächst hier seit Jahrhunderten, vor wenigen Jahren wurde er unter Denkmalschutz gestellt.

An Plaus führt der Dammweg entlang der Etsch vorbei, hier lassen sich ausgedehnte Radfahrten und Spaziergänge unternehmen. Der schmale Teerweg führt neben Weiden und Flussrauschen durch das grüne Tal und in die nächstgelegenen Städte Meran und Bozen. 

Plaus ist mit der Vinschger Bahn ans öffentliche Verkehrsnetz angebunden und bequem zu erreichen.

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