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Sentres Magazin – Sport & Touren

Skitouren auf Pisten

Die 10 Gebote

Vor 20 Jahren waren es noch eine Handvoll Skialpinisten. Heutzutage tummeln sich Karawanen von konditionsbegeisterten Schneebergsteigern auf den gutpräparierten Hängen der Wintersportdestinationen.

Skitourenneulinge, konvertierte Winterwanderer, Speedskitourer oder einfach nur Leute, die sich nicht unbedingt den alpinen Gefahren des Skitourens im freien alpinen Gelände aussetzen wollen. Alle zieht es mit Skiern in die Berge.

Es war nur eine Frage der Zeit, bis es zu Konflikten zwischen den abfahrenden Pistenbenützern und den aufsteigenden Pistentourengehern kommen sollte. Moderne Pistenpräparierungstechniken mit Seilwinden und Beschneiungsanlagen können zu tödlichen Fallen für die abfahrenden Skitourengeher werden. Eine Kanalisierung der aufsteigenden und abfahrenden Pistentourengeher war unumgänglich.

Regeln sind unentbehrlich

Der AVS publizierte am 6. Dezember 2010 auf seiner Homepage eine Übersicht der Südtiroler Skigebiete, die Pistentourengeher auf ihren Pisten zulassen oder nicht. In einer Aufzählung von 10 Punkten wurde das nicht ganz ungefährliche Zusammenleben von Pistenskifahrern, Pistengeräten und Pistentourengehern reglementiert. Keine “Gesetze” sollten dies sein, sondern gut gemeinte Empfehlungen. Sicherheit und Spaß für alle, ohne mit der drakonischen Bestrafungskeule zu drohen.

Die meisten dieser 10 Pistengebote sind sozusagen “eh klar”. Sie hätten ebensogut dem durchschnittlich ausgebildeten “Hausverstand” entspringen können. Davon sollte man in der Regel aber nicht ausgehen, haben sich zumindest die Verfasser dieser Zeilen gedacht. Wahrscheinlich liegen sie damit auch richtig, wie man von einigen Geschäftsführern von Skigebieten auch zu hören bekam.

Eigenverantwortung auf der Piste

“Einige Pistentourengeher pfeifen auf die Tage und und Uhrzeiten, die für das Aufsteigen und Abfahren auf den Pisten vorgesehen sind und haben damit auch gefährliche Situationen oder gar Zusammenstöße mit Pistenfahrzeugen verursacht” so Joachim Unterhofer, Geschäftsführer Skigebiet Rittnerhorn. Ähnlich sieht es auch Hubert Unterkircher, Betriebsleiter des Skigebiets Gitschberg. Das Skigebiet am Eingang des Pustertals gehört im Moment noch zu den Skigebieten, die Skitouren auf den Pisten nicht zulassen.

Ausnahmslos alle befragten Skigebietbetreiber gaben an, daß es für die Zukunft möglich, machbar und sogar wünschenswert ist, die Zugänglichkeit und Verköstigung für die immer größer werdende Gemeinde der Pistentourengeher zuzulassen und auszubauen. Hausverstand und Eigenverantwortung der Tourengeher vorausgesetzt.

Einbindung in das Wintergeschäft

Einige Skigebiete sind bereits einen Schritt weitergegangen. “Wir bieten den Pistentourengehern die Möglichkeit des Aufstiegs und der Abfahrt über die Piste, jeden Dienstag Abend beim “Tanz der Vampire” von 19:00 bis 24:00 Uhr” betont Dominik Lechner vom Skigebiet Jochtal. Neben längeren Öffnungszeiten der Berggasthöfe mit Partystimmung für die Tourengeher, werden auch Ski-Uphill-Rennen organisiert.

Auf die Frage, ob es denn in der Vergangenheit zu Schwierigkeiten zwischen “regulären Pistenskifahrern” und Pistentourengehern gekommen wäre, antworteten die Pistenbetreiber mit einem “nein, gab es nicht”. Allerdings, fügten die Befragten auch hinzu, soll es schon einige Situationen gegeben haben, wo es zu gewagten Ausweichmanövern auf der Piste gekommen ist, als allzu unbekümmerte Pistentourengeher in Pistenmitte die Bergstation der Piste erklommen. Hausverstand, wie gesagt.

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