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Partschins

Über der Stille tost der Wasserfall

Partschins liegt auf einem Schuttkegel im Vinschgau unweit von Meran am Fuße der Texelgruppe. Verschlungene Gassen winden sich zwischen historischen Gebäuden. Dorfidylle, Vogelpfeifen, Blätterrauschen. Etwas höher sieht das anders aus: hier fällt das Wasser des Zielbaches tosend über nackte Felswand in die Tiefe.

Partschins ist eine der Ortschaften mit dem größten Höhenunterschied im Vinschgau. Die Gemeinde reicht von der im Tal gelegenen Fraktion Rabland (525 m ü.d.M.) bis zum Roteck (3.337 m ü.d.M.) in der Texelgruppe.
Der historische Ortskern von Partschins erzählt von einer ruhmreichen Vergangenheit, zahlreiche Schlösser und Burgen mischen sich unter die Wohnhäuser.
Die imposante Stachlburg war einst der Wohnsitz der Herren von Partschins und ist im Tiroler Stil gebaut, die unverputzten Mauern des Hauptturmes überragen das weißgetünchte, mächtige Wohnhaus. Gleich daneben steht die Pfarrkirche von Partschins. Die Kirche taucht 1264 erstmals in der Geschichtsschreibung auf, 1502 wird sie in spätgotischem Stil umgebaut. Dass Partschins Geschichte aber noch viel weiter zurückreicht, belegt ein Grabstein aus Römerzeit aus dem 2 Jh. nach Christus, der aus der Zeit stammt, als die Siedlung an der Via Claudia Augusta lag.

Die Schreibmaschinen im Museum
Der wohl prominenteste Einwohner von Partschins war Peter Mitterhofer. Ihm wird die Erfindung der Schreibmaschine zugeschrieben. Ihrem bekannten Einwohner hat die Gemeinde ein Museum gewidmet. In einem modernen Bau wird die Entstehungsgeschichte der Schreibmaschine anhand anschaulicher Installationen illustriert. Über 1300 Einzelstücke umfasst die Sammlung, man hat die Entwicklung der Schreibmaschine bildlich vor Augen. Peter Mitterhofer wurde zudem ein Kulturwanderweg gewidmet, der von der Schleuse auf der Töll durch reizvolle Landschaft zum Museum führt.

Und ewig tost der Wasserfall
Im Zieltal über Partschins gelegen brodelt einer der größten Wasserfälle Südtirols. Ganze 97 Meter fällt das Wasser, mit lautem Getöße kommt es zu Boden. Vor allem in den Monaten der Scheeschmelze führt der Wasserfall enorme Wassermassen. Gischt spritzt, das Sonnenlicht wirft Farbprismen in den Sprühnebel, Tropfen glitzern an den Grashalmen, die Luft schmeckt feucht und frisch.
Vom Dorfkern aus ist der Partschinser Wasserfall über einen gut gesicherter Steig zu Fuß zu erreichen, wer lieber gemütlich unterwegs ist, der lässt sich vom Bus hinbringen. Von einer Aussichtskanzel aus kann man das imposante Naturschauspiel aus nächster Nähe bewundern.

Das Gebiet um Partschins eignet sich hervorragend für ausgedehnte Wanderungen.
Ein Waalweg führt, eine halbe Gehstunde vom Ortskern entfernt, eben bis leicht ansteigend, den gurgelnden Waal entlang. Im 15. Jahrhundert gebaut, versorgt der historische Bewässerungskanal noch heute die umliegenden Obstanlagen mit Wasser.
Im Westen liegt der Sonnenberg, er ist ein beliebtes Fluggebiet für Gleitschirmflieger; der Berg  ist mit seiner sonnigen Lage und herrlichen Panoramapunkten auch bei Bergsteigern und Radfahrern sehr beliebt.
Am Naturpark der Texelgruppe gelegen, führen von Partschins zahlreiche Pfade in die unberührte Natur. Eine Panoramaseilbahn fährt auf den Giggelberg mitten in den Naturpark.

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