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Sentres Magazin – Sport & Touren

Trappern auf der Spur

Erst vor wenigen Jahren hat sich das Schneeschuhwandern als Wintersportart durchgesetzt. Dabei ist es viel, viel älter als das Skifahren und mindestens so alt wie das Rodeln.

Wer hätte das gedacht? Wenn es um Tradition geht, dann schlägt der Schneeschuh seine „Konkurrenz“ um Längen – oder besser um Jahrtausende. Denn während das Skifahren seine Ursprünge im 17. Jahrhundert hat – damals soll die Idee aus Nordrussland nach Slowenien „importiert“ worden sein  -,  haben Historiker auf 12.000 Jahre alten Höhlenzeichnungen von Bergvölkern schon primitive Formen von Schneeschuh-Abbildungen entdeckt.

Nun, die Interpretation der Geschichtsschreiber ist gewagt. Sicher ist, dass im Kaukasus und in Armenien schon vor Christi Geburt aufgespannte Lederflächen bzw. Holzbretter zur Fortbewegung im schneereichen Osten benützt worden sind. Die Schneeschuhe, wie wir sie aus der Geschichte kennen,  stammen hingegen aus dem amerikanischen Kontinent. Dort bogen die  Ureinwohner, um sich im Winter fortbewegen zu können, Holzleisten, meist aus Weiß-Esche, zu einer ovalen Form, verbanden die Enden, stabilisierten den Bogen durch weitere Holzleisten sowie durch ein Netz aus Lederbändern. Die „Bindung“ bestand ebenfalls aus Lederriemen.

Verschiedene Ur-Modelle
Allerdings war diese Form nur eine von mehreren, die von verschiedenen Völkern entwickelt wurden. So sind von den Inuit beispielsweise Schneeschuhe in Dreiecksform bekannt, wohl auch, weil sie kein geeignetes Biegeholz zur Verfügung hatten. Und während Jäger und Trapper mit den ovalen Schneeschuhen, die zunehmend schmaler wurden, recht schnell vorankamen, bevorzugten Fischervölker eher runde Formen, um beim langen Warten am Eisloch nicht im Schnee zu versinken.

Als Wintersportart ist das Schneeschuhwandern in Europa erst seit dem 19. Jahrhundert bekannt. Mit der Entwicklung der Liftanlagen wurde es aber schon damals schnell vom „trendigen“ Skifahren verdrängt. Vor etwa 30  Jahren dann die Wiedergeburt: Ein Franzose entdeckte diese eigenartigen Schnee-„Tennisschläger“ aus Holz in Amerika, tüftelte mit Kunststoff und entwickelte so den heute bekannten Schneeschuh. Der Franzose war übrigens der Gründer der bekannten Firma TSL, die später weltweit führend auf dem Schneeschuhmarkt werden sollte.

Auf Qualität achten
Zwar gibt es im Handel nach wie vor klassische Modelle mit einem Reifen (mittlerweile aus Aluminium) und einer Kunststoffhaut, und für Nostalgiker sogar alte Holzreifen. Doch der moderne Schneeschuh besteht heutzutage aus kälteresistentem Hartplastik, ist mit Steighilfe und Harschkrallen ausgestattet und ermöglicht dem Wanderer bequemes Gehen in nahezu jedem Gelände.
Schneeschuhe werden in verschiedenen Ausführungen und Preislagen angeboten. Sehr wichtig ist die gute Beratung im Geschäft, denn sehr einfache Modelle mögen zwar günstig sein, eignen sich aber nicht für jedes Gelände. Wer öfter und auch außerhalb der gespurten Wege unterwegs ist, sollte unbedingt auf die Qualität des Angebotes achten.

Wer sich für das Thema Schneeschuhe interessiert oder sich gerne für den kommenden Winter ausrüsten möchte, findet hier interessante Hinweise:

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