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Sentres Magazin – Sport & Touren

Ultner Höfeweg - Wandertipp

Den Ultner Höfeweg müsste man eigentlich schon erwandert haben. Wer diesen Klassiker noch nicht kennt, sollte das nachholen.

Die beste Art das Ultental kennenzulernen ist, den Ultner Höfeweg zu gehen. Nur das bewusste Wandern lässt einem genügend Zeit und Muße, Eindrücke zu sammeln, Bilder zu speichern und Gerüche zu erschnuppern. Nun gut, das mit den Gerüchen ist manchmal so eine Sache, es handelt sich schließlich um den Ultner Höfeweg. Man wandert hier nicht durch ein Bauernmuseum, das hier ist reales Leben, das sind echte Höfe mit allem was dazu gehört, wirklich allem. So soll es sein und noch lange bleiben.

Der typische Ultner Paarhof hat sich noch an vielen Orten original erhalten, solides Lärchenholz auf festem Erdgeschoss, gebaut für Jahrhunderte. Genauer hinsehen lohnt sich, viele kleine und sorgfältig gearbeitete Details zieren die von Wind und Wetter dunkel gefärbten Hölzer und zeugen von der langen Tradition der Zimmermannskunst.

Der Ultner Höfeweg zieht sich leicht auf- und absteigend vom Gasthof Kuppelwies talein bis nach St. Gertraud und zu den berühmten Ultner Urlärchen. Zurück führt er an der orographisch rechten Talseite, wiederum meist auf guten Feldwegen, bis hinaus zum Zoggeler Stausee und zum Ausgangspunkt.

Kurioses am Rande: der Ultner Höfeweg führt an der Villa Hartungen vorbei. Das einstige Sanatorium des Doktor Christoph Hartung von Hartungen, ein Promiarzt der ersten Stunde sozusagen, war Grund genug für viel Prominenz, den vor 90 Jahren noch beschwerlichen Weg ins entlegene Ultental auf sich zu nehmen. Franz Kafka etwa war zu Gast, auch Thomas und Heinrich Mann logierten in der Villa Hartungen. Die online Ausgabe der Zeitschrift ZEIT hast diesem Thema einen ausgezeichneten Artikel gewidmet, wer sich für diesen besonderen Aspekt der Geschichte interessiert, sollte ihn unbedingt lesen.

Noch kurz zum eigentlichen Thema, dem Ultner Höfeweg. Da der Weg nicht hoch ins Gebirge führt und die 1500 Meter nicht überschreitet, ist er auch im Herbst eine lohnende Wanderung. Und dass er bei einem Gasthaus beginnt und endet, trifft sich ebenfalls gut.

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