Cookies helfen uns bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Mehr erfahren
zurück

Rundweg durch die Brenta in drei Tagen und zwei Nächten

Giudicarie
mittel
Zur Merkliste hinzufügen

Informationen zur Tour Rundweg durch die Brenta in drei Tagen und zwei Nächten

Tour Hauptmerkmale

  • Dauer
    10:00 h
  • Strecke
    20.1km
  • Höhenmeter
    1080 hm
  • Höhenmeter
    1090 hm
  • Max. Höhe
    2398 m
Vallesinella, Wasserfälle, Wald, Al Graffer (Übernachtung), Tuckett und Breintei (Übernachtung, Rückweg

Wegbeschreibung

Die Erfahrung, auf einer Schutzhütte in den Bergen zu übernachten, ermöglicht immer wieder neue Eindrücke und für die Kinder ist es eine gänzlich neue Erfahrung. Die Wanderung zwischen den niedrigen Hütten der nach Campiglio zeigenden Seite des Brenta-Gebirges erlaubt es, Orte großer Schönheit zwischen den Bergen zu entdecken. Diese haben es in die alpinistische Geschichte der Dolomiten und der einzigartigen geschützten Zonen Europas geschafft.


ERSTER TAG: Zur Schutzhütte Graffer und zu den Orti della Regina (Die Gärten der Königin)
DAUER DER WANDERUNG: 5 Stunden (nur bis zur Graffer 3 Stunden und 30 min)
HÖHENUNTERSCHIED IM AUFSTIEG: 1.008 m (nur bis zur Gaffer 747 m)
HÖHENUNTERSCHIED IM ABSTIEG: 261 m
SCHUTZHÜTTEN: Giorgio Graffer, 2.661 m


In der Brenta-Gruppe gibt es Wege, die neben Friedlichkeit und Ruhe auch eine wahrlich einzigartige Flora bieten. Dieser Weg wird wenig begangen und führt zuerst zur Schutzhütte Rifugio Graffer und anschließend zu den Orti della Regina (Die Gärten der Königin). Start dafür ist in Vallesinella, 1.514 m. Man begibt sich auf den Weg zu den hohen Wasserfällen, welche man erreicht, indem man dem Weg des frischen Wassers der Sarca folgt. So gelangt man zur Basis der Wasserfälle mit einer Höhe von ca. 150 m. Anschließend kommt man an einigen spektakulären Brücken vorbei, welche von den Wasserläufen umspült werden. Dabei sollte man darauf achten, ob die Baumstämme der Brücken nass geworden sind. Vorsicht ist an den anschließend sehr steilen Stellen auch in Hinsicht auf die Kinder geboten, die man hier, zusätzlich zur Führung an der Hand, auch mit Gurten anseilen kann. Nach ca. 1 Stunde erreicht man das Gebäude der ehemaligen Alm Malga Vallesinella, wobei es sich um ein interessantes Bauwerk (riparo) handelt, das inmitten der Wiesen erbaut wurde, die sich oberhalb der gleichnamigen Wasserfälle befinden. Diese befinden sich im Besitz des Regole Spinale Manez. Das Gebäude wurde vor kurzem restauriert und fügt sich gut in das natürliche Ambiente ein. Es wurde gänzlich aus Holz gebaut und im Inneren befinden sich zwei Lokale, wobei eines davon sogar mit einem offenen Kamin ausgestattet wurde. Die Besonderheit ist dabei, dass diese Holzkonstruktion gänzlich ohne Nägel auskommt, da die jeweiligen Teile lediglich zusammengesteckt wurden. Hier befindet sich außerdem eine Kreuzung und man biegt hier auf den Weg Nr. 382 (Beschilderung Rifugio Graffer), welcher geradeaus bergauf führt. Der andere Weg Nr. 317b führt nach rechts zu den Casinei. Über den weiteren Weg gelang man durch einen dichten und vielfältigen Wald bis an den Fuß der Wand des Corna Rossa. Dieser Wald zeigt seinen ganzen Glanz in der Zeit zwischen dem 15. Juni und dem 30. Juli mit einer wahrlich einzigartigen Blüte: Vom Fuß der Felswand biegt der Weg nach links und wird steiler. Die Tannen und Lärchen überlassen ihre Plätze den Latschenkiefern und über eine Serie von Kehren zwischen Rhododendren, Schusternägeln, Hahnenfüßen, Lilien und dem intensiven Schokoladen-Geruch der Kohlröschen erreicht man das Ende dieses Aufstiegs. Hier trifft man auf eine Kreuzung mit dem Weg, der auf den Spinale hochführt und man hält sich rechts an der Markierung Nr. 331. Nach weiteren ca. 2 Stunden und 15 min kommt man zu den Skipisten des Grostè. In diesem Abschnitt ist es dem wachen Auge in der richtigen Zeit zwischen Mitte Juli und dem Ende des Sommers möglich, Edelweiße zu entdecken. Nur 15 min vor dem Ende dieser Wanderung kann man erstmals die Schutzhütte Rifugio Graffer auf 2.261 m ausmachen. Es ist empfohlen, die Übernachtung in dieser Schutzhütte vorher zu reservieren. Man kann hier eine Halbpension buchen (was im Normalfall für die Kinder ausreicht). Man sollte sich auf die Schlafsäcke besinnen, die man auch hier erwerben kann. Man kann allerdings auch ein einfaches Leintuch verwenden, welches man von Zuhause mitbringt. Variante: Vom Rifugio Graffer kann man mit einer Wanderung (genauere Informationen kann man auf der Hütte bekommen) von ca. 1 Stunde und 30 min, Hin- und Rückweg, die Orti della Regina (Die Gärten der Königin), 2.522 m, besuchen. Über den Weg Nr. 336 gelangt man an den Ort, wo man herausfinden kann, woher dieser königliche Name eigentlich kommt. Die Gärten befinden sich auf dem Pietra Grande (Großer Stein): Es handelt sich um ein grünes Becken mit unvergleichlicher natürlicher Schönheit, welches von Botanikern aus ganz Europa aufgrund der großen Vielfalt von Pflanzen und Blumen als Ort des Studiums verwendet wird.

