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Sentres Magazin – Natur & Umwelt

Wanderer aufgepasst! Grünmaler unterwegs!

Schon vor mehreren Jahren, beim Abstieg von der Laaser Orgelspitze Richtung Schluder Alm, ist ein recht merkwürdiges Phänomen aufgefallen.

Die klassischen Rot-Weißen Markierungen waren von einem Grünmaler ergänzt worden. Nun sind Grünmaler glücklicherweise eine sehr seltene Spezies, die, so war die allgemeine Meinung, wahrscheinlich bereits ausgestorben ist.

Und nun die aufsehenerregende Entdeckung. Sie haben überlebt! Kürzlich, auf dem Weg durch das Kirchbergtal in Richtung St. Gertraud, waren die Spuren ihrer Machenschaften nicht zu übersehen. Und wurden selbstverständlich auch fotografisch festgehalten. Denn das verwirrende Tun dieser ausgestorben geglaubten Gattung harrt immer noch einer wissenschaftlichen Erklärung.

Denn die willkürliche Ergänzung der klassischen Wandermarkierung ist nicht sinnvoll! Eine gut gesetzte Markierung ist schließlich wie ein kleines Kunstwerk. Sie kommt mit lediglich zwei Farben aus und ist mit kräftigem und exaktem Pinselstrich in korrekter Breite und Länge an genau passende Orte gesetzt. Man kann hier nichts wegnehmen und nichts hinzufügen, es ist gut so wie es ist.

Und hier kommen die Grünmaler ins Spiel. Heimlich und subversiv werden unschuldige Wandermarkierungen durch grüne Farbe verunstaltet. Nicht durch Gelb, Blau oder meinetwegen Rosa, nein, es ist immer Grün.
Grün ist doch bereits der Wald, die Almwiesen zeigen ein sattes Grün, das Moos glänzt tief im Schatten mit dunklen Grün, die Flechten auf großen Steinen mit zartem Hellgrün. Wozu noch mehr Grün?

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