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Sentres Magazin – Sport & Touren

Tipps gegen kleine Notfälle

Nein, den braucht man nicht fürs Skitourengehen. Aber hin und wieder kann ein Flucher schon rausrutschen…wenn die Felle anstatt im Rucksack daheim im Wohnzimmer liegen, wenn während der Tour plötzlich der Schnee zentimeterhoch auf dem Fell klebt, wenn eine Schraube bei der Bindung locker wird oder die Batterie des LVS-Gerätes den Geist aufgibt.

Gegen die meisten kleinen Katastrophen während einer Skitour gibt es ein bewährtes Mittel: gute Vorbereitung. Morgens um sechs noch schnell den Lawinenlagebericht überfliegen – das reicht nicht, um die richtige Tour für diesen Tag zu finden. Der Bericht des Lawinenwarndienstes wird dreimal pro Woche – montags, mittwochs und freitags – jeweils um 16 Uhr neu erstellt und im Internet veröffentlicht, bei Bedarf auch öfter. Unter den Rufnummern 0471 270555 / 271177 können die Informationen auch per Telefon abgefragt werden. Regelmäßige Tourengeher sollten sich aber den „Luxus“ des kostenlosen E-Mail-Dienstes des Landes gönnen. Wenn sie sich auf der Seite www.provinz.bz.it/lawinen registrieren, wird ihnen der neueste Bericht jeweils mit elektronischer Post automatisch zugesandt. Und noch etwas: Lediglich die Warnstufenkarte anzuschauen ist ähnlich, als ob man in einem spannenden Buch nur die Bilder betrachten würde. Um einen allgemeinen Überblick zu bekommen, muss auch Zeit für die schriftliche Interpretation sein. Keine Frage, dass vor Ort dann die Verhältnisse noch einmal geprüft bzw. eingeschätzt werden sollten.

Rechtzeitig packen
Zur guten Vorbereitung gehört auch, dass der Rucksack schon am Abend vor der Tour gepackt wird, zumindest mit den wichtigsten Dingen wie Lawinenausrüstung, Wechselwäsche, Geld, Sonnenschutz…In  Qualitäts-Thermoskannen  bleibt sogar der Tee bis zum nächsten Mittag heiß. Schuhe, Stöcke und Skier am besten schon neben dem Rucksack platzieren,  um am Morgen „im Halbschlaf“ nicht die Hälfte zu vergessen  – und wer ganz sicher gehen will, der kann sich auch  angewöhnen, die Felle schon vor dem Start zu Hause auf die Skier zu kleben.

Batterienkontrolle
Das LVS-Gerät ist die Lebensversicherung eines jeden Tourengehers. Eine fast leere Batterie könnte diese Versicherung im Ernstfall zunichtemachen. Tipp: Keine wieder aufladbaren Batterien einsetzen, denn diese können empfindlich auf niedrige Temperaturen reagieren und sich schnell entladen. Nur Qualitätsbatterien verwenden und nicht erst wechseln, wenn die Prozentzahl gegen 0 schrumpft. Lieber öfter neue Batterien nehmen und die alten für ein anderes elektronisches Gerät weiterverwenden.
Und die stollenden Felle? Ja, die können einem auf der schönsten Tour die Laune ordentlich verderben. Schuld am Schnee auf den Fellen ist meistens ein hoher Temperaturunterschied des Schnees von warm nach kalt im Verlauf einer Tour. Da hilft hin und wieder das Behandeln mit Imprägnierungsmittel – die gibt es im guten Fachhandel. Wichtig ist auch, nur trockene Felle aufzuziehen. 
Und noch was: Keine Schwergewichte im Rucksack, aber mitunter sehr nützlich sind auch ein Tape (nicht nur gegen Blasen), ein kleines Multitool, Kabelbinder und eine dünne Reepschnur für alle möglichen Reparaturen.

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