Cookies helfen uns bei der Bereitstellung unserer Dienste. Durch die Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Mehr erfahren
zurück zu Sport & Touren

Sentres Magazin – Sport & Touren

Was für ein Tag!

25 Jahre danach. Über zweihundert Wanderer aus ganz Südtirol, darunter auch wir von sentres. Der Wetterbericht war nicht sehr vielversprechend, Regen war beinahe schon fix versprochen. Trotzdem dieses große Interesse, eigentlich erstaunlich.

Oder wie viel Spaß kann es schon machen, um 4 Uhr Morgens, also praktisch mitten in der Nacht, von Glurns aus zu einem Marsch über 8 Gipfel und insgesamt beinahe 3200 Höhenmetern aufzubrechen?
Jetzt, im Nachhinein, ist die Antwort eindeutig und klar. Es hat viel Spaß gemacht. Der nächtliche Regen hatte glücklicherweise gegen 3 Uhr aufgehört, Regenjacke und Hose konnten im Rucksack bleiben. Beinahe schon geheimnisvoll der erste und insgesamt auch längste Anstieg durch den nächtlichen Wald, nur die von den Stirnlampen gebildete Lichterkette im Nebel sichtbar, gedämpfte Stimmen, leises Lachen, weiche Tritte auf feuchtem Waldboden.

Auf der Alm
Schließlich die Glurnser Alm mit einer ersten Verpflegungstelle, warme Getränke und die ersten zaghaften Sonnenstrahlen. Weiter hoch zum Glurnser Köpfl. Unter uns verhüllen die wallend weißen Nebel das Tal, über uns bedecken dünne Schleierwolken den Himmel während die Sonne spektakulär ihre Strahlen schräg mitten hindurch wirft. Alleine dieser Anblick hat den Aufstieg bereits gelohnt. Nur wenig später reißt der Himmel vollständig auf und die mächtigen Flanken des Ortler steigen aus den letzten Wolken auf.

Es geht dahin
Über weite Hochalmen geht es in stetem Auf und Ab über Plaschweller zum Chavalatsch. Hier wird durchgezählt und auf Listen abgehackt, keiner soll verlorengehen, die Organisatoren schauen auf ihre Schäfchen. Vernünftig und gut, die Sicherheit wird nicht vernachlässigt. Weiter geht es über Piz Silva und Schafberg, die Laune ist wie das Wetter, ausgezeichnet. Und auf jedem Gipfel gibt es einen weiteren Stempel in einen kleinen 8-Gipfel-Marsch Ausweis.

Der große Anstieg
Die größte Herausforderung der Wanderung steht noch bevor, die Furkelsitze. Der Aufstieg über steiles Blockwerk ist teilweise rutschig, die Hänge steil, Vorsicht und Konzentration sind gefragt. Die schwierigsten Stellen wurden vor dem „8 Gipfel Marsch“ neu gesichert, die Stahlseile glänzen noch in der Sonne, die Schrauben und Hacken sind tief und solide im Fels verankert. So geht es flott hinauf, die Kletterei beginnt richtig Spaß zu machen.

Der neunte Gipfel
Der schwierigste Gipfel ist erreicht, die Anstrengung wird langsam spürbar. Was jetzt noch bleibt sind zwei leichte Anstiege und schließlich der bequeme Abstieg hinunter zum Stilfser Joch. Sozusagen der neunte Gipfel mit der eindeutig größten Verpflegungsstelle. Und auch hier: zwar müde Gesichter, aber alle mit einem großen, herzlichen Lachen auf den Lippen. Was für ein Tag!

Zur Startseite