ZWEITER TAG: Zum Tuckett und zum Brentein
DAUER DER WANDERUNG: 4 Stunden und 30 min
HÖHENUNTERSCHIED IM AUFSTIEG: 650 m
HÖHENUNTERSCHIED IM ABSTIEG: 280 m
SCHUTZHÜTTEN: Tuckett, 2.272 m und ai Brentei, 2.182 m

 

Nachdem man die Nacht in den gemütlichen Zimmern des Graffer verbracht hat, steht man frühmorgens auf und nach einem ausgiebigen Frühstück begibt man sich erneut auf den Weg. Der anstehende Tag wird anstrengend und führt über die Schutzhütten Rifugio Tuckett und Rifugio Brentei. Man lässt die Hütte Graffer hinter sich, indem man beginnt, die Skipisten in die Richtung des Passo del Grostè zu erklimmen. Nach etwa 10 min verlässt man die Skipisten und biegt auf den Weg Nr. 331. Man erreicht die Höhe von ca. 2400 m und an einer Scharte, von welcher man in das große Tal über dem Vallesinella gelangen kann, geht es bergab. In Wegrichtung öffnet sich nun das Panorama und gibt etwas frei, das an ein Amphitheater erinnert, zum Teil gesprenkelt mit schönen Felsnadeln mit verschiedenen Formen. Es geht bergab weiter – nun über den Weg Nr. 316 – und anschließend kurz wieder bergauf. Man befindet sich nun vor einem Wegstück, welches sich durch ein Labyrinth aus Dolomit-Gestein schlängelt, das verschiedene Formen und Dimensionen aufweist. Es handelt sich dabei um herabgefallene Steinmassen, die sich vor nicht langer Zeit von den umliegenden Bergen gelöst haben. Über kleine Hügel nähert man sich der ersten Schutzhütte, dem Rifugio Tuckett, welche man erreicht, nachdem man an den Felsen des Torrion di Vallesinella und des Castelletto Inferiore vorübergegangen ist. Die Wanderung bis hier dauert etwas mehr als 2 Stunden und über 350 m Höhenunterschied durch die vielseitigen Felsen der Dolomiten von Brenta. Man erkennt, dass sich auf der Höhe von 2.272 m in Wahrheit zwei Hütten befinden: die erste, der Rifugio Francis Fox Tuckett, welche etwas tiefer liegt; die zweite, höhergelegen, wird lediglich als Schlafstätte genutzt und heißt Quintino Sella. Aber warum zwei Hütten? Die Sella-Hütte wurde von der SAT des Trentino errichtet, während die Tuckett-Hütte vom DOAV (Deutscher Alpenverein) aus Berlin erbaut wurde. Augenscheinlich gab es damals zwischen den deutschen und den italienischen Errichtern einen großen Konkurrenzkampf. Heute gehören die benachbarten Schutzhütten zu den meistbesuchten im Brenta und sind beide im Besitz der SAT, wobei die Sella-Hütte die Funktion eines Bettenlagers übernommen hat. Nach einer erholsamen Rast inklusive Stärkung führt der Weg weiter in die Richtung der Schutzhütte Rifugio Brentei. Bergab folgt man den Beschilderungen und biegt auf den Weg Nr. 322, welcher links an der Sella del Fridolin (Friodlin-Sattel) vorbeiführt. Ein kurzer Aufstieg führt anschließend auf den Sattel, welcher das Tal Valle del Tuckett vom wilden und grünen Tal Val Brenta trennt. Man geht weiter bergab und erreicht schließlich die Kreuzung mit dem Weg Nr. 318. Wir biegen nach links in Richtung der Brentei-Hütte. Der erste Abschnitt weist leichte Steigungen auf und anschließend führt der Weg entlang des Berges zu einer Serie von balkonartigen Aussichtspunkten mit Aussicht auf den hohen Teil des Tals Valle di Brenta. Man durchschreitet einen kleinen Tunnel und über eine Serie von kleinen Hügeln und spektakulären, leicht ausgesetzten Passagen, die mit Halteseilen gesichert  sind erreicht man nach ca. 2 Stunden und 30 min die 2.182 m der Schutzhütte Rifugio Alberto e Maria ai Brentei. Im Zuge der Annäherung (mit ca. 300 m Höhenunterschied) hat man die Chance, die Aussicht zu genießen: Direkt vor einem baut sich die imposante Form des Crozzon di Brenta auf und auf der linken Seite (in Flussrichtung rechts) liegt der steile Canalone Neri, wobei es sich um eine Zunge aus Schnee und Eis handelt. Sie führt bis auf 3.173 m hoch auf die Cima Tosa, dem höchsten und nahezu immer im Schnee liegenden Gipfel der Brenta-Gruppe. Indem man nach Osten schaut, erkennt man die Bocca di Brenta, rechts davon die Brenta Alta und links die Brenta Bassa. Links von der Brenta Alta erkennt man außerdem die Form des Campanil Basso, kühnes monolithisches Symbol des Brenta-Gebirges.

