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Sentres Magazin – Sport & Touren

Weite Einsamkeit.

Wenn der Herbst kommt, wird es ruhig auf den Südtiroler Almen.

Herbstzeit
Das allerletzte Rindvieh ist wieder hinunter zum Hof getrieben, das allerletzte Schaf zurück im Stall. Jedes Dorf und jeder noch so kleine Weiher hatte bereits seinen Almabtrieb, dreimal soviel Zuseher wie Viecher, wer kein eigenes Vieh hat, leiht sich eben eines aus. Die letzten Fässer Bier sind ausgetrunken, die Festbänke verräumt, der Almkäse gegessen oder verkauft, die Kuhglocken abgenommen und für die nächste Almsaison eingelagert. Senner und Sennerin sind wieder in Dorf und Stadt, die Türen und Fenster der verlassenen Almhütten sind mit dicken Brettern verschlossen. Sogar die Murmeltiere blinzeln nur mehr träge in die schwächer werdende Sonne, sitzen vor ihrem Bau und warten auf den Winterschlaf.

Höchste Zeit
Kurz gesagt, es ist Zeit für eine Almwanderung. Alle Naturliebhaber, die sich immer schon über die Menschenmassen auf den bekanntesten Südtiroler Almen echauffiert haben, finden jetzt die einmalige Gelegenheit, die weiten Flächen für sich alleine zu beanspruchen. Auf den meisten Wanderwegen auf der Villanderer Alm, der Lüsner- und Rodenecker Alm und sogar auf der Seiser Alm wird man vor allem im späteren Herbst keiner Menschenseele begegnen. Um Hirzer und Ifinger kreisen die Alpendohlen, unter ihnen nichts als weites leeres Land. Auch in Gröden und Villnöss hört man über der Waldgrenze nur mehr den Wind pfeifen und vielleicht von weit unten ganz leise den Lärm der Zivilisation. Und die dramatischen Landschaften im Gadertal liegen still zu Füßen der Dolomiten.

Alle Almhütten sind geschlossen? Nein! Einige Hütten halten ihre Türen noch geöffnet und empfangen die wenigen Wanderer in Ihren warmen Stuben. Hier eine kurze Auflistung ohne Anspruch auf Vollständigkeit:
- Die Meraner Hütte ist sogar bis Ende November geöffnet, da könnte sich, je nach Wetterlage,  bereits die erste Schneeschuhwanderung ausgehen.
- Am Rittner Horn halten die Feltuner Hütte und das Unterhornhaus die Stellung.
- Am romantischen Vigiljoch begrüßt der Gasthof Jocher auch noch im Spätherbst seine Gäste
- Auf der Radlseehütte gibt es noch jeden Donnerstag die legendären Knödeltage, aber nur mehr bis zur Hüttenschluss-Feier am letzten Oktober-Wochenende.
- Auch auf der Seiseralm kann man sich noch bestens verköstigen lassen und gerne auch übernachten. Die Mahlknechthütte hält bis zum 20.10 geöffnet.
- Im Wandergebiet Plose bietet die Rossalmhütte bis zum 20.10 traditionelle Kost und Unterkunft.
- Im Herzen der Dolomiten hält im Almdorf Fodara Vedla die gleichnamige Schutzhütte bis zum 4.11 geöffnet.

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