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Percha

Bergig

Percha wurde der Ort von den Bajuwaren genannt, zu Deutsch: der Berg. Verständlich, schließlich liegt Percha am Hang, dahinter steigt der Tesselberg auf. Das Wielental läuft zwischen Bergmassiven bis zur mächtigen Rieserfernergruppe.

In der Eiszeit spülte der Rienzgletscher Geröll und Schutt an, auf dem Schwemmkegel liegt heute Percha im gleichnamigen Gemeindegebiet. Das Dorf ist nur 5 km von Bruneck entfernt und die erste Ortschaft, die einem bei einer Fahrt ins Hochpustertal begegnet. Die Fraktionen Nasen und Unterwielenbach liegen wie der Hauptort im Pusterer Talboden. Die beschaulichen Dörfer und Weiler Wielenberg, Oberwielenbach, Aschbach, Litschbach und Platten liegen verstreut auf dem Hang des Tesselberges. Dieser wurde übrigens nach dem Bayernherzog Tassilo benannt, der im nahen Innichen eine Abtei gegründet hatte.
Percha war schon zur Römerzeit besiedelt. Dies bezeugt ein unbeschrifteter Meilenstein, den die Römer hier aufstellten und der heute vor der Kirche steht.

Schmuckes Kirchlein
Ein feines Gitter spannt sich ins Gewölbe. Zarte Rippen kreuzen sich und münden in verzierten Schlusssteinen. Zwischen den Graten farbenfrohe Fresken. Das gotische Netzgewölbe der Pfarrkirche von Percha ist eines der schönsten des Tales. Das Bethaus wurde dem heiligen Kassian geweiht und trägt ein weiteres sehenswertes Kunstwerk an der Außenwand: Der Maler Simon von Taisten fertigte hier ein großes Fresko des Hl. Christopherus. Das Motiv gehört zu den bevorzugten Darstellungen des Künstlers – aufmerksame Bewunderer werden es an mehreren Kirchen im Pustertal wieder finden.

Denkmal der Natur
Auf einer Anhöhe über dem unteren Wielental liegt der kleine Weiler Platten. Bekannt ist der Ort für seine schöne Aussicht auf die Dolomiten und seine beeindruckenden Erdpyramiden. Spitze Lehmkegel ragen aus dem Wald, sie wachsen durch Erosionsvorgänge aus dem Boden. Ein Felsblock schützt den darunter liegenden Boden vor der Witterung, während das umliegende Material weggeschwemmt wird. Mächtig stehen die Erdpyramiden da, und doch ist ihre Schönheit vergänglich: Sobald der Deckstein von der Spitze fällt, ist die Säule Wind und Wetter ausgesetzt und wird in kürzester Zeit abgetragen.

Ein Wanderweg führt nah an die Naturdenkmäler heran. Der Weg beginnt kurz nach Oberwielenbach und dauert knapp zwei Stunden. Da er meist eben verläuft, eignet er sich für einen Ausflug mit der ganzen Familie.
Wer durchs Gemeindegebiet von Percha wandert, der begegnet immer wieder historischen Bauernhöfe, von denen sich einige in Originalsubstanz aus dem 15. Jh. erhalten haben.
Anspruchsvoller sind Pfade auf den Tesselberg über weite Almen und durch dichten Nadelwald. Auch bei Touren in der Rieserfernergruppe ist Kondition gefragt.
Im Winter fahren Freunde des Wintersports ins nahe Skigebiet Kronplatz.
 

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