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Sentres Magazin – Sport & Touren

Sicher Rodeln

Warum muss es immer Skifahren sein? Besonders die Kinder steigen hin und wieder gern auf die Rodel um. Rodeln ist einfach, macht Spaß. Es sollte aber auch richtig gelernt sein. Sentres hat beim Verein „Sicher Rodeln“ nachgefragt, warum die richtige Technik und eine gute Ausrüstung das Au und O beim Rodeln sind.

Erinnern Sie sich noch an Ihre erste Schlittenfahrt? Das war eine Gaudi – mit dem urigen Holzgerät und den rostigen Kufen drunter! Damals gab es vermutlich kaum präparierte Rodelbahnen, und zu Fuß war man mitunter schneller als auf dem Schlitten.

Mehr zum Thema:
- Rodeln in Südtirol, die Strecken auf sentres.com
- der Verein Sicher Rodeln im Netz

Diese Zeiten sind längst vorbei. Der Rodelsport hat sich extrem weiterentwickelt. Und die moderne Rodel hat mit den unförmigen Schlitten von anno dazumal nur noch wenig zu tun. Auch die  Rodelbahnen sind in der Regel so präpariert, dass man einen „richtigen Zahn draufkriegt“. Wer dann sein Gerät nicht unter Kontrolle hat, der landet sehr rasch ungewollt im Schnee – im ungünstigsten Fall sogar im Krankenhaus. Immer wieder berichten Medien über Rodelunfälle, oft mit bösen Folgen. Häufigster Grund: schlechte Rodelkenntnisse und die falsche Ausrüstung. Mitunter spielt auch Alkohol vor nächtlichen Abfahrten eine Rolle.

Unterschätzer Sport
Den Rodelsport sicherer zu machen, dieses Ziel hat sich vor fast drei Jahren eine Gruppe von Freizeitsportlern gesetzt und den Verein „Sicher Rodeln“ gegründet. Präsident Walter Volgger: „Rodeln ist ein Breitensport, der nicht viele Kenntnisse erfordert. Aber gerade deshalb wird er vielfach unterschätzt.“ Es sei zwar keine Kunst, sich auf die Rodel zu setzen und den Berg hinunter zu donnern. Doch das Sportgerät wirklich im Griff habe nur der, der das Rodeln wirklich lernt.

Der Verein „Sicher Rodeln“ veranstaltet deshalb zum Beispiel auf Anfrage Rodelkurse – etwa für Schüler. Und er beteiligt sich an der Aktion „Sicher im Schnee“. „Bei den Kursen lernen die Teilnehmer unter anderem, wie man in die Kurven fährt und richtig bremst. Es geht aber auch um die richtige Ausrüstung“, erklärt Walter Volgger. Das sei ein häufiges Manko bei den Freizeitsportlern: „Auf der Piste fährt beinahe jeder mit regelmäßig gewarteten Skiern, festen Skischuhen und Helm. Beim Rodeln hingegen sind Helme und Rodelschuhe und gute Handschuhe alles andere als selbstverständlich.“ Erst bei den Kursen werde den Teilnehmern anhand von praktischen Beispielen klar, wie wichtig die Ausrüstung für die eigene Sicherheit ist.

Der Verein „Sicher Rodeln“ hat es sich aber auch zum Ziel gesetzt, die Rodelbahnen als solche sicherer zu machen. „Wir nehmen Kontakt mit den Betreibern auf und suchen im Gespräch die besten Sicherheitslösungen.“ Da geht es dann um Themen wie Banden an den Kurven, die sichere  Platzierung der Schneekanonen und die Bahnpräparierung. „Manchmal kann man mit kleinen Veränderungen viel Schlimmes verhindern“, weiß Walter Volgger.

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