 

DRITTER TAG: Rückweg

DAUER DER WANDERUNG: 2 Stunden

HÖHENUNTERSCHIED IM AUFSTIEG: 0 m

HÖHENUNTERSCHIED IM ABSTIEG: 670 m

SCHUTZHÜTTEN: Brentei, 2.182 m und Casinei, 1.825 m     

         

An diesem Punkt angelang, kann man sich eine kleine Pause gönnen. Diese Hütte wird von vielen nur als Rifugio Brentei benannt, wobei sie eigentlich Albero und Maria Fossati Bellani gewidmet ist. Die Hütte wurde zwischen 1930 und 1932 von Melizio Castellani und Luigi Bolza errichtet. In der Nachkriegszeit wurde sie von Gianvittorio Fossati Bellani übernommen, welcher sie restaurierte und der CAI-Sektion von Monza spendete. Diese ist noch immer Eigentümer der Hütte. Als Dank für die Geste der Schenkung wurde die Hütte den Eltern von Gianvittorio gewidmet: Alberto e Maria. Teil der Geschichte dieser Hütte ist auch die Familie Detassis, welche sie für sehr viele Jahre führte. Zuerst war dies Bruno Detassis, der König des Brenta, dann mit seinem Sohn Claudio. Eine Rast an diesem Ort ist bezeichnend für das Brenta-Gebiet. Ausgeruht bereitet man sich nun auf die Rückkehr ins Tal vor. Man folgt wieder dem Weg des Aufstiegs, Nr. 318, welchem man nun rückwärts wieder folgt. Bei der Kreuzung, bei welcher man zuvor auf den Weg Nr. 218 abgebogen ist, geht man nun bergab. In diesem Gebiet verändert sich die Vegetation und die Latschenkiefern weichen für Lärchen und Zirben. Der Abstieg ist gemütlich und angenehm und nach etwas mehr als 1 Stunde und 15 min erreicht man die Schutzhütte Rifugio Casinei auf 1.825 m. Von hier folgt man dem Weg Nr. 317 durch den dichten Lärchen- und Tannenwald. Der Weg bergab verläuft für ca. 45 min im zick-zack. Im Verlauf des Abstiegs kann man immer wieder das Vallesinella und die gleichnamige Hütte mit dem großen Parkplatz erahnen. Die Überquerung des Sarca über eine spektakuläre Holzbrücke und der Aufstieg zum Parkplatz sind die letzten Teile dieser Wanderung durch das Brenta-Gebirge.

Startpunkt

Vallesinella

Zielpunkt

Rundweg

Parken

Öffentliche Verkehrsmittel

Anfahrt

Von Madonna di Campiglio über die Straße nach Vallesinella, 4 km

Quelle

Bewertung der Redaktion

  • Kondition

  • Technik

  • Erlebnis

  • Landschaft

Copyright

sentres

Tab für Bilder und Bewertungen