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Sentres Magazin – Geschichte & Kultur

Sprachenvielfalt im Südtiroler Archäologie Museum

Eine gemeinsame Sprache sprechen - das Museum als Ort der Begegnung

Dass in Südtirol Museumsführungen in deutscher und Italienischer Sprache angeboten werden, ist einleuchtend. Durch Museen in ladinischen Tälern wird sogar gleich dreisprachig geführt. Und auch auf Englisch wird mancherorts durch museale Welten begleitet. Südtiroler Sprachenvielfalt.

Da bietet das Südtiroler Archäologiemuseum plötzlich auch noch Führungen in arabischer Sprache an. Was es damit wohl auf sich hat? Ob der Anteil an arabischsprachigen Wintertouristen schlagartig zugenommen hat?

Nein, der Hintergrund ist ein anderer. Das Motto des International Council of Museums für das Jahr 2010 lautet “Museum für ein gesellschaftliches Miteinander – Museum for social harmony”. Das Südtiroler Archäologiemuseum wollte diesen Gedanken auch umsetzen. Am internationalen Tag des Museums, im Mai, wurden Führungen in Urdu, Arabisch, Albanisch, Bosnisch und Serbo-Kroatisch angeboten.

“Es geht darum, auch den Immigranten Südtirols entgegenzukommen und ihnen die Möglichkeit zu bieten, die Geschichte unseres Landes und unsere Wurzeln kennenzulernen und sich damit auseinanderzusetzen, um sich so vielleicht leichter damit identifizieren zu können.”, so Kunigunde Weissenegger, Verantwortliche für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit im Archäologiemuseum. “Die Initiative stieß auf großen Anklang. So wollten wir die Idee weiterführen.”

Am 19. September fand somit eine Führung in albanischer Sprache statt; am morgigen Samstag, 11. Dezember, wird eine in Arabisch angeboten. “Viele weitere Sprachen werden folgen; unter anderem sind Führungen in Hindi, Spanisch und Russisch für das kommende Jahr geplant. Durch solche Veranstaltungen wird das Museum zum Treffpunkt, zum Ort der Begegnung, dient einerseits dem kulturellen, andererseits dem sozialen Austausch. Es ist die Sprache, die Menschen zusammenführt.", so Weissenegger.

Doch auch Sprachstudenten sollen in Zukunft angesprochen werden. "Wir werden im neuen Jahr Südtirols Sprachschulen über unser Angebot informieren.”

sentres wollte nun wissen, wie “Ötzi” denn auf Arabisch heiße. “Ötzi bleibt Ötzi!”, lacht Kunigunde Weissenegger. So soll es ja auch sein.

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