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Sentres Magazin – Sport & Touren

Skifahren mit Knick

Fersenfreiheit bedeutet mehr Bewegungsfreiheit. Das besonders leichte Gefühl über den Hang zu gleiten. Christoph Pichler von den Telepaten erzählt vom Reiz des recht ungebundenen Skifahrens.

Den Telemark Freundeskreis Telepaten gibt es nun schon seit über 2 Jahren. Alpinskifahren war bereits ein alter Hut und Snowboarden hatte seine glorreichsten Zeiten auch schon hinter sich gelassen. Es brauchte etwas neues oder etwas, das in Vergessenheit geraten ist. Telemark hieß das Neue Zauberwort unter den aufgeschlossenen Wintersportlern.

Der Reiz der Ursprünglichkeit
Die ursprünglichste Alpinskitechnik mit dem klingenden Namen der südnorwegischen Region Telemark, ist seit einigen Jahren wieder in den einschlägigen Wintersportmagazinen präsent. Nachdem in den späten Achzigerjahren in Nordamerika die erste Telemark Revivalwelle anlief, dauerte es noch über 10 Jahre, bis Telemark wieder in den europäischen Alpen ankam. In Südtirol war bis vor nicht allzu langer Zeit nicht sonderlich viel davon zu spüren. Einzelne Telemarkindividualisten, wie die Pustertaler "Kniabiager", bevölkerten die Pisten und waren auf Anhieb auch die bunten Vögel des Wintersports.

"Ich, wie auch die meisten der anderen Telepaten, wurden durch die starke Communitybewegung im Internet auf diese spezielle Alpinskitechnik aufmerksam. Was mich am meisten faszinierte, war diese neue Art sich auf Skiern zu bewegen. Man spürt einfach mehr diese Ungebundenheit, diese Freiheit, den schneeweißen Hang zu erleben" sagt Christoph Pichler, eines der Gründungsmitglieder dieses sehr speziellen "Skiclubs".

Mittlerweile hat die Telemarkszene in Südtirol eine ganze Reihe neuer Anhänger gefunden. Die meisten dieser "Skiumsteiger" waren fasziniert von der Idee, nun die Ursprungstechnik des Skifahrens zu erlernen und zu beherrschen, die Koordination als neue Herausforderung zu erleben. "Die typische Knickbewegung des Telemarkens ermöglicht zwar ein hohes Maß an Bewegungsfreiheit, doch ist der Skifahrer auch weniger stabil in der Skibindung fixiert. Das leichte Freiheitsgefühl stellt sich beim Telemarken demnach erst nach einigen Hangkilometern ein" erläutert Christoph seine Erfahrung.

Die Zukunft des Telemarkens
Der materielle Aufwand sich dem Telemark-Skilauf zu nähern, ist ähnlich dem des klassischen Alpinskifahrens. Mittlerweile gibt es spezielle Skier für praktisch jeden Anwendungsbereich. Egal ob Pistenski, Tourenski oder Freerideski, jeder Ski ist auch für Telemark einsetzbar. Zu den Zukunftsentwicklungen dieser Alpinskitechnik meint Christoph: "Die Tendenz geht hin zu mehr Off-Piste, aber generell verteilt sich im Moment die Telemarkszene ziemlich ausgeglichen zwischen Pistenfahrer, Tourengeher und Freerider. Telemark wird eine Nischensportart bleiben, den kometenhaften Aufstieg in den Mainstream, wie beim Snowboarden geschehen, wird Telemark nicht erfahren".

sentres dankt für das angenehme Gespräch.

Weiterführende Links:
Telepatenvideo
Telemarkfriends

Telemarkvideo


 

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