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Sentres Magazin – Sport & Touren

Zur Lage der (Skitouren)Nation

Ins Ahrntal nach Weißenbach oder nach Kasern? Nach Ratschings oder nach Ridnaun? In die Dolomiten, ins Sarntal oder doch in die Vinschgauer Gegend? Diese Fragen beschäftigen zur Zeit schneehungrige Skitourengeher. sentres hat sich umgehört, tut sich aber schwer eine wirklich gute Prognose abzuliefern.

Längs des gesamten Alpenhauptkammes ist die Lawinengefahr in ganz Südtirol "erheblich" und somit auf Stufe 3 gestellt. Dies bedeutet, dass die Schneedecke an vielen Steilhängen nur mäßig bis schwach verfestigt ist. Eine Lawinenauslösung ist bereits bei geringer Zusatzbelastung vor allem an den angegebenen Steilhängen möglich. Fallweise sind spontan einige mittlere, vereinzelt aber auch große Lawinen möglich (European Avalanche Warning Services).

In der Tat haben es Skitourler zur Zeit nicht einfach. Am Alpenhauptkamm, wo am meisten Schnee liegt, ist vor allem oberhalb von 2200 m Meereshöhe die Lawinengefahr hoch. Der starke Wind trägt zur unsicheren Schneedecke einen großen Anteil bei. In den übrigen Südtiroler Skitourgefilden, wie im Ultental, liegt entweder nur sehr wenig Schnee oder, wie in den Dolomiten und Sarntaler Alpen, ist nur eine ungenügende und stark verwehte Schneeunterlage vorhanden. Steine und die berüchtigten "Sharks" (kleine Felsvorsprünge) können für Mensch und Material gefährlich werden.

Somit stellt sich die Frage, wo man am besten die Ski auffellen könnte und sollte? Aus Insiderkreisen hört man, dass in den vergangenen Tagen die V. Hornspitze in Weißenbach im Tauferer Ahrntal das Ziel einiger Skitourengeher war. Andere waren im Ratschingser Gebiet auf der Kleinen Kreuzspitze, dem Zinseler, dem Saxner und seinem Nebengipfel dem Fleckner unterwegs. Andere wiederum suchten die Gipfel im Pflerschtal auf. So richtig begeistert war aber kaum jemand. Fakt ist, dass noch viel Schnee fallen und sich festsetzen muss, damit die derzeitige labile Schneeunterlage gut gefestigt wird und somit vernünftige Bedingungen für Skitouren auf den Bergen gegeben sind!

25. Dezember 2011

 

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