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Marling

Von Glocken und Gemütlichkeit

Marling liegt auf einem sanft ansteigenden Hang. Die Häuser stehen versprenkelt zwischen Obst- und Weingärten, dichtbelaubter Wald steigt zum Vigiljoch auf. Meran liegt um die Ecke, im Ort herrscht Dorfidylle.

Um 1164 scheint Marling erstmals in Urkunden unter dem Namen „Merninga“ auf. Daraus wird im Laufe der Jahrhunderte Märlingen und letztendlich Marling. Von Marlings ruhmreicher Vergangenheit zeugt Schloss Lebenberg, heute im Gemeindegebiet von Tscherms gelegen. Das einflussreiche Adelsgeschlecht der Herren von Marling ließ sich hier im 13. Jh. nieder und erbaute sich einen mächtigen Wohnsitz. Wer durch die Gassen der dörflichen Idylle und die schmalen Pfade über den waldigen Hügel spaziert, der kann die Wahl der Blaublütler leicht nachempfinden. Marlings Dorfplatz liegt offen im Zentrum, mächtig erhebt sich die Pfarrkirche, sie überragt sämtliche Wohnhäuser bei weitem.

Die Kirchen und Glocken Marlings
Marlings Glockengeläut ist derart eindrucksvoll, dass der Komponist Franz Liszt sich inspiriert sah, den vollen Klängen der Kirchenglocke ein Werk zu widmen: „Ihr Glocken Marlings“ erzählt in lieblichen Tönen vom Glockengong. Dass die Kirchenglocke derart mächtige Töne erzeugt kommt nicht von ungefähr: Sie wiegt satte drei Tonnen und hört auf den Namen Anna Maria. Anna Maria wird täglich um 15.00 Uhr und zu feierlichen Anlässen geläutet.
Auch über die Kirche selbst lässt sich Kurioses erzählen. Von dem historischen Bau aus dem  13. Jahrhundert sind nach einem Brand nur noch Turm und Seitenkapellen erhalten, Freskos aus dem 15. Jahrhundert haben unbeschadet überstanden. Die neue Pfarrkirche wurde im neugotischen Stil erbaut und 1901 eingeweiht, die historischen Bauelemente integriert. Einem englischen Gast, der sich anlässlich seines Kuraufenthalts in Meran in der Gegend aufhielt, gefiel der Bau dermaßen, dass er die Kirche in seiner Heimatgemeinde nachbauen ließ: Im Dörfchen Selsley (England), steht heute Marlings Schwesternkirche.

Naturnähe
Da Marling am Fuße des Nörderbergs gelegen ist, führen zahlreiche Wege durch den nahen Mischwal. Ein Waalweg, der längste Südtirols, führt über 12 Kilometer am Fuße des Nörderbergs entlang. Den Weg ließen Karthäuser Mönche vor über 250 Jahren erbauen. Die Mönche besaßen in Marling einen Hof und Güter. Aufgrund der häufigen Trockenheit kam es immer wieder zu Ernteausfällen, man ließ deshalb den langen Waal erbauen. Da der Waalweg dem Wasserlauf folgt, schlängelt sich der Pfad größtenteils eben dahin, neben dem Waldpfad gluckert es gemächlich. Ober dem Waalweg liegt die Filialkirche St. Felix in der Nörder, dort steht ein offener Brunnen, von dessen Wasser man sich Heilkraft verspricht.
Wer das Wandervergnügen schätzt, der wird auch am Marlinger Höhenweg auf seine Kosten kommen. Der Schotterweg windet sich, ohne starke Steigung, um den Nörderberg. Im Schatten alter Kastanien trifft der Wanderer immer wieder auf Bauernhöfe, der Blick reicht weit in das Burggrafenamt.

Seit der Wiederinbetriebnahme der Vinschger Bahn hat Marling auch wieder einen kleinen Bahnhof und ist schnell und bequem mit dem Zug zu erreichen.

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